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Azubi-RekrutierungUnternehmen im Kampf um qualifizierte Auszubildende

Nicht nur Hochschulabsolventen werden in Zukunft rar sein, sondern auch qualifizierte Azubis. Unternehmen sollten die Anforderungen der Berufsanfänger erfüllen, um sie zu gewinnen. Eine Studie verrät, welche Anforderungen das sind.
erschienen: 28.01.2010
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Nadja Kölbl hat für ihre Diplomarbeit in einer Studie 525 Schüler zu ihren Anforderungen an einen Arbeitgeber befragt. Die Ergebnisse präsentiert sie auf www.azubister.net. Die zehn wichtigsten Faktoren für die Schüler sind demnach:

  1. Akzeptanz und Wertschätzung;
  2. Sicherheit;
  3. Arbeitsklima eines Unternehmens;
  4. Geregeltes Arbeitsleben;
  5. Berufseinstieg und die Entwicklungschancen;
  6. Identifikation mit dem Unternehmen;
  7. Entlohnung;
  8. Reputation eines Unternehmens;
  9. Standort;
  10. Kreativität und Modernität.

Zwischen den befragten Schulabschlüssen Haupt-, Realschule und Gymnasium ergeben sich lediglich kleine Unterschiede in der Beurteilung der Wichtigkeit der einzelnen Faktoren.

Internet ist wichtigstes Informationsmedium für Schüler

Laut der Studie ist das Internet das wichtigste Medium, um sich über die potenziellen Arbeitgeber und die Ausbildung zu informieren. Freunde und Familie spielen auch eine wichtige Rolle, wenn es um die Informationen zur Berufswahl geht. Ebenso das BIZ (Berufsinformationszentrum) sehen die Schüler als gute Informationsquelle an. Weniger interessant sind Printmedien wie Zeitungen und Zeitschriften.

Da fast jeder Schüler (95,2 Prozent) das Internet zur Informationsbeschaffung heranzieht, ist es eine besonders geeignete Möglichkeit, sich als Unternehmen dort entsprechend zu präsentieren. Auch das Web 2.0 bietet neue Wege für die Rekrutierung. Noch nicht jeder Arbeitgeber nutzt Web 2.0-Instrumente wie Blogs oder soziale Netzwerke zur gezielten Ansprache von Auszubildenden. Deshalb können sich diejenigen Unternehmen von anderen abheben, die es nutzen.

Besonders interessant bei der Ausbildungsplatzsuche finden die befragten Schüler

  • Foren, in denen sich interessierte Jugendliche mit Azubis eines Unternehmens austauschen können,
  • Podcasts über ein Unternehmen sowie
  • Chats mit Unternehmensvertretern.

In sozialen Netzwerken können sich Unternehmen auf eine ganz neue Art darstellen und in direkten Kontakt zu den potenziellen Azubis treten. Das Austauschen von Meinungen und Informationen im Netz ermöglicht es Unternehmen auf einfache Art, mit den Jugendlichen in Kontakt zu treten.

Die Karrierewebsite zur Rekrutierung nutzen

Karriereseiten auf der Unternehmens-Website sind für die Rekrutierung von Auszubildenden unerlässlich. Auf diesen Seiten sollten Unternehmen alle Vorteile auflisten, die Schüler haben, wenn sie dort einen Ausbildungsplatz bekommen. Das könnten Aspekte sein wie

  • eine sichere Übernahme nach der Ausbildung beziehungsweise Übernahmezahlen der letzten Jahre,
  • positive Aussagen der Mitarbeiter oder ehemaligen Azubis über das Arbeitsklima,
  • Weiterbildungsmöglichkeiten und
  • Aufstiegschancen.

Die genannten Vorteile sollten authentisch sein und wirklich im Unternehmen gelebt werden, denn enttäuschte Auszubildende kommunizieren ihren Frust und schaden dem Ruf als beliebter Arbeitgeber.

Hinweis

Mehr Informationen zu Ausbildungsmarketing finden Sie hier:

Ausbildungsmarketing im Web 2.0

[po; Quelle: azubister.net; Bild: Digitalpress - Fotolia.com]

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