Das Modell des Fragetrichters ist ein möglicher Einstieg in die Informationsrecherche. In dieser Phase werden zunächst alle möglichen, für das Konzept relevanten Daten und Informationen gesammelt. Dabei hilft ein Brainstorming: Es werden so viele Begriffe wie möglich gesammelt, die für das Konzept relevant sein könnten. Damit kann dann im Internet, in Datenbanken oder im Unternehmen selbst gesucht werden.
Leider vertrauen viele Menschen ihrer eigenen Kreativität viel zuwenig. Sie bilden sich ein, sie seien zu wenig kreativ und kennen gar nicht die Alltagssituationen, in denen ihnen etwas Gutes einfällt: bei Sport, bei einem Spaziergang, beim Duschen oder in langweiligen Meetings, wenn sie tagträumen. Der größte Fehler, den sie begehen: Sie trennen nicht das Sammeln der kreativen Ideen von der Bewertung. Ihre „Das-geht-sowieso-nicht-Schere“ schneidet kreative Prozesse radikal ab.
Neben der kreativen Ideensammlung können Informationen auch systematisch gesucht und erhoben werden. Hilfreich ist dabei, wenn der Konzeptentwickler klärt, welche Informationstypen wichtig sind. Beispiele dafür sind:
- Zahlen, Daten, Fakten,
- Gesetze, Regeln, Normen,
- Menschen, Gruppen (und ihre Anforderungen, Wünsche, Meinungen),
- Prozessbeschreibungen,
- Produkte und Technologien.
Einige Informationen können innerhalb des Unternehmens vorliegen, andere müssen über externe Quellen beschafft werden. Aufwändig wird es, wenn die Informationen erst erhoben werden müssen. Das erfolgt durch schriftliche Befragungen, Interviews oder Messungen. Der Konzeptentwickler sollte dabei alle Daten und Informationen bewerten bezüglich Relevanz, Verlässlichkeit oder Aufwand zur Erhebung.
Werkzeuge zur Strukturierung
Besonders hilfreich bei der Konzeptentwicklung sind Modelle, Methoden oder Werkzeuge zur Strukturierung. Sie helfen, die Fülle der Informationen zu gliedern und in einen Zusammenhang zu stellen. So können beispielsweise Ursache-Wirkungsbeziehungen, logische Abläufe oder alternative Lösungen sichtbar werden.
In manchen Fachgebieten können bestehende Modelle genutzt werden. Marketing-Konzepte sind meistens nach den vier P’s gegliedert: Product, Price, Promotion, Placement. Im Qualitätsmanagement kann man sich an der DIN EN ISO 9001 oder am EFQM-Modell orientieren.
Das Mindmapping ist eine besonders nützliche Technik, um bei anderen Konzepten eine erste Struktur zu schaffen. Sie schafft einfach und schnell Kategorien zu Begriffen und durch die Form der Darstellung einen schnellen Überblick – auch über komplexe Sachverhalte.
Andere Methoden zur Strukturierung sind:
- Morphologischer Kasten, um alternative Lösungen herauszuarbeiten und aufzuzeigen;
- Fischgräten-Diagramm, um Ursache-Wirkungsbeziehungen sichtbar zu machen;
- Portfolios, um Sachverhalte einordnen und vergleichen zu können.
Hinweis
Erläuterungen zu diesen Werkzeugen und weitere hilfreiche Instrumente finden Sie im Management-Handbuch:
Entscheidungen vorbereiten
Konzepte schaffen die Transparenz, die für fundierte und nachvollziehbare Entscheidungen notwendig ist. Außerdem werden bei der Konzeptentwicklung alternative Lösungen herausgearbeitet, über die Auftraggeber oder Zielgruppe dann entscheiden können. Grundlage dafür sind Bewertungen, und wer bewertet, braucht Ziele und Kriterien, die das Maß der Güte einer Lösung abbilden.
Deshalb sollten Konzepte zur Entscheidungsvorbereitung neben den alternativen Lösungen auch immer die relevanten Bewertungskriterien beinhalten. Diese müssen vor dem Hintergrund der Zielsetzung herausgearbeitet und möglichst klar beschrieben werden. Dann können unterschiedliche Werkzeuge helfen, eine fundierte Entscheidung zu treffen. Beispiele für solche Werkzeuge sind:
- Kostenvergleichsrechnung: Lösungen werden bezüglich der Kosten, die sie verursachen, beurteilt;
- Entscheidungsbaum: Chancen und Risiken von Lösungen werden sichtbar gemacht und bezüglich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet;
- Nutzwertanalyse: Bewertungskriterien werden entwickelt, gewichtet und auf Alternativen angewendet bis ein definierter Nutzwert die beste Lösung sichtbar macht;
- Argumentenbilanz; Argumente für und wider eine Lösung werden gesammelt und erläutert.
- Teil 1: Schlüsselqualifikation: Vom leeren Blatt zum überzeugenden Konzept
- Teil 2: Die Auftragsklärung ist die halbe Miete
- Teil 3: Informationen recherchieren und strukturieren
- Teil 4: Konzepte dokumentieren und präsentieren
- Büroorganisation
- Entscheidungsfindung
- Fachkompetenz
- Flexibilität
- Gesprächsführung
- Kommunikationskompetenz
- Kreativität
- Moderation
- Multiprojektmanagement
- Organisationsentwicklung
- Problemlösetechnik
- Projektcontrolling
- Projektkommunikation
- Projektleitung
- Projektplanung
- Präsentation
- Selbstmanagement
- Teamarbeit
- Wissensmanagement
- Zusammenarbeit