PowerPointWissenschaftliche Erkenntnisse fürs Präsentieren nutzen

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Richard E. Mayer von der University of California erforscht Lernen mit Multimedia. Seine Erkenntnisse hat er auf PowerPoint-Präsentationen übertragen.
erschienen: 17.09.2015
Schlagwörter: Präsentieren
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Seit 1975 erforscht Richard E- Mayer, wie Lernen mit Multimedia funktioniert. Aus seinen wissenschaftlichen Erkenntnisse lassen sich Regeln zur Gestaltung von PowerPoint-Folien ableiten.

Kohärenz-Prinzip

Menschen lernen besser, wenn alle irrelevanten Informationen weggelassen werden.

Das bedeutet für Ihre Präsentation:

  • Nutzen Sie einen leeren, weißen Folien-Master
  • Verwenden Sie einen leeren Folienhintergrund, also kein Logo, Datum oder Textlayout
  • Verwenden Sie nichts außer einem Platzhalter für Titel und Visualisierungen
  • Nutzen Sie einfache, serifenlose Schriften ohne Schnörkel

Multimedia-Prinzip

Menschen lernen besser über eine Kombination von Text und Bild als über Text allein.

Das bedeutet für Ihre Präsentation:

Suchen Sie Bilder und Metaphern, die Ihren Text unterstützen.

Redundanz-Prinzip

Menschen lernen besser, wenn der Text nur gesprochen wird und nicht gleichzeitig von der Projektionsfläche abgelesen werden muss.

Das bedeutet für Ihre Präsentation:

Texte gehören nicht auf Folien, sondern auf Ihr Manuskript. Visualisieren Sie ausschließlich Bilder und Grafiken und sprechen Sie den Text synchron zu dieser Visualisierung.

Signalisierungsprinzip

Menschen lernen besser, wenn Informationen mithilfe klarer inhaltlicher Gliederungen und aussagekräftiger Überschriften präsentiert werden.

Das bedeutet für Ihre Präsentation:

Geben Sie Ihren Folien aussagekräftige Titel, so als ob sie die Überschrift eines Zeitungsartikels sind. Sagen Sie zum Beispiel statt „das Problem der Pharma-Industrie ist ...“ besser „die Pharmaindustrie muss heute ein Meer an Veränderungen durchqueren.“ So schaffen Sie Bilder im Kopf der Zuhörer.

Segmentierungsprinzip

Menschen lernen besser, wenn Informationen portionsweise präsentiert werden.

Das bedeutet für Ihre Präsentation:

Überladen Sie Ihre Folien nicht! Verwenden Sie pro Folie nur eine Information. Überprüfen Sie in der Ansicht „Gliederung“ immer wieder, ob Ihre Präsentation in mundgerechte Häppchen aufgeteilt ist. Bauen Sie lieber eine Folie mehr ein als Ihre Präsentation mit Folien zu überladen.

Über die Autorin
Anita Hermann-Ruess

Anita Hermann-Ruess ist Inhaberin der Firma Hermann-Ruess und Partner. Mit Begeisterung trainiert sie mit ihren Teilnehmern wirkungsvolle Kommunikationsmuster und berät Unternehmen. Sie ist Autorin mehrerer Bücher zum Thema Rhetorik und Gehirnforschung. Sie verbindet auf einmalige Weise klassische Rhetorik mit den neuesten Erkenntnissen aus der Neurokommunikation.

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