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Redekunst5 Tipps für eine schillernde Jahresabschlussrede

Was sage ich bloß in meiner diesjährigen Jahresabschlussrede? Hier finden Führungskräfte ein paar Tipps, damit sie ihre Mitarbeiter nicht langweilen.
erschienen: 18.12.2009

Wem es am Rednerpult gelingt, bei Mitarbeitern, Kollegen oder Kunden schon vor Silvester Begeisterungsfunken sprühen zu lassen, darf nach dem Weihnachtsurlaub eine große Portion Motivation erwarten. Damit das gelingt, hier fünf Tipps mit dem gewissen Knalleffekt.

1. Neue Wege gehen! Wer seine alljährliche Unternehmensbilanz anders beginnt, als gemeinhin üblich, schlägt das Publikum von Anfang an in seinen Bann. Das funktioniert kurz vor dem Fest am einfachsten mit ungewöhnlichen Informationen. Ein Beispiel: „Wussten Sie, dass der Weihnachtsmann dank der globalen Zeitverschiebung am 24. Dezember 31 Stunden arbeiten muss? Ein Glück, das wir in der Branche XY arbeiten.“

2. Bilderwelten aufbauen! Am Jahresende gehört ein Rückblick auf die Firmenentwicklung meistens dazu. Damit das Publikum bei den oft schon bekannten Meilensteinen des Betriebs nicht einschläft, sollten Redner, die Fakten durchgehend in eine bestimmte Bilderwelt einzubetten, etwa aus der Schifffahrt: „Trotz stürmischen Seegangs haben wir uns wacker geschlagen und uns auf dem Markt mit weiteren Filialen etabliert. Zu unseren Leuchtturmprojekten gehörten X, Y. Nächstes Jahr nehmen wir dann Kurs auf Z.“

3. Persönlich ansprechen! Was hat das konkret mit mir zu tun? Diese Frage stellt sich fast jeder im Publikum, sobald ein Vortrag losgeht. Für offene Ohren bis zum Schluss sollten Sie einen persönlichen Bezug herstellen. Am einfachsten gelingt das mit den kleinen Wörtchen „Sie“ und „Ihnen“, so wie in der Formulierung „Heute werden Sie erfahren …“ Ein Tipp: Zwischendurch ein „Wir“ nicht vergessen. Es sorgt für ein angenehmes Zusammengehörigkeitsgefühl.

4. Mut zur eigenen Meinung! Viele Redner bleiben während ihres Vortrags betont allgemein und vermeiden konkrete Stellungnahmen. Dabei lassen Statements wie „Ich finde, das können wir schaffen“ oder „Ich hatte am Anfang selbst meine Zweifel“ sowohl Vortrag als auch Vortragenden sofort menschlicher und sympathischer erscheinen. Eine ideale Grundlage, um die Zuhörer etwa für die Unternehmensziele einzunehmen.

5. Mit Kürze überraschen! Oft fallen Ansprachen rund ums neue Jahr besonders langatmig aus, obwohl es in diesen Momenten weder auf Perfektion noch Vollständigkeit ankommt. Entscheidend ist vielmehr, eine klare Bilanz zu ziehen und das Publikum auf die Zukunft einzuschwören. Das heißt: Schwerpunkte setzen und sich kurzfassen! Statt alle neuen Produkte aufzuzählen, reichen schon zwei Sätze aus, um an die beiden Highlights des vergangenen Jahres zu erinnern.

[Bild: Sherri Camp - Fotolia.com]

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Über den Autor
René Borbonus

René Borbonus gehört zum renommierten Kreis der Top 100 Excellence Speakers und bewegt sich – als Buchautor, Vortragsredner und einer der führenden Kommunikationstrainer im deutschsprachigen Raum – bewusst an der Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis.

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