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JobwechselAus dem alten Job verabschieden

Wenn Sie einen neuen Job gefunden haben, sollten Sie beim alten Arbeitgeber nicht nachtreten – auch wenn Ihr Chef ein Kotzbrocken und Ihre Kollegen Fieslinge sind.
erschienen: 06.05.2011

In vielen Branchen sind gute Fachkräfte gesucht. Für manchen ist das ein Anlass seinen Arbeitgeber zu wechseln und sich neuen Aufgaben zu stellen. Denn ein solcher Wechsel bringt frischen Wind ins eigene Leben, fördert die Motivation und verbessert die allgemeine Befindlichkeit. Manchmal wird man so auch einen nervigen Vorgesetzten oder unsympathische Kollegen los.

Was immer der Grund für den Jobwechsel war – ein guter Arbeitnehmer verlässt seinen Arbeitgeber professionell und mit Stil. E-Mails, mit denen nochmal so richtig Dampf abgelassen und dem Chef und den Kollegen die Meinung gegeigt wird, werfen immer nur ein schlechtes Licht auf den Versender. Um auch nach dem Ausscheiden einen guten Eindruck zu hinterlassen und Beziehungen weiter zu pflegen (wer weiß, wofür man sie noch einmal braucht), sollten Sie auf folgende Dinge achten:

  • Gründe für den Jobwechsel nennen: Oft wird man gefragt, warum man das Unternehmen denn verlasse. Machen Sie deutlich, dass es Ihre bewusste Entscheidung war. Begründen Sie diese Entscheidung nicht mit der Unzufriedenheit mit dem bisherigen Job (das klingt nach Jammern), sondern mit der Attraktivität des neuen. Sagen Sie, worauf Sie sich dort freuen. Wenn Sie gekündigt oder zu einem Aufhebungsvertrag genötigt wurden, verheimlichen Sie das nicht (wird sich sowieso herumsprechen). Sagen Sie, dass Sie den Wechsel bedauern, dass Sie es aber als Chance für neue und vielleicht spannendere Aufgaben begreifen.

  • In guter Erinnerung bleiben und wichtige Kontakte aufrecht erhalten: Bleiben Sie korrekt und freundlich bis zur letzten Minute (und auch danach). Danken Sie auch einem schlechten Chef und miesen Kollegen für die Zeit im Unternehmen und für die Möglichkeit, viel gelernt zu haben. Bieten Sie den netten Kollegen und den wichtigen Menschen in Ihrem bisherigen Unternehmen an, den Kontakt zu pflegen (zum Beispiel über soziale Netzwerke). Vielleicht können Sie diese später einmal beruflich oder privat gut gebrauchen.

  • Den Kollegen beim Übergang helfen: Wenn Sie das Unternehmen verlassen bedeutet dies in den meisten Fällen, dass Ihr Chef und Ihre Kollegen mehr Arbeit haben. Sie müssen für Sie einspringen, wenn Sie weg sind, die Arbeit neu verteilen, Ihren Nachfolger einarbeiten und dafür sorgen, dass möglichst viel von Ihrem Wissen und Ihren Erfahrungen im Unternehmen bleiben. Helfen Sie ihnen dabei. Erstellen Sie eine Übergabeliste „Was ihr wissen müsst, wenn ich weg bin!“ Und weisen Sie rechtzeitig die Kollegen in Ihre Arbeit und offene Projekte ein. Damit hinterlassen Sie einen professionellen Eindruck und Sie schaffen sich einige Freunde.

Wenn Sie das beherzigen, können Sie sich jederzeit bei Ihrem früheren Arbeitgeber blicken lassen und sich selbst auch in die Augen schauen. Und sollten Sie am neuen Arbeitsplatz nach kurzer Zeit feststellen, dass es doch nicht der richtige ist, dann könnte sich ein Anruf beim früheren Chef lohnen mit der Frage: „Ist meine Stelle denn schon wieder besetzt?“

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