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Ältere ArbeitnehmerUnternehmen bieten Generation 50Plus kaum altersgerechte Möglichkeiten

Die älteren Arbeitnehmer in deutschen Unternehmen sind unzufrieden. Sie werden in den Bereichen Gesundheit, Mitarbeiterführung und Karriereentwicklung von den Arbeitgebern vernachlässigt.
erschienen: 30.11.2009

Viele Maßnahmen, die sich speziell an ältere Mitarbeiter richten, kommen bei der Zielgruppe offenbar nicht an. Nur ein Drittel der Älteren ist mit den Trainings- und Weiterbildungsangeboten in ihrem Unternehmen zufrieden. Das zeigt eine aktuelle Studie des Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleisters Accenture.

Die Mehrzahl der Befragten bemängelt, dass ihre Bedürfnisse in Bereichen wie Gesundheit, Mitarbeiterführung und Karriereentwicklung zu wenig berücksichtigt werden (63 Prozent). 60 Prozent gaben zudem an, dass die Entlohnungsmodelle ihrer Arbeitgeber angepasst werden sollten. Kritik gibt es auch an den Vorgesetzten: Zwei Drittel der Befragten (65 Prozent) fühlt sich nicht motiviert, über das normale Rentenalter hinaus zu arbeiten. Lediglich im Bereich Arbeitszeitgestaltung gelingt es den deutschen Unternehmen, die Ansprüche von immerhin jedem zweiten älteren Beschäftigten zufriedenzustellen (55 Prozent). Fred Marchlewski, Geschäftsführer im Bereich Talent und Organization Performance bei Accenture, sagt:

"Die Unternehmen konzentrierten sich bisher meist darauf, das Ausscheiden älterer Mitarbeiter aus dem Berufsleben vorzubereiten. Angesichts des Fachkräftemangels und steigender Lebensarbeitszeiten müssen sie künftig verstärkt Programme entwickeln, die speziell Ältere fördern und motivieren."

Zumindest einige Unternehmen haben jedoch bereits die Herausforderung des demografischen Wandels erkannt und Schritte eingeleitet, um das Potenzial der Älteren weiter zu nutzen und zu entwickeln. Laut der Studie hat rund ein Viertel der Unternehmen (24 Prozent) altersgerechte Programme zur Gesundheitsförderung eingeführt und immerhin 22 Prozent bieten flexible Arbeitszeitmodelle. In anderen Bereichen bleibt allerdings noch viel zu tun: Nur zehn Prozent der Unternehmen haben altersgerechte Entlohnungsmodelle, neun Prozent berücksichtigen die Bedürfnisse der Älteren in der Mitarbeiterführung, und lediglich sieben Prozent verfügen über angepasste Programme zur Karriereplanung. Marchlewski:

"Die Aussicht, entweder in Frührente zu gehen oder ohne Perspektive bis zur Pensionierung weiterzuarbeiten, frustriert viele ältere Mitarbeiter. Die Unternehmen müssen deshalb viel stärker als bisher eine Kultur der Wertschätzung von Erfahrung und Kompetenz schaffen, verbunden mit Konzepten, die besser auf die Bedürfnisse der Generation 50Plus abgestimmt sind."

Zur Studie

Für die Studie "Das Urteil der 50Plus" befragte das Marktforschungsinstitut Dialego im Auftrag von Accenture deutschlandweit 500 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Alter von 50 bis 65 Jahren aus mittelständischen und großen Unternehmen.

[po; Quelle: Accenture; Bild: Hanik - Fotolia.com]

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