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BewerbungenSo wird Ihre Bewerbung nicht gleich aussortiert

Bewerbungen, die in den ersten paar Minuten nicht überzeugen, legen Personaler sofort auf den Stapel "Absagen". Deshalb sollten Bewerber auch auf Kleinigkeiten achten.
erschienen: 04.10.2010
Schlagwörter: Bewerbung

Die Messlatte für Bewerbungsunterlagen liegt hoch: Die Mehrheit der deutschen (67 Prozent), Schweizer (59 Prozent) und österreichischen (50 Prozent) Personalverantwortlichen entscheidet in fünf bis zehn Minuten, ob es sich lohnt, eine Bewerbung noch einmal gründlich zu lesen oder ob der Kandidat sofort eine Absage bekommt. Das sind die Ergebnisse der von Robert Half entwickelten Studie "Workplace Survey". Dies bedeutet für die Bewerber, dass sie nicht nur sehr sorgfältig beim Verfassen der Unterlagen sein müssen, sondern auch ihre Stärken überzeugend darstellen sollten.

Keine Chance für Tippfehler

Auch die Anzahl der Rechtschreibfehler, die Führungskräfte zum Anlass nehmen, eine Bewerbung auszusortieren, unterstreicht die Bedeutung makelloser Dokumente: In Deutschland bedeuten bereits 1,8 Tippfehler das endgültige Aus für einen Kandidaten, während Österreich mit 2,5 und die Schweiz mit 2,8 falsch geschriebenen Wörtern etwas großzügiger sind. Alle drei Länder liegen jedoch deutlich unter dem internationalen Durchschnitt, Deutschland ist sogar weltweit Spitzenreiter in puncto orthografischer Präzision.

Teamwork ist Trumpf

Nehmen Führungskräfte eine Bewerbung ein zweites Mal in die Hand, können Kandidaten neben fachlichen Fähigkeiten vor allem mit Teamfähigkeit überzeugen. Nahezu die Hälfte aller Finanz- und Personalmanager achtet darauf, keine Solisten einzustellen. Dementsprechend wichtig sind auch die kommunikativen Kompetenzen der potenziellen neuen Mitarbeiter. Etwa jeder fünfte deutsche und österreichische und jeder zehnte schweizer Personalverantwortliche legt auf diese Schlüsselqualifikation besonderen Wert.

In Deutschland und Österreich rangiert auf dem dritten Platz der gewünschten Eigenschaften eine möglichst große Stressresistenz der Bewerber, während in der multilingualen Schweiz Fremdsprachenkenntnisse ein großes Plus bedeuten.

"In fünf bis zehn Minuten die Spreu vom Weizen zu trennen, ist eine schwierige Aufgabe - doch bei der Fülle an Bewerbungen haben Verantwortliche oft keine andere Möglichkeit",

konstatiert Sven Hennige, Managing Director Central Europe von Robert Half International. Für Bewerber bedeute dies, dass sie bereits in den ersten Zeilen ihres Anschreibens und des Lebenslaufs punkten müssen. Aus diesem Grund sollten alle Alleinstellungsmerkmale, die einen besonders für die ausgeschriebene Stelle qualifizieren, gleich auf den Punkt gebracht werden, so Henninge. Dies gelte selbstverständlich auch für Online-Profile, da immer mehr Unternehmen diese nutzten, um sich einen besseren Eindruck zu verschaffen. Zudem müsse aus den Bewerbungsunterlagen hervorgehen, warum sich der Kandidat gerade in diesem Unternehmen bewirbt - "Massenbewerbungen" seien meist auf den ersten Blick zu erkennen und würden mit hoher Wahrscheinlichkeit aussortiert.

Über die Studie

Die von Robert Half entwickelte Studie "Workplace Survey" untersucht Karrieretrends und Entwicklungen in 13 Ländern. Die Befragung wurde von einem internationalen, unabhängigen Meinungsforschungsinstitut bei 2.819 Personal- und Finanzmanagern durchgeführt.

Quelle: Robert Half International