Präsentation Alternativen zur Punktaufzählung in Powerpoint

Teil 3: Was tun mit den Aufzählungszeichen?

Warum das Logo nicht auf jede Folie muss

Typische Präsentationen haben zwei hervorstechende Merkmale: Das Logo des Unternehmens auf jeder Folie und viele schwarze Punkte als Aufzählungszeichen mit dem jeweiligen Text dahinter. Wer diese beiden Fehler vermeidet, ist schon einen wichtigen Schritt weiter.

Es reicht aus, das Logo nur auf der ersten und letzten Folie zu platzieren; dort, wo das Unternehmen und der Vortragende sich vorstellen oder verabschieden. Schließlich wiederholt der Vortragende auch nicht auf jeder Folie seinen Namen. Oder doch?

Was tun mit den Aufzählungszeichen?

Das beliebteste und oft einzige visuelle Element vieler Powerpoint-Vorträge ist das Aufzählungszeichen, meist als schwarzer Punkt. Dahinter ist dann viel Text geschrieben, der eine Wiederholung dessen ist, was der Vortragende auch sagt. Die Zuhörer müssen also gleichzeitig lesen und zuhören – und sind damit meist überfordert.

Alternative Darstellungsformen für eine Information - Dazu kommt das gesprochene Wort

Deshalb: Aufzählungszeichen so sparsam wie möglich, mit Bedacht oder am besten gar nicht einsetzen. Besser ist:

  • strukturierende Elemente wie einfache (!) Boxen, Tabellen oder Prozessdiagramme nutzen und aus dem Text eine Grafik machen, die Zusammenhänge aufzeigt;
  • sich auf eine Kernbotschaft pro Folie beschränken und sie durch ein Zahlendiagramm, ein Foto oder eine Zeichnung unterstreichen; wichtig ist, dass Botschaft und Bild gleichzeitig dargestellt werden.

Leichter tun sich die Vortragenden, die häufiger Flipcharts statt Powerpoint nutzen. Dieses Medium zwingt zur Beschränkung auf eine Kernbotschaft und zur Visualisierung von Zusammenhängen. So lässt sich die neue Form der Präsentation üben.

Manche Mitarbeiter berichten, dass sie dann mit ihren Vorgesetzten ein Problem bekommen. Denn diese messen den Fleiß und das Arbeitspensum ihrer Untergebenen daran, wie viele Aufzählungspunkte und Text sie in einem Vortrag unterkriegen. Grafische Aufbereitungen, Bilder oder Fotos gelten als Zeitverschwendung.

Die größte Zeitverschwendung dürfte aber sein, wenn zahlreiche Mitarbeiter und Führungskräfte in einem Raum sitzen und sich einen Vortrag anhören, an den sie sich schon fünf Minuten später nicht mehr erinnern können. Doch auch hier ist eine Verallgemeinerung gefährlich. Denn immer noch gilt: Maßgeblich sind das Publikum und die Zielgruppe. Der Köder muss dem Fisch schmecken.

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