Archiv

Mit Stil zum ErfolgBusiness-Knigge für Frauen

Frauen, die in Führungspositionen überzeugen wollen, müssen sich stilsicher bewegen können.
erschienen: 17.03.2011
(1 Bewertung)

Wir leben und arbeiten in einer globalisierten Welt. Jeden Tag treffen wir auf Menschen mit unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlichem sozialen Hintergrund. Um erfolgreich miteinander kommunizieren zu können, ist es daher notwendig, sich an bestimmte Spielregeln zu halten, die für alle Menschen innerhalb eines Kulturkreises gleichermaßen gelten. Takt, Stil und Benehmen sind ein Spiegel der Zeit und an Wichtigkeit nicht zu unterschätzen. Wer sie nicht beherrscht, hat es auf dem Weg nach oben schwer und wird im Berufs- und Geschäftsleben nicht erfolgreich sein.

„Sicheres und selbstbewusstes Auftreten sowie die Persönlichkeit sind für eine erfolgreiche Karriere entscheidend. Dabei ist schon der erste Eindruck enorm wichtig, den man mit dem äußeren Erscheinungsbild und einer entsprechenden Begrüßung positiv beeinflussen kann“,

sagt Tanja Biber, Leiterin Personalmarketing, bei der Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG.

Schon Adolf Freiherr von Knigge, der, dem wir den „Knigge“ zu verdanken haben, formulierte 1788 Gesetze gesellschaftlichen Verhaltens, die den heutigen Management-Techniken stark ähneln. Ziel seiner Abhandlung war es, den Bürgern eine Art „Gebrauchsanleitung“ an die Hand zu geben, um sich am Hofe zurechtzufinden. Dabei lag es ihm jedoch fern, in seinem Buch die jeweiligen höfischen Etiketten zu lehren. Knigge wollte die Bürger vielmehr zu emanzipierten Menschen erziehen und sie über eine ihnen fremde Welt aufklären.

Damals wie heute gilt: Wer erfolgreich sein will, muss wissen, welche Regeln herrschen – und er muss bereit sein, diese Regeln anzuerkennen und für sich selbst zu nutzen.

Gerade Frauen, die zunehmend unter dem Druck und der Erwartungshaltung stehen, in Führungspositionen zu überzeugen, müssen sich auf dem Business-Parkett stil- und zielsicher bewegen können, um als kompetente und ernst zu nehmende Gesprächspartnerin anerkannt zu werden.

Wir bewerten unsere Gesprächspartner nach:

  • Aussehen (Kleidung, Schmuck Typ),
  • gefühlsmäßige Zuordnung,
  • Benehmen (Verhalten),
  • Vorwissen (Ruf, Laufbahn, Titel),
  • Redeweise (Sprache, Stimme),
  • Assoziationen (Ähnlichkeit mit bekannten Personen)

Während Frauen vor allem hinsichtlich eines respektvollen Umgangs punkten und im Regelfall weniger Schwierigkeiten haben, sich gefühlsmäßig auf ihre Gesprächspartner einzustellen, so hapert es allerdings häufiger am Erscheinungsbild. So stellt auch Dr. Monika Henn, Management-Trainerin und Business-Coach, fest:

„Ich wundere mich immer wieder darüber, wie viele Freiheiten sich Frauen bezüglich ihrer Kleidung im Business nehmen. Bei vielen Frauen ist kaum ein Unterschied zwischen Freizeit- und Berufskleidung zu erkennen, während Männer sich klar an einen Business Codex halten.“

Auch Carmen Brablec, Inhaberin von fate-labs, dem Institut für Karriere-Styling, rät:

„Frauen sollten Kleidung tragen, die sie präsentiert. Sonst werden sie schnell als wandelnder Kleiderständer ohne Kompetenzpotenzial wahrgenommen. Kleidung und Auftreten liefern unterbewusste Botschaften. Wer sich dieser unbewussten Botschaften nicht bewusst ist, läuft Gefahr, die falschen Signale auszusenden und missverstanden zu werden."

Die Wichtigkeit einer der Situation angepassten Kleidung kann also gar nicht genug betont werden. Durch die richtige Kleidung demonstriert man Respekt dem Gesprächspartner gegenüber und signalisiert, dass man sich der Wichtigkeit der Situation bewusst ist. Die einfache Regel hier lautet: je höher die Position innerhalb einer Hierarchie, umso dunkler werden die getragenen Farben.

Beim Dresscode sollten Frauen daher auf Folgendes achten:

  • Kostüm & Hosenanzüge
  • Bei Röcken: Feinstrumpfhosen tragen, auf Mini-Röcke verzichten
  • Dezentes, typgerechtes Make-up
  • Geschlossene, geputzte Schuhe ohne abgelaufene Absätze
  • Gepflegte Hände und Fingernägel
  • Blusen in weiß oder mittelblau einfarbig oder mit leichten Streifen
  • Parfum sparsam verwenden
  • Beine und Achselhöhlen rasieren
  • Auf auffallenden Schmuck verzichten

Zu tiefen Ausschnitt vermeiden. In konservativen Geschäftsbereichen ist das Schlüsselbein die optische Grenze. Tanja Biber rät dazu, beim Kleidungsstil authentisch zu bleiben:

„Das richtige Outfit verhilft zu einem souveränen Auftreten – ob im Bewerbungsgespräch oder auch im Büroalltag. Kleidung, die nicht  zur Person passt, wirkt wie eine Verkleidung und kann am Ende künstlich erscheinen. Wichtig ist, dass die Natürlichkeit gewahrt bleibt.“

Hinweis

Frau Brablec gab in ihrem Vortrag auf dem Messe-Kongress women&work 2011, Tipps und Hinweise, damit Frauen bereits mit dem ersten Eindruck überzeugen können. Der Kongress findet regelmäßig statt:
http://www.womenandwork.de/kongress/.

(1 Bewertung)  Artikel bewerten
Über die Autorin
Melanie Vogel

Melanie Vogel ist Geschäftsführerin der AGENTUR ohne NAMEN GmbH. Futability®, Innovation und Leadership sind ihre Kernthemen, die sie nicht nur als Dozentin an der Universität Köln unterrichtet, sondern auch in Vorträgen, Keynotes, Webinaren und Seminaren mit Unternehmern, Personalern und Führungskräften teilt. Das von ihr entwickelte "Futability®-Konzept" ist ihre Antwort auf die VUCA-Welt.

AnschriftAGENTUR ohne NAMEN GmbH
Dürenstraße 3
53173 Bonn
Telefon+49 163 8452210
E-Mailpost@melanie.vogel.com
Internetwww.melanie-vogel.com
Xingwww.xing.com/profile/Melanie_Vogel22
Facebookwww.facebook.com/…
Twitterwww.twitter.com/MelanieVogel
LinkedInwww.linkedin.com/melanie-vogel-56933311

Weitere Artikel der Autorin