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OlympiadeOlympischer Gedanke hilft Menschen souverän zu sein

Ähnlich wie bei der Olympiade stellen wir uns auch im Business täglich den vielen Herausforderungen. Die Frage ist nur, wie souverän wir diese tatsächlich meistern? Und ob wir am Ende die Gold-Medaille bekommen?
erschienen: 16.02.2010
Schlagwörter: Selbstmanagement

Souverän zeigen sich die Teilnehmer der olympischen Spiele nicht nur während des gigantischen Medienereignisses. Sportler bereiten sich lange Zeit und intensiv vor und trainieren hart in der Hoffnung, einmal ganz oben auf dem Treppchen stehen zu dürfen. Dabei sein ist eben doch nicht immer alles. Erfolgreiche Sportler sind ehrgeizig und bewegen nicht nur sich selbst, son­dern auch Enormes im Umfeld, um ganz vorne mit dabei zu sein. Von diesen 5 olympischen Ringen der Souveränität können auch Sie profitieren:

1. Druck aushalten, wenn es darauf ankommt, gelassen sein

Wer kennt das nicht? Da trainieren wir wie verrückt, üben ohne Unterlass, bereiten uns auf das große Ereignis vor und der Druck wächst von Tag zu Tag. Durchhalten, dranbleiben, konsequent und zielstrebig sein sind sicher Eigenschaften, die einen erfolg­reichen Sportler auszeichnen.

Kann dieser jedoch mit dem stei­genden Druck, sei es vonseiten des Trainers oder der eige­nen Mannschaft, seiner Konkurrenten oder der Medien, nicht um­gehen, wird es schwer, die Leistung punktgenau abzu­liefern. Natürlich ist es wichtig, für den Erfolg zu kämpfen. Doch hier ist nicht falscher Ehrgeiz gemeint, der einen ins Verderben führt, weil man nichts anderes mehr im Kopf hat und verbissen an der Erfüllung des gesetzten Zieles arbeitet. Damit ist vielmehr eine starke Willenskraft gemeint, die einem dabei hilft, auch in schwie­­rigen Phasen gelassen dran zu bleiben, weil man weiß, dass es sich lohnt.

2. Gute Vorbereitung bedeutet Training, auf den Tag hin fit sein

Durch hartes Training formte der Wettkämpfer der Antike seinen Körper und ehrte dadurch die Götter, die damals eine wichtige Rolle im Leben der Menschen spielten. Doch auch heute geht im Leistungssport nichts ohne professionelles Training. Nur wer bereit ist, seinem Körper viel abzuverlangen, manchmal über seine Grenzen hinaus zu gehen, um dadurch immer wieder Steigerungen der Leistungsfähigkeit zu erreichen, wird als Profi oder Amateur etwas erreichen. Allerdings achten die Sportler, zumindest die souveränen, auch auf Auszeiten, auf Phasen der Regeneration. Dann gelingt es, auf den Tag hin fit zu sein und im Wettbewerb eine unvergleichliche Leistung zu bringen.

3. Ein hohes Maß an Selbstvertrauen und mentale Stärke

Haltung ist im Leben enorm wichtig. Die persönliche Einstellung weist den Weg – zum Sieg ebenso wie zur Niederlage. Wer als Sportler nicht an die Möglichkeit des Sieges glaubt, wird auch kaum in der Lage sein, zu gewinnen. Die persönliche Ein- und Vorstellung ist die innere Größe eines Menschen, mit der er – oft unbewusst – wirkt, die er ausstrahlt. Dieses Selbstbewusstsein ist es, das einem Sportler das Vertrauen in die eigene Leistungs­fähigkeit gibt. Neben der eigenen Disziplin trainieren Sportler auch die mentale Stärke. Sie sehen sich im Geiste weit vor dem Wettkampf laufen, springen und gewinnen. Im Flow können wir nicht nur selbst mehr bewirken, sondern auch die Strahlkraft auf andere und damit die gemeinsame Wirksamkeit vervielfachen.

4. Rede und Antwort stehen, Interviews geben, Sponsoren vertreten…

Für einen Sportler zählen längst nicht nur das Training und der Wettkampf. Seitdem es Medien gibt, gilt es immer mehr, auch dort präsent zu sein. Nur wer es schafft, im Gespräch zu bleiben, kann Sponsoren finden, kann die eigene Leidenschaft für den Sport auch nach außen tragen. Kommunikation, die Fähigkeit, Gespräche zu führen, Visionen zu teilen und Interessen/Werte zu vertreten, gehört nicht nur im Sport zum Big Business. Kommuni­kation schafft Vertrauen. Souveräne Menschen kommu­nizieren ohne Druck und Zwang. Sie kommunizieren offen und mit Be­geis­te­rung. So lernen sich Menschen besser kennen und Bezie­hungen haben die Chance zu wachsen – im Sport genauso wie „im richtigen Leben“.

5. Teamgeist zählt nicht nur in Mannschaftswettbewerben

In Kontakt treten, Beziehungen aufbauen, Partnerschaften pflegen - der Umgang mit anderen Menschen ist heute wichtiger denn je. Ob im Sport, in der Familie oder im Ge­schäfts­leben: Teamgeist zählt nicht nur in Mannschafts­wettbewerben! Wer es schafft, seine „Spielposi­tion“ zu ent­decken, hat schon einen großen Schritt getan. Wer es darüber hinaus schafft, „Mitspieler“ für seine eigenen Ideen zu finden und zu begeistern, ist dem Erfolg ganz nahe. Dabei ist dieser kein Zufall. Wer sich aktiv einbringt, kann den Weg klar steuern und schwimmt nicht in den Erfolgswellen anderer mit. Gemein­sam an einem Strang ist leichter, als einsam an einem Seil zu ziehen. Miteinander arbeiten heißt, in jedem Bereich Energie spen­den und Kraft bekommen.

Die fünf olympischen Ringe in den Farben blau, gelb, schwarz, grün und rot entsprechen den Farben aller Nationalflaggen die­ser Welt und stehen damit für die Verbundenheit der Kon­tinente untereinander. Im Symbol sind die Ringe ebenso ver­schlungen wie unsere fünf Leitbilder der Souveränität. Nur in der Gesamt­heit ergeben sie eine souveräne Persönlichkeit. Fehlt auch nur ein Aspekt, kann weder der Sportler noch der Mensch ge­winnen. Für die Farbe Weiß als Hintergrund wollen auch wir noch einen wichtigen Punkt ergänzen, den wir Menschen ge­rade in unserer heutigen, hektischen Zeit oft vergessen:

6. Erfolg genießen, Dank weitergeben

Der Ruhm und das Ansehen eines erfolgreichen Medaillen­gewinners, verbunden mit lautem Jubel und einer enormen Medienpräsenz, ist das eine. Das andere ist die kleine und stille Freude des Sportlers, die dieser oftmals erst nach dem Rummel gemeinsam mit der Familie und Freunden genießen kann. Die Bestätigung für die mühsamen Wochen und Monate der Vor­be­reitung, für die oft quälenden Trainings und der Leistung am Wettkampftag.

Manchmal neigen auch wir dazu, nach einem Erfolg gleich weiter zu machen, dem nächsten Ziel entge­gen­strebend. Und doch wäre es vernünftig, den Erfolg erst einmal auszukosten. Nicht umsonst heißt es „Wer nicht genießen kann, wird ungenießbar!“ Genießen Sie also jeden Moment, in dem es Ihnen gut geht, den unvergleichlich er­folgreichen Augenblick auf dem Treppchen oder wenn Sie nur ganz für sich selbst eine neue Bestzeit aufgestellt haben. Seien Sie dankbar dafür – im Stillen tief in Ihrem Inneren ebenso wie im Umgang mit anderen Menschen, denen Sie Ihre Dankbarkeit ruhig öfter einmal zei­gen und sie aussprechen dürfen. Und die Gold-Medaille der Souveränität geht an… Sie!

[Bild: drizzd - Fotolia.com]

Über den Autor
Theo Bergauer

Theo Bergauer ist Experte für Souveränität und als Trainer und Coach für persönliche Entwicklung und unternehmerische Prozesse aktiv. Namhafte Persönlichkeiten aus dem Sport sowie große deutsche und international tätige Unternehmen setzen auf seine persönliche Dynamik, sein breit gefächertes Erfahrungspotenzial und die Schulungskraft des Bau- und Wirtschaftsingenieurs.

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