MarketingWie Sie den Pokémon Go-Hype nutzen

© Syda Productions - Fotolia.com
Unternehmen und lokale Händler können an die App „Pokémon Go“ anknüpfen und mit Marketing-Maßnahmen Reichweite generieren und den Abverkauf ankurbeln.
erschienen: 21.07.2016
Schlagwörter: Marketing, Online-Marketing
(1 Bewertung)

Seit dem 13. Juli 2016 ist die App „Pokémon Go“ in Deutschland auf dem Markt und hat bisher 10 Millionen Downloads (nur im Google Play Store) erreicht. Die App „Pokémon Go“ verbindet ein virtuelles Spiel mit der Realität, wie wir es bisher noch nicht kannten und lässt die User über eine Karte in der realen Welt nach Pokémons suchen. Die App ist wahrscheinlich DER virale Hit 2016 und bietet für Unternehmen und speziell für lokale Händler viele spannende Möglichkeiten, Werbung zu machen. Die Marketing-Maßnahmen reichen vom reinen Reichweitenaufbau bis hin zum Abverkauf.

Worum es bei Pokémon Go geht

Um die Pokémons zu fangen, benötigt man Pokébälle. Wer seinen Vorrat aufgebraucht hat, kann diesen entweder über Käufe innerhalb der App oder an einem sogenannten Pokéstop kostenfrei auffüllen. Diese Pokéstops sind in der gesamten realen Welt verteilt. Auch die Pokémons sind überall verteilt und werden erst sichtbar, wenn sie sich in der Nähe des Spielers befinden. Mit Hilfe von Lockmodulen (die ebenfalls käuflich erworben werden können) kann man diese Pokémons zusätzlich anlocken. Ziel des Spiels ist es, möglichst alle 250 verschiedenen Pokémons zu sammeln und Kämpfe in den Arenen zu gewinnen.

Mehr Absatz für lokale Händler

Pokéstop bewerben mit Aufsteller und über Social Media

Lokale Händler sind in Bezug auf diese App wahrscheinlich die wahren Gewinner. Wessen Geschäft zufällig auch ein Pokéstop ist, wird sich jetzt schon hoher Frequenz an Laufkundschaft erfreuen. In einem solchen Fall sollten Sie den Umstand nutzen und durch Aufsteller und Mitteilungen über Social Media zusätzlich darauf hinweisen. Gerade Facebook ist bei der Bewerbung des Pokéstops ein sehr wichtiger Marketingkanal. So könnte der Aufsteller aussehen:

Lockmodule nutzen und bewerben

Unabhängig davon, ob Ihr eigenes Geschäft nun ein Pokéstop ist oder nicht, können Sie jedoch noch einen Schritt weiter gehen und sogenannte Lockmodule in der App kaufen und aktivieren. Ein Lockmodul kostet 0,99 Euro und garantiert, dass innerhalb von 30 Minuten in der Umgebung Pokémons angelockt werden. Mengenrabatt gibt es auch. Ihr Vorteil: Diese Lockmodule locken wirklich sehr viele Spieler und damit potenzielle Kunden an.

Ladestationen für Handy und Vergünstigungen für Spieler anbieten

Wenn sich die Spieler vor Ihrem Geschäft versammeln, ergeben sich wiederum Möglichkeiten für Sie, die Spieler in Kunden zu verwandeln. Zum Beispiel: Sie betreiben ein Restaurant. Kündigen mit einem Aufsteller einen Abend an, an dem Sie zwischen 18 und 22 Uhr Lockmodule aktivieren. Und: Bieten Sie kostenlose Ladestationen für Handys an. Da die App viel Akkuleistung frisst, wissen die Spieler Ladestationen zu schätzen. Zusätzlich können Sie denjenigen Spielern, die etwas zu Essen bestellen, ein kostenloses Getränk servieren. Mit diesen Marketing-Maßnahmen haben Sie genug Argumente, damit die Spieler auch Ihren Laden betreten und für Umsatz sorgen.

Ein anderes Beispiel aus der Praxis: Eine Diskothek veranstaltet sogar schon ein „Player Meeting“, bei dem die Teilnehmenden der „Party“ einen Gutschein über 10 Euro erhalten, sofern sie die App installiert haben. Wenn der Betreiber hier ganz offen mit vielen Lockmodulen geworben hätte, könnte er den Erfolg sogar noch vergrößern.

Facebook-Gruppen nutzen

Wenn Sie sich für ein Angebot entschieden haben, sollten Sie sich in diversen Facebook-Gruppen zum Thema anmelden und die Veranstaltung dort publizieren. So erhalten Sie ohne Zusatzkosten und mit wenig Zeiteinsatz zusätzliche Kundschaft.

Mehr Reichweite für Online-Anbieter

Auch als Online-Anbieter können Sie vom Hype profitieren – in erster Linie jedoch in Form von Social-Media-Reichweite. Bislang haben sich in diesem Bereich vor allem lustige Bilder, Namensspiele und Gewinnspiele hervorgetan.

Lustige Bilder

Gerade über Social-Media-Kanäle funktionieren lustige Bilder immer. Bayern 1 und Oliver Kahn zeigen in den folgenden Beispielen, wie man das Thema Pokémon mit lustigen Bildern verbinden und viel Reichweite gewinnen kann.

Namensspiele mit Pokémon Go

Auch lustige Namensspiele können gut funktionieren. Speziell PiCK UP ist für solche Aktionen bereits bekannt. Bei dieser Marketing-Maßnahme geht es rein um Social-Media-Reichweite über virale Effekte.

Gewinnspiele

Rund um das Thema Pokémon können Sie auch Gewinnspiele veranstalten. Sie sollten dies allerdings nur dann tun, wenn sich eine Verbindung zwischen Marke und dem Preis herstellen lässt. Da bekannt ist, dass die App ein echter Akkufresser ist, eignen sich mobile Akkus für eine Verlosung. Mit dem Ziel: Fangenerierung, Reichweite und Leads.

Markenaufbau

Es lässt sich fast immer eine Brücke zwischen der App und der eigenen Marke bauen. Selbst Volvo hat es mit einem einfachen Bild getan und damit recht viele Likes und Kommentare eingesammelt.

PR-Maßnahmen und Infografiken anbieten

Über eine lustige Stellenausschreibung der Plattform Deutsche-Startups, in der ein „Pokémon Go-Trainer (m/w)“ gesucht wird, wurde von anderen Medien berichtet. Außerdem bieten sich zur Pokémon Go-App Infografiken an, die im Internet wiederum verbreitet werden. Diese Marketing-Maßnahmen unterstützen den organischen Linkaufbau (SEO) und sorgen zusätzlich für Reichweite.

Fazit

Es handelt sich bei der App „Pokémon Go“ aktuell um einen Hype, der wahrscheinlich irgendwann abebben wird. Dennoch ist von dem Spiel in naher Zukunft noch viel zu erwarten und wer seine Chance in diesem Zusammenhang sieht, sollte genau jetzt den Hype für sich nutzen und nicht zu lange zögern.

Quelle der Infografik: Statista

Marketingplan im Management-Handbuch
weiter »
(1 Bewertung)  Artikel bewerten
Über den Autor
Patrick Konrad

Patrick Konrad ist Gründer von Mein-wahres-Ich.de, einer Online-Quizplattform. Er und sein Team erreichen regelmäßig virale Content-Hits, die auch für Brands konzeptioniert und ausgearbeitet werden.

AnschriftFabulabs GmbH
Pappelallee 78/79
10437 Berlin
Telefon+49 30 98315959
E-Mailinfo@mein-wahres-ich.de
Internetwww.mein-wahres-ich.de
Xingwww.xing.com/profile/Patrick_Konrad