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Souverän im Dialog Andere für Ideen begeistern und Mitstreiter gewinnen

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15.02.2011 – Mit diesen Tipps gelingt es leich­ter, an­dere Menschen in einen Dialog einzubinden und sie mit wert­voller Kommunikation zu begeistern.

Die Lehre von Rhetorik, Körpersprache und Outfit macht uns seit vielen Jahren klar: Wir wirken immer, es kommt nur darauf an, wie. Deshalb lernen wir zu reden, mit der Wahl unserer Worte und der Art, wie wir diese vortragen andere Menschen zu be­geistern. Wir basteln an Präsentationen so lange, bis diese bis ins kleinste Detail ausgefeilt sind, und setzen damit unsere Prioritäten falsch: Auf der einen Seite perfektionistisch, vergessen wir auf der anderen Seite die Basis, legen viel zu wenig Augenmerk auf das Fundament, die Interaktion. Anstelle eines Dialogs findet nur ein Monolog statt. Doch Kommunikation ist mehr! Ob Vor­trag, Moderation oder einfaches Gespräch – ein Dialog ist es erst dann, wenn Interessen und Werte erkannt und Vi­sionen geteilt werden.

Wirkungsvoll kommunizieren

Wer im Dialog mit anderen ehrliches Interesse zeigt, erlebt, dass sich andere auch für ihn interessieren. Wir alle kennen aber auch Mitmenschen, die nur vordergründig mit anderen spre­chen, dabei jedoch immer nur sich selbst und ihre Interessen in den Mittelpunkt stellen. Ein souveräner Dialog entwickelt sich am besten ohne Druck und Zwang, nie aber ohne Konzept und Plan. Kein Redner, und sei er noch so geübt, würde wohl gänz­lich ohne Vorbereitung und Manuskript auf die Bühne ge­hen. Keine Führungskraft geht ohne Plan in die Mitarbeiter­runde, kein Lehrer ohne vorherige Überlegung ins Klassenzim­mer, kein Ver­käufer ohne Ziel zum Kunden und kein Pfarrer ohne Predigt auf die Kanzel. Eine gelungene Mischung aus Technik und Haltung macht den Meister im Dialog aus:

Technik: Monotonie ist out! Oder kennen Sie etwas Langweili­geres als Redner, die in immer gleicher Stimmlage unendlich viele Punkte herunterspulen? Menschen lassen sich nicht gerne berieseln, zumindest nicht im Business. Dort gilt es, Ideen mög­lichst spannend zu „verpacken“ und wie ein Geschenk zu prä­sentieren. „Spannung, Spiel und Schokolade …“ – wer es im Di­alog schafft, Erlebnisse zu bieten und „Zuhörer“ zu Beteiligten oder sogar zu Betroffenen zu machen, beherrscht die Materie.

Haltung: Mut wird belohnt! Gelingt es einem Redner, sein Publi­kum mit einzubeziehen, ist der Schritt vom Monolog zum Dialog gelungen. Und dies kann auch bei einem Auditorium von meh­reren Hundert Zuhörern funktionieren. Aufgaben stellen, Feed­back fordern, Erfahrungsberichte einholen – wer zunächst Blick­kontakt herstellt, kann im kleinen wie im großen Kreis Menschen auch direkt ansprechen und ganz gezielt Fragen stellen. Apro­pos Fragen: Diese sind auch von der Seite Ihrer Zuhörer immer eine Chance. Ohne Ihre Präsentation oder Ih­ren Vortrag zer­pflücken zu lassen, können Sie an Ort und Stelle Unklarheiten beseitigen, Missverständnisse klären und Ihre Bot­schaft un­terstreichen.

Technik: Abwechslung in Stimme, Tonlage, Gestik und Mimik hat noch nie geschadet. Vor allem Pausen lassen sich wirkungsvoll einsetzen, um das Ganze lebendig zu gestalten. Diese geben dem Publikum die Chance, dem Geschehen zu folgen, aber auch dem Redner die Möglichkeit, selbst nachzudenken. Das Empfinden ist hier auf beiden Seiten übrigens meist ein völlig anderes: Für den Redner fühlen sich bei einem „Hänger“ we­nige Sekunden an wie endlos lange Minuten, und der Zuhörer merkt oft nicht einmal, dass die Pause nicht gewollt war und freut sich, weil er einen wichtigen Gedanken noch zu Ende no­tieren kann.

Haltung: Originalität ist gefragt und Authentizität wohl das Beste, was ein Redner haben kann. Bei aller technischen Raffi­nesse, wichtigem Üben und intensiver Vorbereitung, wer nur andere (und meist sehr gute) Redner kopiert, wird keinen sou­veränen Dialog zustanden bringen. Seien Sie ganz Sie selbst! Dann müs­sen Sie sich auch nicht auf irgendeine Rolle konzent­rieren, son­dern können wahrnehmen, was um Sie herum passiert und fle­xibel auf die Reaktionen im Publikum eingehen.

Technik: Werden Sie nicht zum „Sklaven“ Ihrer Powerpoint-Prä­sentation. Bei allen Vorteilen, die dieses Programm bietet, sollte es immer nur eine Plattform in Ihrem Methoden-Mix (Flipchart u. a.) sein. Grundsätzlich wirkt der Mensch und nicht die Maschine! Gerade Anfänger halten sich oft regelrecht an einer Präsenta­tion fest und verlieren dabei jede Flexibilität. Verlassen Sie Ihre Komfortzone, und sei es für den Anfang nur, indem Sie im Ein­stieg variieren und zum Beispiel immer einen anderen zeitgemäßen Be­zug (tagesaktuelle Nachrichten, Ort des Geschehens, Publikum u. a.) herstellen.

Haltung: Der innere Dialog wirkt sich ganz entscheidend auf den äußeren Dialog aus. Mit der Einstellung „Freude auf statt Angst vor“ passt der grundsätzliche Tenor. Bringen Sie sich vor dem Auftritt in Stimmung – aber bitte nicht, wie Hape Kerkeling, der sich vor seinem ersten Fernsehauftritt mit ein paar Gläschen Sekt Mut einflößte. Lächeln Sie sich lieber in einem Spiegel aufmun­ternd zu oder bewegen Sie sich ausgiebig, um durch körperli­che Betätigung den geistigen Stresslevel zu senken.

Technik: Egal was Sie sagen, wichtig ist, was Ihr Publikum ver­steht. Sprechen Sie also die „Sprache“ Ihres Gegenübers. Oft sind wir so in unseren Gedankengängen verfangen, dass wir es nicht schaffen, die Brücke zu unseren Zuhörern zu schlagen. Häufig sind wir selbst in unseren Gedankengängen nicht klar, sodass wir diese auch nicht strukturiert weitergeben können. Wie ist das Wissensniveau der Zuhörer? Wo setzen wir an und welche Punkte sind am wichtigsten. Zum Schluss ist es außerdem ent­scheidend, wann auch immer irgendwie möglich, konkret in die Aktion zu gehen: Was soll nach dem Vortrag passieren? Was sollen die Zuhörer mit nach Hause nehmen? Legen Sie konkrete Schritte fest und richten Sie einen Appell an das Auditorium. Ein souveräner Dialog ist immer ein authentischer und aktiver Dia­log!

Fazit

Unser Dialog transportiert ent­weder Unsi­cherheit oder Sicherheit. Mit einer aktiven Sprache übernehmen wir Verantwortung für das eigene Denken und Handeln und be­weisen in jedem Ge­spräch, bei je­der Präsentation, bei jedem Vortrag die im Busi­ness geforderte Professionalität und Souveränität.


Über den Autor

Theo Bergauer
Theo Bergauer

Der Souveränitäts-Experte Theo Bergauer ist seit 20 Jahren als Trainer und Coach für persönliche Entwicklung und unternehmerische Prozesse aktiv. Namhafte Stars aus dem Sport sowie große deutsche und international tätige Unternehmen setzen auf seine persönliche Dynamik, sein breit gefächertes Erfahrungspotenzial und die Schulungskraft des Bau- und Wirtschaftsingenieurs.

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