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IKT-KompetenzenMitarbeiter an moderne Arbeitsweisen heranführen

Bis vor einigen Jahren war der PC noch lange nicht für alle Mitarbeiter ein selbstverständliches Hilfsmittel. Und so stehen gerade in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) immer noch viele Mitarbeiter dem Einsatz von Rechnern zurückhaltend gegenüber.
erschienen: 20.04.2010

Kommunikation – E-Mails richtig ablegen!

Die E-Mail ist heute als Kommunikationsform nicht mehr wegzudenken. Nicht nur im Kundenkontakt ist E-Mail mittlerweile ein wichtiges Medium geworden, sondern übergreifend in einer Vielzahl von Geschäftsbereichen. Überall ist ein schnelles und effizientes Management erforderlich sowie ein an das Medium angepasster Sprachstil. Immer wieder erlebt man jedoch, dass Mitarbeiter alle ihre E-Mails ausdrucken. Elektronische Postfächer oder gar eine Ablagesystematik zeigen sich vielerorts hingegen nur als pure Fiktion.

An dieser Stelle empfiehlt es sich für den Entscheider, gemeinsam mit dem Mitarbeiter ein effektives E-Mail-Management aufzubauen. Dazu kann beispielsweise eine gemeinsame Annäherung an den E-Mail-Client, also des zugrunde liegenden E-Mail-Programms, gehören. Hierbei sollte dann insbesondere auf die Aspekte der Verwaltung von E-Mails eingegangen werden, also wie man Ordner und Filter anlegt, Nachrichten liest, sortiert und sendet, Nachrichtenanhänge herunterlädt oder nach bestimmten Informationen sucht.

Information – Internet professionell einsetzen!

Die berufsbezogene Nutzung des Internets ist dank moderner Breitbandtechnologien DIE zeitgemäße Möglichkeit, schnellen Zugang zu Informationen zu haben. Die Vielfalt der hier bereitgestellten Informationen verlangt es, im Unternehmen gerade die Suche im Internet zu professionalisieren. So sind zielführende Suchstrategien notwendig, um die Vorteile des Internets sowie die Informationsvielfalt und Schnelligkeit auch nutzen zu können. Denn zahlreiche Informationen gehen durch den Umstand verloren, dass Suchtechniken nicht geschult werden.

Präsentation – der Wolf im Schafspelz!

Vorträge und Präsentationen gehören zum Alltag. Doch ob für das Schulreferat, die Produktpräsentation oder den Geschäftsbericht der Quartalszahlen – ohne eine Visualisierung der Inhalte bleibt der gewünschte Erfolg meist aus. Mit entsprechenden Präsentationsprogrammen lässt sich bereits mit überschaubaren Handgriffen ein informativer Vortrag aufbauen – vorausgesetzt, man besitzt die entsprechenden „Skills“.

Kenntnisse über die technische Handhabung reichen jedoch nicht aus, sondern diese müssen in den Rahmen der methodischen, sozialen und fachlichen Kompetenzen integriert werden. Dabei können – je nach thematischer Ausrichtung und Zweck der Präsentation – neben der Textmenge auch Überblendungen, animierte Grafiken, Bilder oder Tabellen eine entscheidende Rolle spielen.

Dank Mitarbeiter-IKT-Task-Forces Wissen vernetzen

Mitarbeiter mit IKT-Querschnittskompetenzen, die bei entsprechender Fragestellung auf einen IKT-Partner zurückgreifen, sollten nicht zuletzt daran interessiert sein, dass nicht nach dem spontanen Zuruf- beziehungsweise „Hey Joe“ - Prinzip verfahren wird und untereinander ansonsten das jeweilig vorhandene Halbwissen ausgetauscht wird. Eine Brücke hierbei kann der sogenannte „Key User“ sein. Er ist selbst Mitarbeiter des Unternehmens und wird in IKT-Angelegenheiten vom Unternehmen nachhaltig geschult. Mit dem erworbenen Wissen ist er zwar noch keine studierte IKT-Fachkraft, kann aber von den Kollegen als „Leuchtturm“ und damit als erste Anlaufstelle bei Fragen und Anregungen rund um das Thema „IKT“ gesehen werden. Was die IKT-Kompetenz im Unternehmen betrifft, kann der „Key User“ somit das gesamte Team weiterbringen, ohne aber Schulungen der Letztgenannten gänzlich ersetzen zu können.

Umdenken ist angesagt

Von Bedeutung ist auch, dass die Umstellung auf neue Technologien von den Mitarbeitern akzeptiert werden muss, damit sich Arbeitsweisen und Denkprozesse ändern. So liefern moderne IKT Strukturierungsmöglichkeiten, die bisher nicht vorhanden waren und deren Nutzung zunächst einmal erlernt werden muss. Nur so können diese Möglichkeiten zur Unterstützung herangezogen und effizienzsteigernd genutzt werden. In diesem Zusammenhang gilt es, für eine unternehmensweit einheitliche Kultur im Umgang mit den zur Verfügung stehenden IKT-Mechanismen zu sorgen.

Das heißt, neben der Weiterbildung von IKT-Kompetenzen an sich gilt es, auch den reflexiven und kritischen Umgang mit IKT und Medien zu schulen, um sie situativ in angemessener Art und Weise nutzen zu können – gerade vor dem Hintergrund einer zunehmenden Informationsflut und somit zunehmend komplexeren Anforderungen.

[Bild: Fotolia.com]

Dieser Artikel wurde von der nextbusiness-IT Redaktion erstellt. „nextbusiness-IT – Exzellenz im Mittelstand“ ist eine bundesweite Leitthemenkampagne für den Mittelstand, die unter anderem die „Bibliothek des modernen IT-Wissens“ für den Mittelstand herausgibt. Diese Bibliothek können Sie hier kostenlos anfordern.