Der Erfolg einer Präsentation hängt in vielen Fällen von der Vorbereitung ab. Im Vorfeld sollten Sie einige Überlegungen anstellen:
- Was ist das Ziel?
- Was sollten die Teilnehmer danach wissen oder besser machen können?
- Mit welchen Hilfsmitteln kann ich dies erreichen?
- Wie viel Zeit habe ich und wie sieht der Raum aus, in dem ich präsentiere?
- Und sehr wichtig: Welche Zielgruppe will ich erreichen?
Die Abstimmung auf die Zielgruppe ist insofern wichtig, da jede Zielgruppe ihre eigene Art von Humor hat. Der Humorfaktor kann vom Bildungsniveau, dem sozialen Status, dem Ort und der Berufsgruppe geprägt sein. Ganz gezielte Fragestellungen helfen bei der Auswahl des richtigen Humors, mit dem die Präsentation aufgefrischt werden kann:
- Worüber lacht die Zielgruppe?
- Welcher Humor ist in der entsprechenden Branche passend / unpassend?
- Welche Beispiele, Metaphern und Analogien gibt es, die das Thema der Präsentation auf humorvolle Art transportieren?
- An welcher Stelle kann ich humorvolle Bemerkungen einfließen lassen?
- Wie kann ich humorvoll auf Einwände oder Widerstände reagieren?
- Wie können der eigene Auftritt und das Erscheinungsbild durch Humor positiv beeinflusst werden?
Wer sich bei der Vorbereitung zu sehr auf den Inhalt der Präsentation konzentriert, macht einen Fehler. Denn: Die Wirkung eines Menschen auf andere kommt nicht nur davon was er sagt, sondern auch von dem Klang seiner Stimme und von seiner äußeren Erscheinung. Manche Sozialpsychologen meinen sogar, das diese emotionalen Elemente die rationalen bei weitem übersteigen. Die Schlussfolgerung lautet somit: Mit einem netten Lächeln können Sie für die Wirkung der Präsentation mehr erreichen als mit weiteren Charts und Excel-Tabellen. Dr. von Hirschhausen rät:
„Sie wollen das Kostbarste von Ihrem Publikum: Aufmerksamkeit! Stellen Sie sich Ihren Vortrag wie einen kleinen Flirt vor, ein platonisch-erotisches Aufeinandertreffen. Am besten, Sie suchen sich einzelne Augenpaare, die halbwegs wach und freundlich zurückschauen. Damit der Funke überspringt, tun Sie genau das, was Sie auch bei einem einzelnen Menschen tun würden, um einen sympathischen Eindruck zu machen: anschauen und lächeln. Und dann erst den Mund aufmachen.“
Zur Vorbereitung ist es wichtig, einen Ablaufplan zu entwerfen, beispielsweise mithilfe eines Drehbuches. In diesem Drehbuch beschreiben Sie den Einstieg, Hauptteil und den Abschluss. Darin sind die witzigen Teile enthalten, die nichts mit dem eigentlichen Inhalt der Präsentation zu tun haben.
Um alles gekonnt rüber zu bringen, sollten Sie Ihre Präsentation vorher proben. Suchen Sie sich jemanden aus der Kollegschaft oder im Bekanntenkreis, dem Sie die Show präsentieren. So fallen Hemmungen und bei der Live-Demonstration vor den Zuhörern besitzen Sie schon eine gewisse Routine.
- Teil 1: Präsentationstechnik: Präsentationen humorvoll gestalten und Zuhörer für sich gewinnen
- Teil 2: Eine gute Vorbereitung lässt die Erfolgschancen steigen
- Teil 3: Am Anfang entscheidet der erste Eindruck
- Teil 4: Im Hauptteil gibt es viele Möglichkeiten, Humor zu zeigen
- Teil 5: Der Abschluss wird interaktiv