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SelbstmarketingTipps für mehr Erfolg im Beruf

Wer heute beruflich weiterkommen will, muss auf sich aufmerksam machen. Wie gut ist Ihre Selbstmarketing-Strategie und wie können Sie Ihre Persönlichkeit besser zur Geltung bringen?
erschienen: 22.09.2009

Das Gesamtpaket zählt

Wie anerkannt Sie und Ihre Leistungen sind, welches Image Sie bei Chef und Kollegen haben, wie überzeugend und sympathisch Sie bei Fremden ankommen (Kunden, Vorstellungsgespräche etc.), hängt davon ab, wie Sie insgesamt auftreten.

Der erste Eindruck hängt nur zu sieben Prozent von dem ab, was ein Mensch sagt. Der Großteil unserer Wirkung macht unsere Oberfläche aus. Und da wir Menschen „Augentiere“ sind, beginnt der Imageaufbau mit der richtigen Kleidung. Das Zitat von 1874 "Kleider machen Leute" aus der Novelle von Gottfried Keller hat bis heute seine Gültigkeit behalten.

Tipp: Der Betrachter entscheidet, ob ihm gefällt, was er sieht. Passen Sie Ihre Kleiderwahl dem Anlass und dem Image Ihres Unternehmens an.

Etikette ist kein alter Zopf

Gute Manieren sind erlernbar - und wer beruflich erfolgreich sein will, braucht sie mehr denn je. Gute Umgangsformen geben inzwischen den Ausschlag bei Bewerbungen und heben Unternehmen im Vertrieb oder Service positiv hervor. Ohne Etikette keine Karriere: Rund 96 Prozent aller Manager halten Manieren für extrem wichtig und sehen einen direkten Zusammenhang zwischen persönlichem Erfolg und gutem Benehmen. Das hat die Düsseldorfer Personalberatung LAB Lachner Aden Beyer & Company bei einer deutschlandweiten Befragung unter 246 Managern ermittelt.

Tipp: Vermeiden Sie einen schwitzigen Händedruck und trocknen Sie Ihre Hand vorher am Taschentuch in der Hosentasche unauffällig ab.

Und was machen Sie beruflich?

Wie oft hat man diese Frage schon auf Seminaren, Veranstaltungen oder auch im privaten Umfeld gehört? Auf diese Frage sollten Sie stets einen knackigen Elevator Pitch parat haben, eine prägnante Kurzpräsentation von etwa 30 Sekunden Länge. Es ist eine einmalige Gelegenheit, alle Vorteile Ihrer Person zu präsentieren. Und hier gilt wieder: Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance.

Diese Kurzpräsentation muss zu Ihnen als Person passen und Ihrer Persönlichkeit entsprechen, sonst sieht es nach einstudiertem Werbeslogan aus. Ziel ist es, den Gesprächspartner neugierig zu machen und Spannung aufzubauen.

Tipp: Beginnen Sie am besten mit „Ich bin Spezialistin für …“ oder „Meine Kernkompetenz ist …“ und verwenden Sie danach keine abstrakten Formulierungen, Abkürzungen und Fachbegriffe.

Online-Selbstpräsentation – alles klar im Netz?

Personen-Recherchen im Internet sind inzwischen völlig normal, denn in mehr als zehn Jahren Internetnutzung haben wir viele Spuren hinterlassen. Wer im Web jemanden sucht, sollte mit einem Klick ein stimmiges, aktuelles Bild von dieser Person erhalten. Dies kann ein stichwortartiges Profil wie bei XING, ein redaktioneller Fachbeitrag oder die eigene Webseite sein.

Wichtig ist in jedem Fall: Der Eindruck, den man aus den verschiedenen Profilen gewinnt, sollte möglichst immer gleich sein. Denn hier geht es um konsequente Markenführung in eigener Sache.

Tipp: Es bietet sich deshalb an, einmal im Jahr eine persönliche „Standortbestimmung“ durchzuführen und zu überprüfen, inwieweit sich das eigene Selbstverständnis verändert hat.

Die Gründe für eine optimale Selbstpräsentation im Netz liegen auf der Hand. Schon heute sehen laut einer US-Studie rund 61 Prozent der Arbeitgeber soziale Netzwerke wie Facebook oder Xing als Plattform, um vielversprechende Jobkandidaten aufzuspüren.

Und „wenn Sie heutzutage nicht über Google gefunden werden, ist es beinahe so, als existierten Sie nicht“, prophezeit der Bestseller-Autor Jeff Jarvis in seinem jüngsten Beststeller „Was würde Google tun?“.

Doch Vorsicht: Wer seine Marke versucht mal eben nebenbei aufzubauen, erhöht nur die Chance, Fehler zu machen. Profis kalkulieren für einen qualitativ hochwertigen Personal Brand einen Zeitrahmen von circa einem Jahr.

Plötzlich vor der Kamera

Unsere mediale Gesellschaft bringt immer mehr Menschen vor Kameras oder Mikrofone, deren Berufsbild dies eigentlich nicht vorsieht. Wissenschaftler werden um eine Aussage gebeten, Sportler um eine Analyse und der Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens erläutert die Ursachen für einen Betriebsunfall.

In Zeiten zunehmender Personalisierung strahlt ein professioneller Auftritt in den Medien in seiner Wirkung positiv auf das Unternehmen aus. Eine gute Vorbereitung und Training geben Sicherheit für einen souveränen Auftritt.

Tipp: Lernen Sie, wie Sie mit wenig Gesten und kleinen Bewegungen eine große Wirkung vor der Kamera erzielen.

Nicht nur für Profilneurotiker

Selbstmarketing war lange Zeit verpönt. Es galt als anbiedernd und war für viele Menschen etwas für Profilierungssüchtige. Trotzdem haben sich immer einige besser verkauft als andere und dadurch persönlichen Nutzen gezogen. Selbstmarketing ist aber nicht nur dazu geeignet, eine bessere berufliche Stellung zu erhalten. Wer sich besser verkauft, erzielt mehr persönliche Erfolge, wird dadurch selbstbewusster und motivierter.

Ein neuer Name ist dafür auch schon gefunden: Personal Branding. Dabei geht es um das gezielte Inszenieren und Steuern eines positiv besetzten Profils – Ihres Profils!

Tipp: Überprüfen Sie unter Yasni.de, was das Internet über Sie zu erzählen hat.

[Bild: Fotolia.com]

Über die Autorinnen
Anke Quittschau

Anke Quittschau sammelte Erfahrung als Direktmarketing-Managerin in einem der größten deutschen Autohäuser. Sie war als Callcenter-Managerin bei einem Mobilfunk-Provider, Gebietsverantwortliche eines deutschen Automobilherstellers im Premium-Segment sowie Projektmanagerin im E-Business und CRM der Automobilindustrie.

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Christina Tabernig

Christina Tabernig hat eine Ausbildung zur Reiseverkehrskauffrau und ein Studium der Betriebswirtschaftslehre abgeschlossen. Sie war Wirtschaftsgrafikerin und Research bei McKinsey & Co, Inc. und mehrere Jahre in Vertriebs- und Marketingpositionen in der IT-Branche tätig.

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