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Blade-FormfaktorDer Mittelstand profitiert von Blade-Infrastrukturen

Immer mehr Mittelständler setzen sowohl im Server- als auch im Storage-Bereich auf IT-Infrastrukturen mit dem Blade-Formfaktor. Nicht ohne Grund, denn Blades benötigen nicht nur wenig Platz, sie haben auch viele andere Vorteile.
erschienen: 25.11.2009

Angesichts der Tatsache, dass Betrieb und Administration laut IDC durchschnittlich rund 65 Prozent der IT-Budgets verschlingen und die Energiekosten weiter rapide ansteigen, steckt hier ein beachtliches Einsparpotenzial. Zudem profitieren kleine Unternehmen von Blade-basierten Lösungen, die speziell auf ihre Anforderungen zugeschnitten sind:

Einfache Installation

Blade-Server und Blade-Storage-Einheiten sind sehr kompakte Geräte mit jeweils eigener Hauptplatine, Arbeitsspeicher und Prozessoren. Sie werden in die vorgesehenen Steckplätze eines Gehäuses („Blade-Enclosure“) geschoben und dort automatisch über spezielle Konnektoren mit der sogenannten Backplane verbunden. Diese enthält alle notwendigen Steckverbindungen für Datenübertragung und Stromversorgung. Diese Bauweise sorgt für eine hohe Serverdichte und für eine sehr einfache Installation. Administratoren können bei wachsenden Anforderungen zusätzliche Blades einfach in die freien Steckplätze des Gehäuses einschieben.

Einfache Verwaltung

So sinken die Kosten für die Verwaltung erheblich. Analysten der Giga Group schätzen beispielsweise, dass beim Servermanagement herkömmlicher Art allein für die Verkabelung 25 Prozent der Arbeitszeit benötigt werden. Auch Kabelausfälle, die bei herkömmlichen Servern eine häufige Fehlerursache sind, werden so vermieden. Mit der BladeSystem Virtual-Connect-Technologie beispielsweise müssen Administratoren außerdem Verbindungen zum Netzwerk (LAN) und Speichernetz (SAN) nur einmal einrichten und können die virtuellen Verbindungen einfach per Mausklick ändern.

Verringerte Energiekosten

Da jeweils mehrere Blades auf gemeinsame Systeme für die Energieversorgung zugreifen, sind wesentlich weniger Netzteile notwendig. Dies sorgt nicht nur aufgrund der geringeren Anzahl von Komponenten für niedrigere Kosten, sondern durch die höhere Energieeffizienz auch für einen bis zu 40 Prozent reduzierten Stromverbrauch und damit weniger Abwärme im Vergleich zu herkömmlichen Servern. Zudem lassen sich die Speicher-, Netzwerk- und Stromversorgungskomponenten einer Blade-basierten Infrastruktur in einem einzigen Pool verwalten und auch virtualisieren.

Reduzierter Platzbedarf

Während zunächst nur Server im Formfaktor „Blade“ angeboten wurden, bietet HP beispielsweise auch Speichersysteme („Storage-Blades“) und Blade Workstations („Blade-PCs”). Damit sind komplett integrierte Infrastrukturen im Blade-Formfaktor möglich. Für Unternehmen bedeutet dies, dass sie ihre komplette Infrastruktur mit Blade-Technologie auf kleinstem Raum realisieren können und somit eine echte Alternative zu klassischen Lösungen haben. So sehen Experten den sogenannten „Break-even“ – also die Anzahl der Server, ab der Blades rentabel sind – bei circa vier Servern in Infrastrukturen ohne externe Speicherlösungen. In Kombination zum Beispiel mit einem Network Attached Storage (NAS) oder einem Storage Area Network (SAN) ist diese Schwelle sogar noch geringer.

Dieser Artikel wurde von der nextbusiness-IT Redaktion erstellt. „nextbusiness-IT – Exzellenz im Mittelstand“ ist eine bundesweite Leitthemenkampagne für den Mittelstand, die unter anderem die „Bibliothek des modernen IT-Wissens“ für den Mittelstand herausgibt. Diese Bibliothek können Sie hier kostenlos anfordern.

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