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Strategy MapsUnternehmen zeichnen ihre strategischen Landkarten

Immer mehr Unternehmen setzen sogenannte strategische Landkarten, im Fachjargon: Strategy Maps, ein. Sie schöpfen so das Potenzial ihrer Balanced Scorecards noch besser aus. Dies ist eines der Ergebnisse der vierten Balanced-Scorecard-Studie von Horváth & Partners.
erschienen: 01.09.2008
Schlagwörter: Controlling, Kennzahlen

Strategy Maps stellen den Zusammenhang der wesentlichen strategischen Ziele grafisch dar. Knapp 80 Prozent der Unternehmen, die ihre Balanced Scorecard ab dem Jahr 2004 einführten, verwenden solche strategischen Landkarten. Bei Unternehmen mit früherer Implementierung sind es weniger als die Hälfte, der insgesamt 137 Unternehmen, die sich an der Studie beteiligten. Der Studienleiter Florian Dachs erklärt dazu:

„Strategy Maps bilden oft den emotionalen Ankerpunkt für die Balanced Scorecard. Ihre Erstellung führt in der Regel dazu, dass Zusammenhänge besser verstanden und auf Plausibilität überprüft werden können. Insbesondere für die Kommunikation der Strategie sind sie geeigneter als die tabellarische Auflistung von strategischen Zielen.“

Das zeigen die Aussagen der Unternehmen: 58 Prozent der Unternehmen, in denen Strategy Maps eine wesentliche Rolle spielen, nehmen eine Verbesserung der Strategiekommunikation wahr. Bei Unternehmen, die darauf verzichten, sind es nur 29 Prozent.

Balanced Scorecard-Anwender sind erfolgreicher

Dem Konzept der Balanced Scorecard bescheinigt die Studie einen hohen Reifegrad: Jedes zweite der befragten Unternehmen wendet die Balanced Scorecard seit über fünf Jahren an, knapp 30 Prozent führten sie bereits 2001 oder früher ein.

Für Dachs ist das ein relevanter Indikator für die Praxistauglichkeit des Instruments. Über 60 Prozent der DAX-Unternehmen setzen die Balanced Scorecard ein. 80 Prozent der befragten Unternehmen sind damit insgesamt sehr zufrieden. Erneut zeigte die Studie die positiven Wirkungen der Balanced Scorecard: Die Anwender sind im Drei-Jahres-Vergleich überdurchschnittlich erfolgreich und erzielen ein höheres Umsatzwachstum im Vergleich zum Wettbewerb. Positiver Einfluss zeigt sich unter anderem bei Kennzahlen wie Kundenzufriedenheit (65 Prozent Zustimmung), Qualität (65 Prozent), Mitarbeiterzufriedenheit (57 Prozent) und Kostensenkung (55 Prozent). Je intensiver die Nutzung, desto größer ist der Erfolg. So sehen 40 Prozent aller Unternehmen, die das Konzept intensiv nutzen, bei sich selbst absolute Stärken in der Strategieumsetzung – bei weniger intensiver Anwendung sind es gerade einmal sieben Prozent.

Die Balanced Scorecard hat sich in manchen Unternehmen nicht durchgesetzt

Erstmals nahmen an der Studie auch Unternehmen teil, die die Anwendung der Balanced Scorecard wieder eingestellt haben. Das Ergebnis: Meist war die fehlende Unterstützung durch das Top-Management ausschlaggebend oder die mangelnde Integration in die Führungssysteme. Aber sogar diese Unternehmen bestreiten nicht den Nutzen des Konzepts: Ausnahmslos alle Befragten hielten es für gut möglich, dass die Balanced Scorecard in ihrem Hause eine Renaissance erleben wird. Dass viele der bestehenden Balanced-Scorecard-Anwender bald ebenfalls zu der Kategorie der „Nicht-mehr-Anwender“ zählen werden, ist eher unwahrscheinlich. 90 Prozent gehen davon aus, dass das Konzept in ihrem Unternehmen auch in den nächsten drei Jahren noch große Bedeutung hat.

Für die Studie wurden zwischen November 2007 und Februar 2008 Anwender und ehemalige Anwender der Balanced Scorecard befragt. 127 Unternehmen haben an der Befragung teilgenommen. Hier finden Sie weitere Informationen.

[jf; Quelle: Horváth & Partners; Bild: Fotolia.com]

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