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ErfolgsrezeptTipps für mehr Souveränität im Business

Hier lesen Sie 17 Tipps, wie Sie Ihre Souveränität steigern können und dadurch erfolgreicher werden.
erschienen: 22.12.2010
Schlagwörter: Selbstmanagement

In einem Vogelschwarm bestimmt der erste Vogel die Richtung, der letzte Vogel muss kämpfen, damit er den Anschluss nicht verliert. Sou­veräne Persönlichkeiten schaffen es immer wieder, kreativ vor­auszublicken und Ideen gemeinsam mit ande­ren zu realisieren. Leben ist Leidenschaft für ein zukünftiges Ziel. Mit folgenden 17 Tipps gelingt es, in allen Bereichen souveräner zu agieren. Im Business ergeben sich dadurch vollkommen neue und erfolgreiche Perspektiven; im Privatleben ist Souverä­nität der Schlüssel zum Glück.

1. Schaffen Sie eine gute Atmosphäre

Haben Sie schon einmal versucht, im größten Stress kreativ zu sein? Trotz ständigem Telefonklingeln und einer Bürotür, die sich nicht so schnell schließen kann, wie der Nächste sie wieder öff­net, einen klaren Gedanken zu fassen? Das gelingt nur den we­nigsten Menschen. Die Quelle speist bekanntlicherweise den Fluss. Ohne Atmosphäre als Basis für den geistigen Flow ist es schwierig, die richtigen Entscheidungen zu treffen und den Blick nach vorne zu rich­ten, um die Richtung zu bestimmen. Die Reise zur eigenen Sou­veränität kann nur dann starten, wenn Sie sich auch einmal Zeit für sich selbst nehmen.

2. Lernen Sie aus den Erfolgsstorys anderer

In Deutschland gibt es eine große Neidkultur. Hat der Nachbar das größere Auto, den schöneren Garten oder fährt im Jahr fünfmal in den Urlaub, schaut man nicht voller Bewunderung, son­dern eher voller Misstrauen über den Zaun. Haben Men­schen außergewöhnlichen Erfolg, wird oftmals eher ein betrü­gerisches Vorgehen unterstellt, als Fleiß, Mut oder einfach auch eine Por­tion Glück. Dabei wäre es doch so einfach: Ein mora­lisch ein­wandfreies und ethisches Vorgehen vorausgesetzt, gibt es doch nichts Leichteres, als aus den Erfolgsstorys anderer zu lernen. Also analysieren, hinterfragen und übertragen Sie! Zahl­reiche Berichte, wie andere etwas erreicht haben, bieten die Möglichkeit, daraus zu lernen.

3. Setzen Sie Ihre positive Vorstellungskraft ein

Aufschreiben ist wichtig und Planung nur erfolgreich umsetzbar, wenn die Ziele auch schriftlich festgehalten sind. Doch das al­leine genügt nicht, auch wenn das Unterbewusstsein arbeitet, wenn wir es gedanklich durch das Aufschreiben schon in eine bestimmte Richtung gelenkt haben. An Zielen müssen wir ganz konkret arbeiten, große Visionen in kleinere Etappenziele auf­teilen und uns immer wieder ins Gedächtnis rufen: Was genau habe ich mir vorgenommen? Wo stehe ich gerade auf meinem Weg? Wie muss ich mich ausrichten, um möglichst effektiv und effizient mein Ziel zu erreichen?

4. Lernen Sie loszulassen

Wir Menschen neigen dazu, an Vertrautem und Gewohntem festzuhalten. Da wissen wir, dass es funktioniert, da sind wir si­cher, was wir bekommen. Doch diese Sicherheit besteht nur vermeintlich, weil sich bereits die Rahmenbedingungen in un­serer modernen Welt so schnell verändern, dass uns gar nichts anderes übrig bleibt, als immer mal wieder loszulassen. Nichts, was der Zeit widersteht, ist dauerhaft, sondern was sich kluger­weise mit ihr ändert! Der Mut zum Loslassen, um voranzukom­men, ist unerlässlich. Neue Wege zu beschreiten fängt schon damit an, nicht immer alles selbst machen zu wol­len beziehungsweise das Gefühl zu haben, dass nur dann Aufgaben auch entsprechend gut erfüllt werden. Die eigene Delegationsbereitschaft bringt Ihnen Freiraum und för­dert Ihre Partner.

5. Pflegen Sie Ihre K.o.s

Kennen Sie Ihre K.o.s? Nein, damit sind nicht Konkurrenten ge­meint oder gar die Komplizen. K.o.s sind im Zusammenhang mit dem Ausbau Ihrer Souveränität die drei entscheidenden Schritte, um erst einmal Partner zu finden (Kooperation), die Sie unterstützen, diese aber auch zu pflegen durch eine entspre­chende Koordination sowie Kommunikation.

Kooperationen finden

In Kontakt treten, Beziehungen aufbauen, Partnerschaften pflegen, Synergien nutzen, dies alles lässt sich mit dem Begriff „Networking“ zusammenfassen. Der Umgang mit anderen Men­schen ist heute wichtiger denn je. Persönliche Kontakte zählen immer noch sehr viel und entscheiden manchmal über Erfolg oder Misserfolg eines Projektes.

Koordinieren will gelernt sein

Wer sich Zeit nimmt, Menschen erst einmal kennenzulernen, wird schnell feststellen, dass es überall sinnvolle Verbindungen gibt. Souveräne Menschen halten immer die Augen offen und schauen in ihrem Umfeld, wer ähnliche In­teressen hat oder wo die Möglichkeit besteht, zukünftig ge­meinsam mehr zu errei­chen.

Kommunikation schafft Vertrauen

Sei es mündlich bei einem persönlichen Treffen oder per Email über sogenannte Networking-Plattfor­men im Internet – durch eine Kommunikation lernt man sich besser kennen und den an­deren einzuschätzen. Eine wertvolle Kommunikation setzt Ehr­lichkeit voraus. Dann haben Be­ziehungen die Chance, zu wachsen. Souveräne Menschen kommunizieren ohne Druck und Zwang. Sie kommu­nizieren offen und mit Begeisterung.

6. Stärken Sie Ihre Stärken

Auf dem Weg zu einer souveränen Persönlichkeit befinden wir uns tagtäglich in einem Spannungsfeld zwischen unseren Ta­len­ten, Stärken und Kernkompetenzen. Welcher Stärken bin ich mir bereits bewusst? Welche Talente liegen brach? Wo bin ich wirk­lich kompetent? Und wie ist das alles verknüpft? Entwickeln wir automatisch Stärken bei Dingen, die wir gerne machen? Er­fahrungsgemäß werden wir dann dort auch immer besser, ha­ben wiederum mehr Spaß ... ein positiver Kreis­lauf kommt in Gang.

7. Vereinbaren Sie ein starkes Commitment

Als souveräne Menschen haben wir eine Verantwortung – un­serem Körper, unserem Geist, unserer Familie, unserer Stadt, der Welt gegenüber. Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, müssen wir bereit sein, dafür auch eine Verpflichtung = starkes Commitment einzugehen. Nehmen Sie aber ruhig auch Ihre be­teiligten Partner mit in die Pflicht. Verpflichtung eingehen be­deutet, zu erkennen, was Ihnen wichtig ist. Dies ist wie eine hohe Verbindlichkeit, die zu begleichen ist. Welchen Werten gegen­über fühlen Sie sich verpflichtet, welche leben Sie? Was ist Ih­nen wertvoll?

8. Seien Sie kristallklar und präzise

Je klarer Ihre Gedanken sind, umso besser können Sie diese Ih­ren Gesprächspartnern vermitteln. Ein präziser Gedanke führt zu einer klaren Sprache und einem strukturierten Handeln. Eigent­lich wollte ich pünktlich zu un­serem Termin kommen…, (wollte er nun oder wollte er nicht?), Ich sollte mal wieder meine Mama besuchen… (wird sie es nun tun oder nicht?), Unter Umständen (welche) würde ich versu­chen (wird er es tun oder nicht?), Wahrscheinlich (ja oder nein?) Gelegentlich ein bisschen mehr zu arbeiten… Unsere Sprache transportiert entweder Unsicher­heit oder Sicherheit! Mit einer aktiven Sprache übernehmen Sie Verantwortung für Ihr Han­deln und beweisen Souveränität.

9. Fokussieren und polarisieren Sie Ihre Aktivitäten

„Nachdem wir die Anstrengung verdoppelt hatten, verloren wir unser Ziel aus den Augen“ - wie oft ist es Ihnen auch schon so ergangen? Oder Sie verzetteln sich, wollen zu viel auf einmal. Um diesem entgegenzuwirken, bündeln Sie Ihre Kräfte. Kon­zentrieren Sie sich, wie mit einem Brennglas, auf das Wesentli­che. Fragen Sie sich: Wohin will ich/wollen wir? Ihre Vision ist ihr persönliches Navigationssystem, das Sie führt und leitet, das die Gesamtstrecke in Etappen einteilt, Sie vor Staus warnt und viel­leicht sogar geschickt herumführt, das Aus­weichrouten angibt und Sie letztendlich sicher ans Ziel führt. Auf dem Weg sollten Sie sich immer wieder fragen: Bringt mich das, was ich gerade ma­che, dem Erreichen meiner Vision näher? Bei einem Ja arbei­ten Sie gezielt weiter daran. Ist die Antwort Nein, korrigieren oder beenden Sie diese Aktion oder Aktivität.

10. Nutzen Sie Ihren Lebensplan als Logbuch

Viele arbeiten und arbeiten, sind damit sehr beschäftigt und denken so, die Zeit sinnvoll zu nutzen. Meine Empfehlung: Hören Sie auf zu arbeiten. Erreichen Sie Ihre Ziele! Noch besser: Opti­mieren Sie Ihre Prozesse! Ihr Lebensplan, festgehalten im Log­buch, dient dabei als Erfolgskontrolle! Nun liegt es an Ihnen, Ih­ren eigenen Weg zu finden und zu gehen. Suchen Sie sich Ritu­ale, die Ihnen dabei helfen, kontinuierlich an der Verwirklichung Ihrer Ziele zu arbeiten. Rituale sind etwas Wichtiges und geben uns die notwendige Ruhe und Sicherheit, um große Taten zu vollbringen. Kommunizieren Sie Ihre Ziele immer wieder: Sich selbst gegenüber weihen Sie aber auch andere Menschen (Familie, Freunde) ein. Umso leichter werden Sie Ihren Lebens­plan verwirklichen können.

11. Investieren Sie Zeit in Ihre leidenschaftlichen Projekte

Sie haben keine leidenschaftlichen Projekte? Vielleicht liegt es ja daran, dass Sie zu sehr in Ihren alltäglichen Dingen verstrickt sind. Kennen Sie die AHIGs? Das sind Menschen, die irgend­wann in Ihrem Leben einmal sagen: Ach hätte ich es doch ge­tan! Und dann gibt es noch die GDIGHs, die irgendwann ein­mal auf ein souveränes Leben, auf leidenschaftliche Aufgaben zurückblicken und sagen: Gut, dass ich es getan habe! Bei aller Verantwortung Ihrer Familie und Ihrem Beruf gegenüber, der sie natürlich nachkommen sollen, ist es ein Zeichen der persönli­chen Souveränität, manchmal auch die eigenen Interessen in den Vordergrund zu schieben. Sich durchzusetzen gegenüber den eigenen Bedenken und auch denen des Umfelds. Leiden­schaftliche Projekte halten Sie lebendig und lassen Ihre Souve­ränität wachsen.

12. Ent-/Beschleunigen Sie durch Agieren Ihre Prozesse

Viele Menschen haben das Gefühl, fremden Mächten ausge­setzt zu sein. Ständig bestimmt ein anderer, was man zu tun und zu lassen hat. Als souveräne Persönlichkeit haben Sie immer die Wahl, müssen sich allerdings auch der Konsequenzen bewusst sein. Statt zu jammern, zu resignieren, den Kopf in den Sand zu stecken, sollten Sie agieren, bewusst und möglich rasch. Kom­men Sie ins Handeln, bevor äußere Umstände und andere Men­schen sie dazu zwingen. Manchmal im Leben müssen wir etwas beschleunigen, ge­nauso oft wäre es aber auch ratsam, etwas zu entschleunigen – auch wenn wir damit, zugegebenermaßen, in unserer moder­nen Zeit weniger vertraut sind. Die Beschleuni­gung ist unser Ta­gesgeschäft. Viel souveräner wäre es natürlich, selbst rechtzeitig einmal zu entschleunigen, sich bewusst Zeit für etwas zu nehmen und bestimmten Dingen auch Zeit zu lassen. Diese Reifezeit kommt nicht nur Käse oder Wein zugute – auch unsere souveräne Persönlichkeit braucht sie, um natürlich und langfristig erfolgreich wachsen zu können.

13. Sie sind keine Sozialstation

Kennen Sie auch Menschen, die für alle immer da sind, wenn jemand sie braucht. Egal, welche Probleme ein anderer hat oder wer gerade in welchen Schwierigkeiten steckt – da heißt es: Geh doch einfach zu dem- oder derjenigen! Souveränität bedeutet hier, wie in vielen anderen Bereichen auch, eine na­türliche Balance zu finden, intuitiv wachsam zu sein, um zu mer­ken, wenn jemand wirklich Unterstützung braucht, sich auf der anderen Seite aber nicht ausnutzen zu lassen und grundsätzlich die Aufmerksamkeit nicht zu übertreiben. Souverän helfen be­deutet in diesem Zu­sammenhang, keine Abhängigkeiten zu schaffen, sondern dem anderen dabei helfen, seine Probleme (zukünftig) selbst lösen zu können.

14. Zeigen Sie Durchhaltevermögen

Kennen Sie diese Durststrecken? Durchhaltevermögen ist dann gefragt, wenn sich nach kurzer Zeit die gewünschten Erfolge einstellen und es später nicht mehr so dynamisch nach oben geht. Viele werfen schon zu Beginn der Anstrengungen die „Flinte ins Korn“ und geben auf. Dabei heißt es gerade jetzt, dranbleiben, Kontinuität beweisen, sich bewusst zu sein: Der nächste Entwicklungsschwung nach oben kommt bestimmt. Souveräne Menschen zeigen eiserne Disziplin und gestärktes Selbstvertrauen. Sie halten durch, in der Gewissheit, dass Ihre nächsten Erfolge kommen.

15. Halten Sie Ihre Versprechen

Versprochen ist versprochen und wird auch nicht gebrochen! Dieser Spruch aus Kindertagen hat heute noch seine Berechti­gung, auch wenn wir längst erwachsen sind. Ja, er wird sogar noch bedeutungsvoller. Erst, wenn wir tatsächlich bereit sind, Verantwortung zu über­nehmen, also Antworten zu geben, wenn wir tatsächlich einmal ein Versprechen nicht einhalten können, sind wir wirklich sou­verän. Überlegen Sie also zukünftig lieber einmal mehr, wem Sie was zusagen und stehen Sie auch dazu, wenn Sie diese Zusa­gen revidieren müssen. Verantwor­tung macht tatsächlich Spaß, wenn es in unserem Ermessen liegt, was wir tun (oder auch nicht) mit aller notwendigen Kon­sequenz.

16. Seien Sie begehrlich

Sie dürfen dem Erfolg nicht länger hinterherlaufen. Als souve­räne Persönlichkeit ziehen Sie diesen vielmehr ab sofort ma­gisch an. Vielleicht haben Sie es selbst schon einmal deutlich erlebt: Sie wollten einen Kunden, ein Geschäft, ein Treffen un­bedingt haben. Doch je mehr Sie sich darum bemüht haben, umso weiter entfernte sich das gewünschte Ziel von Ihnen. Wie in der Liebe tut es auch in anderen Bereichen gut, sich manchmal etwas rar zu machen… umso begehrlicher werden Sie für Ihren Markt, Ihre Partner, Ihre Familie und letztendlich auch für sich selbst.

17. Genießen Sie und seien Sie dankbar

Wer nicht genießen kann, wird ungenießbar! Diese Aussage, die ursprünglich von Johann Wolfgang von Goethe stammt, wird häufig zitiert, wenn es ums Kochen und Essen geht. Dabei bein­haltet das Zitat doch einiges mehr: Der Genuss bezieht sich nicht nur auf das Stillen leiblicher Wünsche, sondern auch auf die des Geistes. Wir sollten unseren Kopf und unsere Seele also genauso füttern wie unseren Bauch und bei beidem an das Genießen denken. Das Glück liegt in den kleinen, alltäglichen Dingen. Oft in Erleb­nissen und Ereignissen, die wir mit Geld nicht kaufen können. Wir müssen nur lernen, diese mehr zu erkennen und zuzulassen und vor allem ganz bewusst zu genießen. Wann wollen Sie heute Ihren nächsten schönen Augenblick erleben? Souveräne Profis wie Sie überlassen doch nichts dem Zufall, oder …

Über den Autor
Theo Bergauer

Theo Bergauer ist Experte für Souveränität und als Trainer und Coach für persönliche Entwicklung und unternehmerische Prozesse aktiv. Namhafte Persönlichkeiten aus dem Sport sowie große deutsche und international tätige Unternehmen setzen auf seine persönliche Dynamik, sein breit gefächertes Erfahrungspotenzial und die Schulungskraft des Bau- und Wirtschaftsingenieurs.

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