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Karriere-Experte Dr. Horst G. Kaltenbach im Interview

Dr. Horst G. Kaltenbach ist Experte für das Thema Karriere und erklärt unter anderem, warum die Entwicklung der Talente nur durch die Führungskräfte selbst in den Fachsegmenten geschehen kann.
erschienen: 16.06.2010

Herr Dr. Kaltenbach, wenn Sie 10 Jahre zurückblicken: Welche Entwicklungen waren in Ihrem Fachbereich wichtig?

Die Entwicklung des Internet mit all seinen Karriere-Portalen, Jobbörsen, Firmen-Karriereportalen, Online-Medien, Social Networks und so weiter. Talente haben damit exzellente Möglichkeiten, sich im Talentmarkt Wirkung zu verschaffen.

Welche Themen wurden in der Vergangenheit und aktuell Ihrer Meinung nach überschätzt?

Die „Personalentwicklung“ als eigene Funktion im Unternehmen. In der Komplexität moderner Organisationen und ihrer Märkte kann die Entwicklung der Talente nur durch die Führungskräfte selbst in den Fachsegmenten geschehen. Human Resource Management dient als Koordinator und Service- oder Systemlieferant für Human Resource Development.

Welche Themen wurden/werden unterschätzt?

Die Entwicklung der Demographie und Berufsbildungen. Die kranke Alterspyramide, der Mangel an MINT-Talenten, also jungen Menschen mit einer Ausbildung in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik, sowie das Desaster mit den Bachelor Studiengängen beschädigen die Wettbewerbsstärke Deutschlands beträchtlich.

Welche Trends oder Herausforderungen sehen Sie in Ihrem Fachbereich?

Stärkung des Bewusstseins der Human Resources für die individuellen Talente und das optimale Placement derselben in der Job-Landschaft.

Welche Rolle spielt business-wissen.de für Sie als Gastautor?

Für Kaltenbach Karrieremanagement ist die Plattform ein exzellent gemachtes Medium zur Weitergabe von Wissen für die persönliche Karriere und für das Talentmanagement der Unternehmen.

Auf welches Thema von Ihnen können sich die Leser freuen?

Weiterhin das Spektrum des persönlichen, individuellen Karrieremanagements. Angefangen vom Selbstbewusstsein der „Talente“ bis hin zum „Karriere Life Cycle Management“ im Berufsleben.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Kaltenbach!

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