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NetzwerkinfrastrukturNetzwerkverwalter brauchen volle Kontrolle

Serverbasierte Netzwerke werden zunehmend eingesetzt. Bei der Entscheidung für eine Netzwerkinfrastruktur auf Serverbasis steht ein breites Angebot von Optionen zur Verfügung, das der Verantwortliche für das Informations- und Kommunikationsmanagement überblicken muss.
erschienen: 08.03.2010

Bei der Entscheidung für eine Netzwerkinfrastruktur auf Serverbasis steht ein breites Angebot von Optionen zur Verfügung. Der Verantwortliche für das Informations- und Kommunikationsmanagement, auch „Chief Information Officer“ oder CIO genannt, kann und muss sich bei Konsolidierungsprojekten der Netzwerkinfrastruktur daher auch nicht auf die Wahl zwischen voll ausgestatteten PCs und Thin Clients zurückziehen. Ein weiterer Grund: Oft laufen immer noch sogenannte „Legacy-Anwendungen“ auf Mainframes, in denen sehr große Investitionen stecken.

Server und PC unter Kontrolle halten

In vielen Unternehmen kommen im servergestützten Netzwerk Arbeitsplatz-PCs mit leistungsfähigem Prozessor, eigener Festplatte und mit Terminal-Emulation zum Einsatz. Dabei laufen beispielsweise Produktivsoftwares wie Office-Lösungen lokal auf dem PC, während auf unternehmenskritische Applikationen wie ERP über den Server mit einer Client-Anwendung oder dem Webbrowser zugegriffen wird. Sicherheits- und Verwaltungsproblemen begegnet die IT-Abteilung beim Einsatz vollwertiger PCs am Arbeitsplatz idealerweise mit einem zentralen Desktop-Management, Beschränkungen in der Zugriffsberechtigung auf Anwendungen und Daten sowie mit automatischer Softwareverteilung.

Auf ein Pferd gesetzt

In einem rein serverbasierten Netzwerk dient das Endgerät (Thin Client) nur als Ein- und Ausgabegerät. Auch das Betriebssystem läuft auf dem Server in einem virtuellen Computer, der von so genannter „Middleware“ wie zum Beispiel Windows Terminal Services simuliert wird. Diese Middleware sorgt für den Transport der Bildschirminhalte und der Eingaben über Maus und Tastatur zwischen Server und Arbeitsplatzendgerät. Der Vorteil ist, dass es innerhalb des Netzwerks keine Probleme mit unterschiedlichen Softwareversionen mehr gibt, dass alle Arbeitsplätze auf die aktuellen Applikationen und Daten zugreifen, dass die Anwender keine Programme eigenmächtig installieren, dass keine virenverseuchten Anwenderdateien eingeschleust werden und dass der Datenklau via CD-Brenner auf einen Schlag unterbunden wird.

Fazit

Komplett serverbasierte Umgebungen bieten zahlreiche Vorteile im Bereich IT-Administration, Sicherheit und Risikominimierung. Sie sind dennoch im Mittelstand noch selten. Forrester Research stellt aber fest, dass auch KMU vermehrt diese Vorteile erkennen. Sie bringen gerade in Unternehmen mit geringen Ressourcen außerhalb der Kernkompetenzen – und dazu gehören die meisten Nicht-IT-Mittelständler – mehr Performance und mehr Sicherheit bei überschaubaren Kosten.

Dieser Artikel wurde von der nextbusiness-IT Redaktion erstellt. „nextbusiness-IT – Exzellenz im Mittelstand“ ist eine bundesweite Leitthemenkampagne für den Mittelstand, die unter anderem die „Bibliothek des modernen IT-Wissens“ für den Mittelstand herausgibt. Diese Bibliothek können Sie hier kostenlos anfordern.

[Bild: Fotolia.com]

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