Archiv

Facebook PlacesWelche Vorteile der Geo-Dienst für Unternehmen hat

Facebook bietet seit kurzer Zeit den Geodienst Facebook Places an. Damit können die Nutzer ihren Freunden mitteilen, wo sie sich gerade befinden. Unternehmen profitieren davon.
erschienen: 24.08.2010
Schlagwörter: Online-Marketing

Felix Holzapfel, Dozent für Facebook Marketing bei der Social Media Akademie (SMA) und Geschäftsführer von conceptbakery in Köln, prognostiziert den Unternehmen durch den Geodienst von Facebook große Chancen. Er sagt: 

„Hier schlummert großes Potenzial und zwar nicht nur für Gastronomen oder sonstige Ladenlokale, sondern aufgrund der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten für nahezu jedes Unternehmen. Facebook Places ist der nächste Schritt, auf den sich Unternehmen schnell einstellen sollten."

Unternehmen werden automatisch Teil von Facebook

Viele Unternehmen sind bereits durch die Einführung der Community Pages bei Facebook präsent, obwohl sie selber nicht aktiv geworden sind. Durch Places wird diese Entwicklung noch einmal deutlich verschärft.

„Unternehmen müssen sich über die neuen Informationsflüsse klar werden. Denn es sind immer mehr die Nutzer, die entscheiden, ob Unternehmen in Social Media präsent sind beziehungsweise was, wann, wo und wie über diese Kanäle kommuniziert wird und nicht länger die Unternehmen“,

sagt der SMA-Dozent. Wenn ein Facebook-Nutzer bei einem kleinen Laden an der Ecke „eincheckt“ ist dieser gleichzeitig Teil des sozialen Netzwerkes.

„Unternehmen sollten diese Entwicklung zu ihrem Vorteil nutzen. Standortnachteile in der realen Welt werden durch aktive Online-Nutzung gemildert und können so sehr positive Effekte auf die Lokalitäten haben“,

so Holzapfel weiter. Promotions und Coupons wären die ersten möglichen Aktivitäten. Zu viel Werbung könne Nutzer verschrecken. Viel mehr ginge es darum, die Leute nicht mit Werbung 1.0 zu überfrachten, sondern Mehrwerte und Interaktion zu bieten. Dann könne auch ein enormer Bekanntheitsschub erreicht werden. Der SMA-Dozent geht davon aus, dass auf den Places Seiten eine Analyse der demographischen Angaben, sowie vielleicht sogar der Vorlieben und Interessen, der Nutzer abrufbar sind. Außerdem sollten Unternehmen besonderen Wert auf die Kommentare und Bewertungen der Nutzer legen, um so durch gezielte Verbesserungen den Käufern ein noch besseres Kauferlebnis zu bieten.

Kreativität ist gefragt

Nicht nur Gastronomiebetriebe können von Places profitieren. Holzapfel prognostiziert einen positiven Effekt nicht sowohl für Offline- als auch für Online-Händler. Ebenso für Veranstaltungen und Messen birgt die Entwicklung bei Geolocation ganz neue Möglichkeiten der Kommunikation.

„Der Fokus wird zunächst eher auf Bars, Restaurants und Modeketten liegen. Allerdings kann Places auch für große Marken, Events und sogar für den Onlinehandel extrem interessant sein. Nicht nur das Reale drängt in das Virtuelle, wir werden auch Entwicklungen in die entgegengesetzte Richtung beobachten können“,

prognostiziert der SMA-Dozent. Doch was können Unternehmen außer klassischen Rabatten leisten? Der Kölner ist überzeugt, dass es eine gewisse Prise Kreativität bedarf, um sich von der Masse abzuheben. Laut ihm sei Geolocation bisher noch eine grüne Wiese, die bespielt werden möchte. Es gäbe ein riesiges Potenzial, das es mit Kreativität auszuschöpfen gilt. Die Promotion-Guidelines von Facebook sollten hierbei allerdings nicht aus den Augen verloren werden.

[Quelle: Social Media Akademie; Bild: Simon Ebel - Fotolia.com]

(keine Bewertung)  Artikel bewerten