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BeratungsleistungKnow-how deutscher Unternehmensberater wird im Ausland geschätzt

Jedes vierte Consultingunternehmen erzielt mit grenzüberschreitenden Beratungsprojekten deutliche Umsatzzuwächse.
erschienen: 19.10.2009
Schlagwörter: Unternehmensführung

Rund 670 Führungskräfte aus Unternehmensberatungen in Rheinland-Pfalz und dem Saarland hat der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater BDU e.V. befragt, in welchem Umfang und mit welchen Themen sie im grenznahen Ausland Beratungsprojekte durchgeführt haben. Danach erwirtschaftete immerhin jede zehnte Unternehmensberatung im Durchschnitt der letzten drei Jahre grenzübergreifend mehr als 20 Prozent des Umsatzes. Bei weiteren elf Prozent der Berater entfallen bis zu 20 Prozent des Gesamtumsatzes auf diese Projekte.

Offensichtlich können grenznahe Auslandsprojekte deutscher Consultingunternehmen durchaus eine Erfolg versprechende Strategie sein, um den Klientenstamm zu erweitern und den Umsatz zu erhöhen. BDU-Präsident Antonio Schnieder:

„Ausbildung und Know-how deutscher Unternehmensberater werden im Ausland sehr geschätzt und dies zunehmend."

Der höchste Anteil der Mandate wurde mit 45 Prozent mit Firmen in Ost- und Nordostfrankreich vereinbart. Es folgen Luxemburg mit 26 Prozent sowie das südliche Belgien mit 20 Prozent und die südliche Niederlande mit neun Prozent. Die Beratungsthemen verteilen sich wie folgt:

  • Organisationsberatung (34 Prozent),
  • Human Resources Management (28 Prozent),
  • Strategieberatung (33 Prozent) und
  • IT-Beratung (fünf Prozent).

Kaum Beschränkungen durch ausländische Gesetze und Behörde

Anlass für die BDU-Befragung war weiterhin, zu erfahren, ob bei den Beratungen Beschränkungen durch ausländische Gesetze und Behörden bekannt geworden sind. Denn mit der Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie Ende 2009 müssen grenzüberschreitende Dienstleister den heimischen weitgehend gleichgestellt werden. 94 Prozent der Berater konnten allerdings keine Beschränkung feststellen. Was allerdings kritisiert wurde, ist, dass französische Behörden bei geförderten Beratungen in Unternehmergesprächen nationale Anbieter offensiv empfehlen.

Obwohl die meisten Berater keine Beschränkungen wahrgenommen haben, verbinden sie mit der EU-Dienstleistungsrichtlinie doch eine Verbesserung ihrer Markteintrittschancen: 58 Prozent gehen davon aus, dass die Beratungstätigkeit in Zukunft leichter wird.

[po; Quelle: BDU; Bild: Fotolia.com]

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