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Online-ImageSo verbessern Sie Ihr Image im Netz

Wissen Sie, wo Sie überall im Internet zu finden sind? Und wie steht es mit Ihrem Online-Image? Finden Sie es heraus und verbessern Sie Ihr Image im Netz!
erschienen: 22.04.2010

Personen-Recherchen im Internet sind inzwischen völlig normal, denn in mehr als zehn Jahren Internetnutzung haben wir viele Spuren hinterlassen. Wer im Web jemand sucht, sollte mit einem Klick ein stimmiges, aktuelles Bild von dieser Person erhalten. Dies kann ein stichwortartiges Profil wie bei Xing, ein redaktioneller Fachbeitrag oder die eigene Webseite sein. Während Privatpersonen in der Regel für ihr Image im Internet selbst verantwortlich sind, wird das Image von Unternehmen mehrheitlich von den Äußerungen und Meinungen Dritter in Blogs, Foren oder Chats geprägt.

Jeder - ob Einzelperson oder Unternehmen - sollte sich im Internet optimal präsentieren. Die Gründe für eine gute Selbstpräsentation im Netz liegen auf der Hand. Schon heute sehen laut einer US-Studie rund 61 Prozent der Arbeitgeber soziale Netzwerke wie Facebook, linked-in oder Xing als Plattform, um vielversprechende Jobkandidaten aufzuspüren.

Und „wenn Sie heutzutage nicht über Google gefunden werden, ist es beinahe so, als existierten Sie nicht“, prophezeit der Bestseller-Autor Jeff Jarvis in seinem Bestseller „Was würde Google tun?“.

Doch Vorsicht: Wer seine Marke versucht mal eben nebenbei aufzubauen, erhöht nur die Chance, Fehler zu machen. Profis kalkulieren für einen qualitativ hochwertigen Personal Brand einen Zeitrahmen von etwa einem Jahr.

Social Media Marketing für Selbstständige

Facebook, Twitter, Xing und Blogs sind Ihnen zwar ein Begriff, aber wie es genau funktioniert, wissen Sie nicht? Beschäftigen Sie sich damit, sonst sind Sie im Netz unsichtbar. Laut Wikipedia ist Social Media ein Schlagwort, unter dem Soziale Netzwerke und Netzgemeinschaften verstanden werden, die als Plattformen zum gegenseitigen Austausch von Meinungen, Eindrücken und Erfahrungen dienen.

Social Media wird nicht nur für Promis immer wichtiger, sondern auch für Selbstständige, denn es ist der schnellste Weg, sich mit seinen Fans beziehungsweise Kunden auszutauschen. Die richtige Social Media Strategie verbessert nicht nur Ihre Sichtbarkeit im Internet, sondern kann auch Nachfrage und Verkauf steigern.

Immer mehr Menschen tauschen sich im World Wide Web über Dienstleistungen und Produkte aus. Sie kritisieren, raten ab oder empfehlen weiter. Daraus ergibt sich eine ungeheure Menge an topaktuellen Verbraucherstimmen und Kundenmeinungen - mit oftmals erstaunlichen Ansätzen oder neuen Perspektiven. Diese wertvollen Marktforschungsdaten sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Spezielle Agenturen helfen Ihnen dabei (Stichwort: Reputation im Netz).

Mit Social Media Marketing haben Sie die Chance, Ihre Reputation selbst zu definieren.

Dialog mit den Kunden – über Blogs

Blogs sind ein idealer Austauschkanal, der die Marktpräsenz steigert. Mit erfolgreichem Bloggen treten Sie in Dialog mit der Außenwelt, sprich Kunden.

Es gibt Textblogs, Consumer Blogs, private Blogs, Videoblogs und viele mehr, die technisch einfach aufzusetzen sind. Ein Blog entspricht einem Haus mit einem Hausbewohner, der Gäste empfängt. In Newsgroups und Foren machen Hausbewohner gemeinsam Musik, im Blog-Haus legt nur eine Person auf. Man darf jedoch mittanzen. Ein Blog kann sich zu einem Forum, einer Newsgroup oder einem Chat entwickeln. Themenstarter ist dabei aber immer der Türsteher und Besitzer des Hauses.

Wie verhält man sich im Chat?

Chat (von engl. to chat „plaudern, sich unterhalten“) bezeichnet elektronische Kommunikation in Echtzeit, meist über das Internet. Die ursprünglichste Form des Internet-Chats ist der reine Textchat, bei dem nur Zeichen ausgetauscht werden können (Quelle: Wikipedia). Hier werden keine langen Beiträge geschrieben, es geht vielmehr um eine schnelle Unterhaltung. Wundern Sie sich deshalb auch nicht, dass in einem Chat keinen großen Wert auf Rechtschreibung und Orthografie gelegt wird.

Um Missverständnisse aufgrund der fehlenden visuellen Kommunikation zwischen den Teilnehmern zu vermeiden, sollten jedoch einige Umgangsformen eingehalten werden:

Chatikette

  1. Lesen und schauen, was los ist. (Welche Stimmung?)
  2. Nicknames sollten nicht: rassistisch, sexistisch oder beleidigend wirken.
  3. Newbies (neu im Chat) können gerne fragen, wie der Chat funktioniert, dabei lernt man vielleicht jemanden kennen.
  4. Selber Newbies helfen.
  5. Niemanden bedrängen (zum Beispiel zum Flirten, Kontaktdaten zu geben).
  6. Keine geeigneten Chatter anwesend? Versuchen Sie es zu einer anderen Zeit.
    Stellen Sie Fragen über etwas, dass Sie interessiert.
  7. Benimmt sich jemand daneben: Ignorieren Sie ihn. (Diskussion führen selten zu einer Lösung; evtl. den Super User oder Moderator informieren).
  8. Private Daten (E-Mail-Adresse oder Handynummer) gut überlegt herausgeben, wer weiß, wie ehrlich der Chatpartner war.
  9. Trauen Sie Ihrem Gefühl (brechen Sie ein Gespräch ab, das Ihnen komisch vorkommt).
  10. Schlechte Laune nicht an anderen auslassen im Chat.
  11. Nicht jeder Humor ist gleich, im Zweifel für sich behalten – gerade wenn es rassistisch oder sexistisch wird.
  12. Eventuell eilt der Ruf voraus, wenn der ein oder andere Chatroom weniger anonym ist.
  13. Via Internetprovider findet man schnell den richtigen Namen zum Nicknamen. Wir sind nicht anonym, wenn es drauf ankommt.

Xings to do – zur Selbstvermarktung

  1. Googeln Sie Ihren Namen, was steht drin über Sie im www?
  2. Profile und Kommentare im Netz überdenken, bevor sie online gehen.
  3. Profile im Social Web als Chance sehen und auch so nutzen.
  4. Blogs werden von Suchmaschinen leicht gefunden. Nutzen Sie diese. (wordpress.com)
  5. Eigene Domain am besten mit Inhalt füllen oder auf ein Profil verlinken.
  6. Mehrere Profile im Netz miteinander verlinken.
  7. Netzwerken ist Geben und Nehmen. Nutzen Sie Links und sprechen Sie auch über andere gut im Netz.
  8. Pflegen Sie Ihre virtuellen Kontakte mit Blog-Kommentatoren oder in Online-Clubs.
  9. Geben Sie Ihr Wissen weiter, zum Beispiel durch Newsletter.

Wenn Sie Ihr Profil bei Xing aufsetzen, achten Sie vor allem auf Ihr Foto, das Sie online stellen. Da es sich um eine Business-Plattform handelt, sollte das Bild seriös sein und einen möglichst hellen nicht ablenkenden Hintergrund haben. Im Zweifel ist der Gang zum professionellen Fotografen empfehlenswert.

Lassen Sie das Internet nicht zum Karriere-Killer werden

Bereits 45 Prozent der Arbeitgeber in den USA suchen laut einer Studie von CareerBuilder.com im Web, um mehr über ihre Bewerber herauszufinden. Wonach Personaler suchen, zeigt die folgende Aufstellung:

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Gerade mit der Verbreitung von Online-Netzwerken, ist es für den Nutzer immer wichtiger zu realisieren, welches Profil er im Netz hinterlässt und welche Informationen er preisgibt. Dies gilt sowohl für den privaten Nutzer als auch für Unternehmen. Prüfen Sie daher besonders intensiv die Einstellungen Ihrer Profile.

Facebook bietet zum Beispiel die Möglichkeit, die Einstellung des eigenen Profils sicherer zu gestalten. Im Bereich „Privatsphäre Einstellungen“ sollten Sie sicherstellen, dass private Daten auch nur Bekannten zugänglich sind. Private Fotos gehören nicht in dieses Profil, denn mit der Einrichtung eines Profils erklärt sich der Nutzer einverstanden, dem Anbieter Rechte an allen eingestellten Inhalten wie Informationen, Fotos oder Videos zu erteilen.

Das ganze Leben spielt sich heute im Netz ab

Im Zeitalter von Blogs und Foren wird es zunehmend schwieriger den Überblick und die Kontrolle über die eigene Online-Reputation zu bewahren. Setzen Sie deshalb ein Google Alert mit eigenem Namen, so erfahren Sie schnell, was über Sie im Internet veröffentlicht wird. Unternehmen sollten zur Überwachung eine auf Online Reputation Management spezialisierte Agentur beauftragen.

Je mehr man bei sozialen Online-Netzwerken aktiv ist und Spuren hinterlässt, desto größer ist das Risiko, dass dabei Informationen an die virtuelle Oberfläche gelangen, die uns im Job oder Privatleben irgendwann hinderlich sein könnten. Auf die eigene Reputation im Internet zu achten, ist damit mindestens genauso wichtig wie das Einsetzen des Social Webs zum Aufbau eines positiven Rufes.

Unsere Tipps, damit Ihr Ruf im Netz immer top bleibt:

  1. Achten Sie auf einen einheitlichen Auftritt auf allen Plattformen.
  2. Mittlerweile ist bekannt, dass unvorteilhafte Schnappschüsse vom letzten Junggesellenabschied nicht förderlich für Ihr Image sind. Deshalb nur seriöse Fotos ins Netz stellen.
  3. Für manche Menschen scheint das Sammeln von Kontakten ein Sport zu sein. Wer grundsätzlich jeden Kontakt bestätigt, läuft Gefahr, Daten unachtsam Fremden zugänglich zu machen.
  4. Schalten Sie ein Überwachungssystem ein, Sie können das WWW nicht ständig vollständig scannen. Zum Beispiel: GoogleAlert, Ruflotse.de, MyImageControl.

[Bild: Nmedia - Fotolia.com]

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Über die Autorinnen
Anke Quittschau

Anke Quittschau sammelte Erfahrung als Direktmarketing-Managerin in einem der größten deutschen Autohäuser. Sie war als Callcenter-Managerin bei einem Mobilfunk-Provider, Gebietsverantwortliche eines deutschen Automobilherstellers im Premium-Segment sowie Projektmanagerin im E-Business und CRM der Automobilindustrie.

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Christina Tabernig

Christina Tabernig hat eine Ausbildung zur Reiseverkehrskauffrau und ein Studium der Betriebswirtschaftslehre abgeschlossen. Sie war Wirtschaftsgrafikerin und Research bei McKinsey & Co, Inc. und mehrere Jahre in Vertriebs- und Marketingpositionen in der IT-Branche tätig.

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