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InnovationskulturWas die weltweit innovativsten Unternehmen anders machen

Innovative Unternehmen wie Apple oder Nike sind risikofreudiger und verfolgen bestimmte Stratgien, um flexibel auf die Marktsituation reagieren zu können.
erschienen: 28.07.2010

Laut dem Autor der Studie "Corporate Creativity" Jens-Uwe Meyer hätten die untersuchten Unternehmen spannende neue Managementansätze, die bestehende Führungskonzepte zum Teil radikal auf den Kopf stellten:

  • Mitarbeiter, die sich ihre Aufgaben selbst suchen,
  • Unternehmen, die ihre Angestellten zum Scheitern auffordern und
  • Kreativteams, die handeln wie Guerillakämpfer.

Vor allem, so Meyer, seien diese Firmen und ihre Manager risikofreudiger. In den meisten klassisch strukturierten Unternehmen werde viel Energie auf Risikominimierung verwendet. Dadurch würden diese Unternehmen viele Chancen vergeben. Sie sähen im Risiko eine Herausforderung, kein Hindernis.

Die weltweit innovativsten Unternehmen betrachten ihre Innovationskultur als großen Wettbewerbsvorteil. So sagt beispielweise Jong-Yong Yun, der Vorstandsvorsitzende von Samsung, es sei nicht die Unternehmensstrategie, die Samsung erfolgreich mache, sondern die Kultur, die diese Strategie umsetze.

Einer der größten Denkfehler des klassischen Managements liege im Prozess- und Strukturdenken der meisten Manager, so Meyer. Er sagt weiter:

„Prozesse sind gut und wichtig, wenn es darum geht, das operative Geschäft voran zu treiben. Mit den gleichen Methoden jedoch lassen sich keine neuen Ideen entwickeln.“

Dies ist ein Problem, das in der wissenschaftlichen Forschung schon länger diskutiert wird. So schreibt US-Professorin Teresa Amabile von der Harvard Universität:

„Kreativität wird viel häufiger getötet als gefördert. Um ihre geschäftlichen Ziele zu erreichen, entwickeln sie Organisationen, die systematisch Kreativität zerstören.“

Eine Aussage, die durch zahlreiche Studien aus den USA gestützt wird: Seit Mitte der 1990er Jahren zeigen sie, dass sich Unternehmen drastisch wandeln müssen, wenn sie kreativer werden wollen. Prof. Dr. Torsten Wulf vom Lehrstuhl für strategisches Management der HHL sagt:

„Das war der Grund, warum wir 2007 das noch junge Lehrgebiet Corporate Creativity in unser MBA-Curriculum aufgenommen haben. Wir sehen enorme Herausforderungen auf Unternehmen zukommen. Künftige MBA-Absolventen werden viel unternehmerischer denken müssen als die Managergenerationen vor ihnen.“

Der größte Vorteil einer lebendigen Innovationskultur besteht in ihrer Einzigartigkeit. Jens-Uwe Meyer:

„Innovationsprozesse lassen sich von heute auf morgen kopieren, die dahinterstehende Innovationskultur nicht. Zudem sind kreative Unternehmen flexibler. Wenn neue Herausforderungen kommen, sind klassisch strukturierte und geführte Unternehmen wie Dinosaurier. Sie haben die neue Situation noch nicht einmal richtig registriert, da sind kreative Unternehmen bereits vollkommen neu ausgerichtet.“

Zur Studie

Die Studie Corporate Creativity wurde von dem Unternehmen „Die Ideeologen“ in Kooperation mit dem Lehrstuhl für strategisches Management der Handelshochschule Leipzig (HHL) erstellt. Es wurden die 26 innovativsten Unternehmen weltweit, darunter Apple, Intel, Research in Motion (Blackberry), Nike, Virgin, der indische Tata Konzern und Samsung, untersucht. Hier können Sie die Studie kostenlos herunterladen:

Studie Corporate Creativity

[Quelle: Die Ideeologen - Gesellschaft für neue Ideen mbH ; Bild: cornelius - Fotolia.com]