Präsentation Alternativen zur Punktaufzählung in Powerpoint

Teil 2: Vor dem Vortrag unbedingt klären

Wer sein Publikum erreichen will, muss im Vorfeld klären, wer das Publikum ist:

  • Wer hört zu?
  • Und warum hören diese Menschen zu?
  • Welche Erwartungen hat das Publikum? Eventuell gibt es ganz unterschiedliche Erwartungen in der Zuhörerschaft.
  • Wieso wurde gerade ich als Vortragender ausgewählt? Welche Erwartungen verbinden die Zuhörer mit der Person des Vortragenden?
  • Was ist der grundlegende Sinn der Präsentation? Worauf kommt es besonders an?
  • Was möchte ich als Vortragender beim Publikum bewirken? Soll zu etwas zugestimmt werden? Soll mich das Publikum als Experten anerkennen? Will ich alle auf den gleichen Informationsstand bringen? Sollen Fragen geklärt werden?
  • Welche Medien und Techniken sind am besten geeignet, diese Wirkungen zu erzielen?

Vor jeder Ausarbeitung einer Präsentation sollte als zentrale Frage stehen: Was ist die wichtigste Aussage? Wenn sich ein Zuhörer nur an ein einziges Detail erinnern könnte, welches sollte das sein? Die Antwort auf diese Frage sollte so formuliert sein, dass sie das Publikum verstehen kann.

Außerdem sollten die Rahmenbedingungen geklärt werden.

  • Wo findet der Vortrag statt?
  • Hat der Raum spezielle Vor- oder Nachteile?
  • Welche Technik steht (nicht) zur Verfügung?
  • Wann soll der Vortrag gehalten werden? Am Morgen, nach dem Mittagessen, am Abend?
  • Wie viel Zeit steht zur Verfügung?

Mit dem Powerpoint-Vortrag positiv in Erinnerung bleiben

Gerade im „konzeptionellen Zeitalter“ spiele die Fähigkeit, gut präsentieren zu können, eine große Rolle; Sie sei im Beruf eine Schlüsselkompetenz, sagt Garr Reynolds, der zu den weltweit angesehensten Koryphäen in Sachen Präsentation gehört. Am erfolgreichsten sind die Menschen, deren Ideen oder Themen beim Publikum haften bleiben. Jeder erinnert sich an einen Vortrag, der ihn so begeistert hat, dass er sich auch lange Zeit an die wichtige Botschaft – oder noch besser: an den Vortragenden selbst – erinnert.

Dazu muss die Geschichte stimmen. Hilfreich sind Schlichtheit und Greifbarkeit. Der Vortragende sollte sich auf die wichtigen Aspekte konzentrieren und konkrete statt abstrakte Bilder (oder Vergleiche) verwenden. Wer seine Inhalte in eine Geschichte verpackt, spricht sein Publikum eindrucksvoller an. Genauso wichtig: Emotionen ansprechen, mit passenden Fotos trockene Zahlen und Fakten lebendig machen.

Besonders wirkungsvoll ist, wenn der Vortragende glaubwürdig ist. Wenn das Publikum merkt: Der weiß, wovon er spricht, der bringt eigene Erfahrungen mit, der kennt sich im Thema sehr gut aus. Doch hier zeigt sich auch eine gefährliche Falle: Experten sprechen über ihr Thema oft so, dass ihnen niemand folgen kann, der sich im Thema nicht so gut auskennt. Unverständliche oder missverständliche Fachbegriffe, die keiner kennt, durchziehen den Vortrag. Das Ergebnis: „Alle verstehen nur Bahnhof“.

(keine Bewertung)  Artikel bewerten