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Netiquette Wie Sie sich im Internet richtig verhalten

27.01.2010 – Ein positives Image im Internet kann nur derjenige aufbauen, der sich an gewisse Verhaltensregeln hält. Die Knigge fürs Internet nennt sich Netiquette. Was Sie dabei beachten sollten.

Der Anteil der Internetnutzer in Deutschland betrug 2009 laut TNS Infratest 69,1 Prozent (Grafik auf statista.com). Seit 2001 ist dieser Wert stetig gewachsen und zwar um 32,1 Prozent. Das Internet ist also für die Mehrzahl der Menschen zu einem selbstverständlichen Informations- und Kommunikationsmedium geworden. Das reale Leben verlagert sich in manchen Bereichen (zum Beispiel Online-Shopping) in die virtuelle Welt. Und so wie es „offline“ eine Business-Etiquette gibt, gibt es auch eine Knigge fürs Internet: die Netiquette.

Stichwort

Netiquette ist ein Kunstwort, zusammengesetzt aus den Worten Net (Internet) und Etiquette. Darunter ist das (gute) Benehmen in der virtuellen Kommunikation zu verstehen. Obwohl die Netiquette von vielen Netzteilnehmern als sinnvoll erachtet wird, haben diese ungeschriebenen Regeln meistens keinerlei rechtliche Relevanz. Die Knigge für das Internet ist je nach Kommunikationssystem und deren Teilnehmern unterschiedlich ausgeprägt. Es liegt in der Hand des jeweiligen Betreibers, die Art und den Umfang der Netiquette vorzugeben, deren Einhaltung zu kontrollieren und Verstöße durch Ausschluss von Teilnehmern negativ zu sanktionieren.

Viele Menschen surfen nicht nur zum privaten Vergnügen, sondern müssen es aus beruflichen Gründen tun. Sei es, weil sie über Twitter verkünden, was es im Unternehmen Neues gibt, in Blogs ihre persönlichen Erfahrungen erzählen oder sich in Foren einbringen, um ihr Expertenwissen zu beweisen. Diese Art der Präsentation im Internet wird meistens genutzt, um Marketingziele zu erreichen, beispielsweise den Bekanntheitsgrad steigern oder Produktneuheiten und Angebote vorstellen.

Des Weiteren setzen Personaler das Internet als Informationsquelle ein, um sich über Bewerber ein Bild zu machen. Laut einer Studie des Dimap-Instituts suchen 28 Prozent aller Unternehmen im Internet gezielt nach den Hobbys, allgemeinen Meinungsäußerungen, Interessen und privaten Vorlieben sowie nach Fotos der Bewerber, und dies meist noch vor einem Vorstellungsgespräch. In sozialen Netzwerken wie Xing und Facebook werden sie dann auch oft fündig.

Deshalb ist es für alle – Unternehmen, Mitarbeiter, Jobsuchende und Selbstständige – sehr wichtig, dass sie sich im Netz nur von ihrer besten Seite zeigen, ansonsten ist der gute Ruf gefährdet.

Wer sich im Internet bewegt, sollte sich immer im Klaren darüber sein, dass zwar der Computer nur ein Gerät ist, andere Internetnutzer aber auch Menschen aus Fleisch und Blut sind. Dementsprechend sollten Sie bei der Kommunikation mit anderen immer höflich und freundlich bleiben. Die Regeln der Netiquette helfen dabei, sich sicher und angemessen im Internet zu bewegen.

Es gibt verschiedene Themenbereiche der Netiquette. Diese sind:

  • Zielgruppe: Hier stellt sich die Frage, an wen sich der Text richtet, zum Beispiel in Foren oder in einem Chat. Tonfall und Inhalt sollten dem Zielpublikum gegenüber angemessen sein. Wird nur eine Person angesprochen oder eine Gruppe? Wie gut kennt man sich bereits?
  • Technik: Die Einhaltung von Standards zur Übermittlung von Nachrichten ist wichtig, um sie möglichst vielen Lesern in der ursprünglichen Form darzubieten. Dazu gehört zum Beispiel die korrekte Deklaration des Zeichensatzes.
  • Verständlichkeit: Damit die Nachrichten verständlich sind, sollten sie gewisse Regeln einhalten. Dazu gehören korrekter Satzbau und Rechtschreibung, Groß- und Kleinschreibung, richtiges Zitieren und das Weglassen überflüssiger Informationen. Zu viele Farben und andauerndes GROSSSCHREIBEN sind nicht stilvoll.
  • Sicherheit: Es besteht immer die Gefahr, dass Personen unerlaubterweise Zugriff auf Informationen erhalten, die eigentlich nicht für sie bestimmt sind. Deshalb sollten Verfasser im Internet möglichst verschweigen, was nicht für Dritte bestimmt ist.
  • Rechtliches: Es existieren mehrere Gesetze zum Recht an selbst verfassten Texten, die zu berücksichtigen sind. Zum Beispiel das Urheberrecht.

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