Präsentationstechnik Präsentationen humorvoll gestalten und Zuhörer für sich gewinnen

Teil 3: Am Anfang entscheidet der erste Eindruck

Schlagwort: Präsentation

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Deshalb ist die Begrüßung besonders wichtig. Achten Sie darauf, dass Sie gleich zu Beginn positiv wirken und den Teilnehmern so wenig wie möglich Angriffsfläche bieten. Denn der Beginn entscheidet darüber, wie die Präsentation weiter verläuft. Menschen lassen sich nicht ein paar Minuten Zeit, um sich ein Urteil über Sie zu bilden, sie nehmen sich dafür in ihrem Unterbewusstsein nur wenige Sekunden. Aus diesem Grund sollten Sie die ersten Sekunden mit höchster Aufmerksamkeit planen.

Schon zu Beginn der Präsentation sollten Sie Humor zeigen.

Eine formelle Begrüßung, wie „Sehr geehrte Damen und Herren“ oder „Verehrte Anwesende“ ist zwar korrekt, aber leider nicht sehr lebendig. Die Präsentation beginnt mit einer Ernsthaftigkeit, die Sie nur schwer wieder in ein anderes, humorvolles Licht rücken können. Damit die Situation nicht von Anfang an trocken ist, kann bereits bei der Eröffnung das Thema der Präsentation aufgegriffen werden. Bei einer Produktpräsentation zum Beispiel: „Liebe Wissbegierige des Produktes XY“.

Nach der Begrüßung folgt der Einstieg in das Thema. Mit einem guten Aufhänger können Sie ein Bild erzeugen, das Interesse weckt. Das weiß auch der Humorexperte Dr. von Hirschhausen:

„Vor dem inhaltlichen Einstieg eine kleine Begrüßung, ein Auftauen, ein Scherz auch auf eigene Kosten ist Gold wert. Je spezifischer dieser Einstieg zu Ihnen, dem Publikum und der Situation passt, desto besser. Zur Vorbereitung kurz überlegen: Was verbindet die Menschen hier, was haben sie gemeinsam erlebt, welche Themen beschäftigen sie. Eine nette Bemerkung über die Stadt, die Taxifahrt, die Kaffeepause, den bisherigen Höhepunkt des Kongresses etc. zahlt sich aus.“

Überlegen Sie sich etwas Besonderes:

  • eine Metapher,
  • eine Geschichte,
  • eine persönliche Anekdote,
  • ein Beispiel,
  • eine Provokation oder
  • einen Witz.

Mit einem Witz in das Thema einzusteigen, birgt allerdings ein Risiko. Denn: Wenn der Witz nicht zur Zielgruppe passt, wird der Einstieg zum Flop. Einen passenden Witz zu finden, ist sehr schwierig, deshalb verzichten Sie besser darauf. Der Witz muss auch thematisch passen und eine Brücke zum Thema darstellen. Besteht keine Verbindung, ist das reine Zeitverschwendung, was kontraproduktiv wirken kann.

Humorvoll zu präsentieren heißt nicht, den Clown zu spielen

Humor ist hingegen unbedingt erlaubt, auch bei ernsten Themen. Es ist ein Irrglaube, dass sich Humor und Seriosität gegenseitig ausschließen würden. Die Befürchtung, Glaubwürdigkeit und fachliche Kompetenz zu verlieren ist unbegründet. Als Redner oder Präsentator sollten Sie jedoch authentisch sein. Sich zu verstellen, einen Comedian im Fernsehen nachzuahmen oder den Clown zu spielen ist nicht das Ziel. Es geht darum, Ihren persönlichen Sinn für Humor darzustellen und auf das Publikum zu übertragen. Es muss nicht gleich schallendes Gelächter sein - ein Schmunzeln reicht zunächst aus.

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