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KreativitätskillerInnovatives Denken verträgt keinen Zeitdruck

Hektik, Termindruck, keine Zeit - das schadet der Kreativität und verhindert, dass Mitarbeiter neue Ideen entwickeln. Keine zeitlichen Begrenzungen sind hingegen auch keine Lösung. Wie kommen Mitarbeiter aber zu innovativen Lösungen?
erschienen: 27.11.2009

Laut der Untersuchung vertragen sich zeitliche Engpässe und Kreativität nicht. Wer ständig während der Arbeit auf die Uhr blickt, ist nicht offen für alternative Ideen. Zu wenig Zeitdruck beziehungsweise keine zeitlichen Vorgaben motiviert Mitarbeiter aber auch nicht, kreativ zu sein. Bei einer Aufgabe, bei der das Ende nicht begrenzt wird, beginnen die Mitarbeiter womöglich erst gar nicht damit und entwicklen somit keine neuen Lösungswege, weil „es hat ja noch Zeit“.

Der Mittelweg bei der Zeitplanung sei laut Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin am besten geeignet, um die Mitarbeiter kreativ werden zu lassen. Das heißt, extremen Termindruck zu verhindern und zugleich Zeitgrenzen für das Erledigen von Aufgaben festzulegen. So bleiben den Mitarbeitern genug zeitliche Spielräume, damit sie auch nach ungewöhnlichen und innovativen Lösungen suchen können.

Teamarbeit fördert Kreativität

Auch Teamarbeit kann kreatives Arbeiten fördern. Wichtig dabei ist die Zusammensetzung: Ein Team aus lauter Einzelkämpfern ist nicht effektiv. Auch ein offener Umgang miteinander ist Grundvoraussetzung. Denn alle müssen sich einbringen können und dürfen sich nicht gegenseitig ausbremsen. Zudem muss jedes Teammitglied Ideen äußern können, ohne von den anderen belächelt zu werden.

Es ist jedoch klar, dass kreative Ideen dabei nicht vom Himmel fallen - Genies sind in solchen Teams also nicht gefragt. Vielmehr bedeutet es, die Mitarbeiter sollen darin investieren, neue Ideen und Ansätze zu entwickeln, die in der Praxis auch etwas taugen. Eine wichtige Eigenschaft von Teilnehmern in Kreativteams sei daher ein Stück Beharrlichkeit: Sie müssen bereit sein, ihre Ideen immer wieder zu überprüfen und anzupassen.

Setzen Sie sich nicht selbst unter Druck

Mitarbeiter sollten sich nicht selbst unnötig unter Druck setzen, um neue Ideen zu entwickeln. Das führt dann nämlich genau zum Gegenteil, weil keine Kreativität entsteht. Ideen entstehen erst ohne Druck, sowohl von außen als auch von innen beziehungsweise einem selbst. Lassen Sie Ihren Gedanken freien Lauf, aber nur wenn es dazu kommt. Druck ist keine gute Voraussetzung für Kreativität – sei es nun Zeitdruck oder Leistungsdruck.

In der Broschüre der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin „Arbeit kreativ, gesund und erfolgreich gestalten“ erfahren Sie mehr.

[po; Bild: Fotolia.com]

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