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OnlinemarketingUnternehmen wollen Social-Media-Budgets erhöhen

Unternehmen bloggen und präsentieren sich in sozialen Netzwerken. Dies muss finanziert werden. Fast die Hälfte der Unternehmen will die Budgets für Social Media-Aktivitäten erhöhen.
erschienen: 28.07.2010

Fast die Hälfte der Führungskräfte sieht steigende Investitionen ihrer Unternehmen in Social Media, wobei 27,7 Prozent der Befragten glauben, dass diese Ausgaben durch Umschichtung auf Kosten der Werbebudgets erfolgen – mehr als ein Fünftel (21,7 Prozent) glaubt an die Bereitstellung zusätzlicher Budgets. Bei der Frage nach der effizientesten Kommunikationsdisziplin rangiert allerdings nach wie vor Public Relations mit 46,7 Prozent aller Nennungen an erster Stelle – vor Internet-Marketing (45,3 Prozent) und Werbung mit 37,2 Prozent.

Gemischtes Bild bei Blogs

Mehr als ein Drittel (37 Prozent) der befragten Technologie-Unternehmen betreibt inzwischen ein Corporate Blog. Damit liegt dieser Wert höher als bei der gleichen Umfrage im letzten Jahr (33 Prozent). Knapp 56 Prozent der bloggenden Unternehmen tun dies, um die Interaktion mit der Öffentlichkeit beziehungsweise mit den Kunden zu verbessern. Und mehr als ein Drittel (34 Prozent) bloggt, um das eigene Profil im Netz zu schärfen und sich in der Branche zu positionieren. Demgegenüber stehen jedoch etwa 60 Prozent der Unternehmen, die kein Corporate Blog unterhalten: Zeitmangel wird am häufigsten als Grund dafür angeben (38,9 Prozent), 31,5 Prozent sehen keinen Mehrwert in einem Unternehmensblog und 15,7 Prozent haben noch nicht darüber nachgedacht. 13,7 Prozent haben gar die Befürchtung, die Kommunikation nicht mehr steuern zu können und damit die Kontrolle zu verlieren.

Business Netzwerke eher für persönliches Networking

Einige Unterschiede bei der Präsenz im Social Web zeigen sich zwischen individueller Nutzung der Befragten und den von ihnen repräsentierten Unternehmen. Während drei Viertel (73 Prozent) der befragten Führungskräfte persönlich im weltweiten Business-Netzwerk LinkedIn organisiert sind (an zweiter Stelle folgt das Netzwerk Plaxo mit 19 Prozent), haben knapp die Hälfte (48,9 Prozent) der durch sie repräsentierten Untenehmen kein Firmenprofil in großen Netzwerken wie Facebook, Youtube oder Myspace.

Personaler nutzen Social Media

Interessant wird Social Media für die Personalplanung: Immer mehr Technologieunternehmen nutzen soziale Netzwerke als Informationsquelle bei der Personaleinstellung. Etwa 40 Prozent der Befragten gaben an, Social Media-Profile von potenziellen Mitarbeitern zu prüfen. Die Präsenz der Bewerber auf Seiten wie Facebook oder LinkedIn, Flickr, Xing und anderen nimmt damit Einfluss auf die Bewertung durch den Arbeitgeber.

„Social Media werden regional in Europa sehr unterschiedlich und mit deutlichem Nord-Süd-Gefälle genutzt. Zudem sehen viele Befragte Social Media noch als isolierte Kanäle statt als integrale Bestandteile einer Kommunikationsmatrix“,

kommentiert Christoph Schwartz, Inhaber von Schwartz Public Relations, die Ergebnisse der Studie. Es gehe nicht um PR oder Social Media, sondern um eine möglichst homogene und integrierte Kommunikation zu und vor allem mit den Zielgruppen.

Zur Studie

Europaweit wurden mehrere Hundert Führungskräfte in Technologieunternehmen nach ihrer Einschätzung zu Themen wie Corporate Blog, Social Networks, Recruitment im Social Web und dem Mehrwert von Social Media befragt.

[Quelle: Eurocom Worldwide; Bild: virtua73 - Fotolia.com]

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