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BeziehungsmanagementWie Sie mit schlechten Nachrichten richtig umgehen

Die Situation ist Ihnen sicher nicht unbekannt: Entweder Sie müssen Ihrem Gegenüber eine schlechte Nachricht übermitteln oder aber unerfreuliche Meldungen entgegen nehmen. Wie gehen Sie damit um?
erschienen: 08.10.2009
  1. Raus mit der Sprache: Sagen Sie es gleich und vertagen Sie es nicht! Wenn Sie unerfreuliche Nachrichten zu übermitteln haben oder aber Fragen stellen möchten, die auf eine unangenehme Sache hinweisen, dann sagen Sie es sofort. Denn das Verdrängen bringt Ihnen keine Vorteile. Wenn Sie aber das Problem frühzeitig erkennen und es auch rechtzeitig zur Sprache kommt, haben Sie noch Zeit, Maßnahmen zu ergreifen, die das Problem zu lösen vermögen.

  1. Notieren Sie sich alle Aspekte, Vorgänge und Abläufe vergangener Überraschungen – solch ein „Playbook“ kann Sie auf zukünftige Geschehnisse hinweisen. Zwar sind Sie nicht gänzlich davor geschützt und die Gefahr lässt sich auch nicht vermeiden, aber Sie können sich mental darauf vorbereiten. Daraus können Sie Schlüsse ziehen, wie Sie sich dem unerfreulichem Thema stellen können und wie die nächsten Schritte auszusehen haben.

  1. Seien Sie ein Vorbild! Sprechen Sie über Ihren eigenen Stress und Ihre Sorgen, wie Sie damit umgehen und diese bewältigen. Weisen Sie darauf hin, wie wichtig Mitwisser, Kollegen und Mentoren sind – so kann Ihr Gegenüber von Ihren Handlungen lernen! Grenzen Sie Mitarbeiter nicht aus, die Ihnen schlechte Nachrichten übermitteln. Nur wenn sich dies häuft, sollten Sie überprüfen, woran das liegt. Manche neigen dazu, Dinge zu dramatisieren und sich so in den Vordergrund zu stellen. Setzen Sie klare Grenzen.

  1. Hoffnung ist keine Strategie! Wenn Sie Hoffnungen hegen, die nicht realistisch sind, ist es um so schmerzhafter, wenn sie nicht eintreffen. Prognosen und Zukunftsaussichten müssen auf der Realität basieren. Schöpfen Sie lieber Hoffnung aus Ihren Mitarbeitern und Klienten, die sie betreuen. Denn sie sind es, die aus Ihren Hoffnungen Realität schaffen können. Auch wenn Sie sich ganz Ihrer Aufgabe widmen, die wirtschaftliche Realität wahrnehmen und schlechte Nachrichten zunächst als ein Faktum nehmen, bleiben Sie nüchtern und offen, um Auswege und Lösungen zu erkennen. Wenn das regelmäßig gelingt, ist dies eine zuverlässige Quelle berechtigter Hoffnungen.

Quelle

Der Beitrag von: Ed Gilligan: The Right Way to Manage Surprises

Hinweis

Eine Arbeitsvorlage zum Thema finden Sie hier: Mitarbeitern schlechte Nachrichten überbringen

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