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Frust im JobMangelhafte Kommunikation frustriert Arbeitnehmer

Gründe, den Job zu wechseln, gibt es viele. Für deutsche Arbeitnehmer ist der häufigste Grund, die mangelnde Kommunikation der Führungskräfte.
erschienen: 14.09.2010

Weltweit sind sich die Beschäftigten nahezu einig: Den meisten Frust bei der Arbeit verursachen eine unzureichende Kommunikation der Führungskräfte, mangelnde Aufstiegsmöglichkeiten, eine fehlende Firmenvision und ein zu hohes Arbeitspensum.

Auch bei den deutschen Arbeitnehmern ist das so: Bei der Umfrage gaben die meisten der Teilnehmer (48 Prozent) hierzulande an, nicht bei einer Firma bleiben zu wollen, in der die Kommunikation mit dem Management mangelhaft ist. 43 Prozent der Befragten erklärten, dass fehlende Aufstiegsmöglichkeiten für sie der wichtigste Grund für den Wunsch seien, sich nach einem anderen Job umzusehen und 36 Prozent würden kündigen, wenn ihrem Unternehmen die strategische Vision fehlt. Zuviel Arbeit ist für knapp ein Drittel der deutschen Arbeitnehmer Anlass, über einen Jobwechsel nachzudenken, und 27 Prozent würden sogar wegen unfreundlicher Kollegen kündigen.

Weitere Gründe für Unzufriedenheit am Arbeitsplatz sind

  • mangelnde administrative Unterstützung,
  • inkompetente Kollegen und
  • mangelnde Flexibilität bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Auf den hinteren Plätzen rangieren rein äußere Bedingungen wie unansehnliche Räumlichkeiten, der Standort des Arbeitgebers und eine schlechte Büroinfrastruktur.

Lieber Kinderbetreuung statt kurzer Arbeitswege

Bei der Frage, was sich die Beschäftigten von ihrem Arbeitgeber wünschen, zeichnet sich weltweit ein nicht ganz so einheitliches Bild ab. Während zwar in den meisten Ländern die Gehaltserhöhung unangefochten auf Platz eins steht, wünscht sich beispielsweise die Mehrheit der mexikanischen Angestellten eine private Krankenversicherung durch das Unternehmen, chinesische Beschäftigte hingegen flexiblere Arbeitszeiten.

In Deutschland sprachen sich 44 Prozent für eine Gehaltserhöhung, ein gutes Drittel für drei zusätzliche Urlaubstage und 30 Prozent für eine Rentenerhöhung um 2,5 Prozent aus. Außerdem zeigte sich, dass keine andere Nation eine subventionierte Kinderbetreuung am Arbeitsplatz so sehr favorisiert wie die Deutschen. Ein Fünftel der Befragten gab diese Unternehmensleistung als Wunsch an, weltweit sind es nur 10 Prozent.

Am wenigsten locken kann man Angestellte hierzulande mit einem kurzen Arbeitsweg: Weniger als 10 Minuten zu Fuß zur Arbeit zu brauchen, ist nur für 16 Prozent erstrebenswert. Im globalen Durchschnitt sind es 22 Prozent. Flexiblere Arbeitszeiten standen bei 28 Prozent der Deutschen auf der Wunschliste, gefolgt von einer privaten Krankenversicherung durch die Firma (27 Prozent).

Beste Bedingungen für hoch qualifizierte Arbeitskräfte

Michael Barth, Deutschland-Geschäftsführer von Regus kommentiert: „Jetzt, wo die Wirtschaft wieder anzieht, steigt die Anzahl derer, die sich beruflich verbessern möchten. Dabei halten hoch qualifizierte Arbeitskräfte natürlich Ausschau nach Firmen, die ihnen die besten Arbeitsbedingungen bieten. Das heißt, Unternehmen müssen wissen, wo bei ihren Mitarbeitern der Schuh drückt und was sie sich wünschen – zum einen, um sie zu halten, zum anderen, um ein attraktiver Arbeitgeber für gut ausgebildete Fachkräfte zu sein und zu bleiben.“

Die fünf häufigsten Gründe, warum deutsche Arbeitnehmer über einen Jobwechsel nachdenken

Mangelnde Kommunikation und Einbindung durch die Firmenleitung

48%

Mangelnde Aufstiegsmöglichkeiten trotz guter Arbeitsleistungen

43%

Fehlende Firmenvision

36%

Überarbeitung

30%

Unfreundliche Kollegen

27%

Zur Umfrage

Regus befragte 15.000 Beschäftigte in 75 Ländern nach den größten Stressfaktoren im Job und ihren Wünschen.

[Quelle: Regus; Bild: Fotolia.com]

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