Business IntelligenceErfolgskritische Aspekte von BI-Strategien

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Viele Unternehmen setzen auf Business Intelligence (BI). Trotzdem weisen entsprechende Strategien häufig Defizite auf.
erschienen: 04.11.2015
Schlagwörter: Controlling

Folgende erfolgskritische Faktoren finden beim Aufsetzen einer Business-Intelligence-Strategie oft keine ausreichende Berücksichtigung:

BI wird nicht als unternehmensweite Strategie gesehen

Der Anspruch einer umfassenden Steuerung des Unternehmens verlangt für BI-Strategien eine unternehmensweite Ausrichtung. Allerdings wird oft noch nicht genug an einem Strang gezogen. So besteht beispielsweise keine durchgängige Einsicht in die Notwendigkeiten von Business Intelligence oder bestimmte Organisationsbereiche möchten sich nicht von Excel als Werkzeug lösen. Doch nur wenn BI als unternehmensweite Strategie verstanden wird, ist es möglich, alle relevanten Unternehmensdaten in Planungsszenarien und Prognosen einzubeziehen.

Mangelnde Einbindung der Chefetage

Um Business Intelligence als unternehmensweite Strategie umzusetzen, ist ein Top-down-Ansatz erforderlich. Wenn es jedoch an den notwendigen Strukturen für die Planung und Steuerung fehlt, bleibt dies eine unverbindliche Absichtserklärung. Es empfiehlt sich daher, einen zentralen BI-Manager zu etablieren, der mit einem entsprechenden Mandat des Top-Managements ausgestattet wird und die unternehmensweite BI-Strategie federführend entwickelt und steuert.

Zu einseitiger Fokus auf die Technik

Auch wenn der technischen Dimension bei Business Intelligence eine wesentliche Bedeutung zukommt, bleibt es trotzdem ein Vorhaben, das auf der Geschäftsleitungsebene angesiedelt sein muss. Es ist wichtig, BI-Projekte konsequent aus den geschäftlichen Bedürfnissen abzuleiten.

Zu viele technologische Inseln

In vielen Unternehmen sind unterschiedliche Tools für Business Intelligence im Einsatz. Solche technisch heterogenen Informationsinseln behindern wegen ihrer fehlenden Integration nicht nur die weiteren Strategien, sondern führen auch gleichzeitig dazu, ein breiteres Spektrum an technologischen Kompetenzen vorhalten zu müssen. Die Vereinheitlichung der BI-Tools durch ein Standardisierungsprogramm sollte daher zur Pflicht für Unternehmen werden.

Beschränkung auf die Analyse

Häufig werden BI-Lösungen vor allem zur optimierten Steuerung des operativen Betriebs eingesetzt. Doch darin erschöpft sich ihr Potenzial längst nicht mehr. Unternehmen kommen nämlich immer seltener ohne eine mittelfristige und konsistente Planung ihrer Geschäftsaktivitäten aus. Es reicht somit nicht aus, wenn BI-Strategien differenzierte Analysen betriebswirtschaftlicher Sachverhalte abbilden. Sie müssen zusätzlich ein Instrument für eine gesicherte Geschäftsplanung sein, wobei die Tools auch für die Entwicklung von Zukunftsszenarien genutzt werden.

Vernachlässigung eines aussagekräftigen Reportings

Die Reports weisen häufig deutliche Defizite auf, weil sie beispielsweise zu komplex angelegt und nicht zielgruppengerecht ausgerichtet sind oder Kennzahlen mit unklarerer Bedeutung enthalten. Stattdessen sind sie oftmals inhaltlich recht formal konzipiert. Damit unterlaufen sie das Ziel, den Entscheidungsträgern und weiteren Adressaten ein wirksames und akzeptiertes Instrument in ihrem Aufgabenbereich zur Verfügung zu stellen. Insofern sollte dem Report-Thema nicht nur eine sekundäre Bedeutung beigemessen werden.

Quelle: denkfabrik groupcom GmbH

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David Wolf ist Redakteur bei business-wissen.de. Er betreut die externen Autoren, verantwortet die Themenplanung, erstellt den wöchentlichen Newsletter und managt den Auftritt von business-wissen.de in den sozialen Medien.

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