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JobsucheEine Bewerbung beim ehemaligen Arbeitgeber lohnt sich

Sich beim ehemaligen Arbeitgeber nochmal zu bewerben, nachdem man gekündigt hat, kommt meistens gut an. Was Sie beachten sollten, um sich den Weg zurück offen zu halten.
erschienen: 16.07.2010

Für wechselwillige Arbeitnehmer stehen die Chancen auf einen neuen Job zurzeit so gut wie schon lange nicht mehr. Dabei empfiehlt es sich, für alle Möglichkeiten offen zu sein und auch eine Rückkehr zu einem früheren Arbeitgeber nicht kategorisch auszuschließen. Denn Bedenken, sich erneut bei der alten Firma zu bewerben, sind oftmals unbegründet. So freuen sich gut drei Viertel der Manager in Deutschland und Österreich sowie gut zwei Drittel der Führungskräfte in der Schweiz, wenn sie ehemalige Kollegen wieder bei sich begrüßen dürfen.

Erfolgsmodell Gegenangebot

Etwa zwei Drittel der Fach- und Führungskräfte in Deutschland und Österreich sowie mehr als die Hälfte der Befragten in der Schweiz sind sogar der Meinung, dass ein Unternehmen Leistungsträger gar nicht erst ziehen lassen und Wechselwilligen ein Gegenangebot unterbreiten solle. Die Chancen, dass dieses angenommen wird, liegen gut. Knapp drei Viertel der Finanz- und Personalmanager würden ihre Kündigung eventuell zurückziehen, wenn ihnen ihr bisheriger Arbeitgeber bessere Konditionen bieten würde. Sven Hennige, Managing Director Central Europe von Robert Half International, erläutert:

"Ein Wechsel von einem Unternehmen in ein anderes ist immer mit einem gewissen Risiko verbunden. Von daher ist es für Arbeitnehmer, die zögern, den Schritt ins Unbekannte zu wagen, gut zu wissen, dass es häufig einen Weg zurück gibt. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass die Kündigung professionell und sachlich erfolgt und auf keiner Seite schlechte Gefühle übrig bleiben."

Drei goldene Regeln, sich den Weg zurück offen zu halten:

  1. Eine mögliche Rückkehr beginnt mit der Art und Weise der Kündigung: Wer sich im Unternehmen prinzipiell wohlgefühlt hat und lediglich den Job wechselt, um neue Erfahrungen zu sammeln oder eine neue Herausforderung anzunehmen, sollte dies bei der Kündigung deutlich machen. Dass scheidende Mitarbeiter mit einem lachenden und einem weinenden Auge gehen, ist ein Lob für den bisherigen Arbeitgeber - und wer hört nicht gern Komplimente?
  2. In Kontakt bleiben: Gerade über Social-Media-Seiten ist es ein Leichtes, mit ehemaligen Kollegen und Vorgesetzten in einem losen Austausch zu bleiben. So bekommt man mit, was sich im Unternehmen tut und erfährt frühzeitig von möglicherweise interessanten Vakanzen. Gleichzeitig weiß der ehemalige Chef um die neuen Kenntnisse und Fähigkeiten des früheren Mitarbeiters und kann sich bei einer offenen Stelle direkt an ihn wenden.
  3. Sorgfältige Vorbereitung: Steht eine mögliche Rückkehr zum früheren Arbeitgeber zur Debatte, sollten im Vorfeld mögliche Stolpersteine aus dem Weg geräumt werden. Sowohl der Mitarbeiter als auch das Unternehmen haben sich im Lauf der Zeit weiterentwickelt - gegenseitige Vorstellungen und Erwartungen sollten detailliert besprochen werden, um ein böses Erwachen zu vermeiden.

Über die Studie

Die von Robert Half entwickelte Studie "Workplace Survey" untersucht Karrieretrends und Entwicklungen in 13 Ländern: Belgien, Brasilien, Deutschland, Dubai, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Schweiz, Spanien und Tschechische Republik. Die Befragung wurde im Februar 2010 von einem internationalen, unabhängigen Meinungsforschungsinstitut bei 3.052 Personal- und Finanzmanagern durchgeführt.

[Bild: Fotolia.com]

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