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Ende der KurzarbeitProjekte scheitern wegen Entlassungswelle

Wenn die Kurzarbeit endet, werden viele Entlassungen anstehen. Auch qualifiziertes Personal wird dann abgebaut. Doch wer sichert in diesem Fall das Gelingen der Projekte ab?
erschienen: 01.02.2010

Der Anteil erfolgreicher IT-Projekte geht durch die Krise bereits zurück, ermittelte die Standish Group Mitte 2009 in einer Befragung unter 400 Unternehmen. So werden aktuell nur 32 Prozent der Vorhaben planmäßig, zum ursprünglichen Budget und mit den festgelegten Anforderungen beendet. Die Experten für Projektmanagement-Offices (PMO) von Assure Consulting rechnen daher in Deutschland mit einer größeren Nachfrage nach professionellen externen Fachspezialisten und Projektmanagern.

Seit 1994 hat sich die Erfolgsquote durchgeführter Projekte bis auf einen leichten Durchhänger zwischen 2000 und 2002 stetig verbessert. 2009 kam es zu einem Rückgang planmäßig durchgeführter IT-Projekte, so der "Chaos Summary Report 2009" der Standish Group. Die Studie konstatiert ebenfalls, dass rund ein Viertel der Projekte vorzeitig erfolglos abgebrochen wird oder die Ergebnisse nach Fertigstellung nie genutzt werden.

"Ein wesentlicher Grund für scheiternde Projekte liegt im Einsatz von Projekt-unerfahrenen Mitarbeitern. Mit dem voraussichtlichen Auslaufen der Kurzarbeit sowie des in vielen Unternehmen festgelegten Einstellungs-Stopps verschärft sich diese Situation noch",

sagt Nicolaus von Gersdorff, Geschäftsführer von Assure Consulting.

"Unternehmen erlitten in der Krise große Umsatzeinbußen, wollen jetzt auf Nummer sicher gehen und setzen auf Projekt-erfahrene Dienstleister, die Erfolg garantieren können - gerade bei komplexen Großprojekten. Wir merken daher schon jetzt, dass sich die hohe Nachfrage nach externer Projektmanagement-Unterstützung des Jahres 2009 in diesem Jahr fortsetzt."

[po; Quelle: Assure Consulting; Bild: ceesHorizon Arts - Fotolia.com]

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