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SuchmaschinenoptimierungRanking durch Linkaufbau steigern

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Externe Links helfen, Webseiten besser zu finden. Suchmaschinenoptimierung sollte daher vor allem auf Linkaufbau setzen.
erschienen: 15.04.2011
Schlagwörter: Online-Marketing, Marketing
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Suchmaschinenoptimierung bezieht sich fast immer auf die Optimierung einer Webseite innerhalb des organischen Bereichs der Suchmaschine. Eine weitere Option, die auch von vielen Seitenbetreibern selbst betrieben wird, ist die Generierung von Besuchern über Werbeeinblendungen wie etwa über Google Adwords. Zwischen diesen beiden Bereichen gibt es jedoch auch Unterschiede und als Seitenbetreiber muss man im Vorfeld abwägen, welche Variante die beste für die Webseite ist. Bei SEO handelt es sich um einen längeren Prozess, bei dem sich die Erfolge nicht von heute auf morgen einstellen. Es kann zwei bis drei Monate dauern, bis handfeste Ergebnisse sichtbar sind. Deshalb ist für eine qualitative und seriöse Suchmaschinenoptimierung vor allem eins gefragt: Geduld. Sie wird belohnt werden, denn die organische Optimierung einer Webseite ist nachhaltig und langfristig.


Werbeeinblendungen hingegen bringen sehr schnell sicht- und messbare Erfolge. Doch die Kosten können leicht explodieren, da oft per CPC (Cost per Click) abgerechnet wird. Bei hart umkämpften Keywords können die Kosten hierfür leicht aus dem Ruder laufen. Dabei sind diese Erfolge jedoch nur über den Traffic zu sehen und nicht über eine Verbesserung des Rankings in den „Top 100“ von Google. Jeder Seitenbetreiber muss also für sich selbst entscheiden, welche Variante er wählt und welches Budget er dafür ausgeben möchte. Eine organische Suchmaschinenoptimierung dauert im Erfolgsfall etwas länger, ist dafür aber nachhaltiger. Werbeeinblendungen bringen zwar schnellen Erfolg, der jedoch teuer sein kann und – sobald das Budget erschöpft ist – schnell abflacht.

Links von anderen Webseiten sind wichtig

Wer seinem besten Freund Tipps für den beste Italiener der Stadt gibt, benutzt eine verbale Empfehlung. Links sind für Google im Grunde nichts anderes. Doch Vorsicht: Es ist ein Trugschluss zu glauben, viele Links, die von anderen Webseiten auf die eigene zeigen, würden Suchmaschinen dazu verleiten, die Webseite direkt auf Platz 1 in den Suchergebnissen zu listen. Suchmaschinen sind viel intelligenter, denn sie erkennen, ob lediglich viele Links von anderen Seiten auf eine bestimmte Webseite verweisen, oder ob eine Webseite vor allem auch themenrelevante Links von anderen erhält. Dazu zwei fiktive Beispiele:

Beispiel 1:
Onlineshop Müller verkauft sporttaugliche Wasserflaschen. Der Shop hat 1.000 Links von anderen Webseiten erhalten, die sich aus unterschiedlichen Linkarten zusammensetzen. Leider hat der Betreiber des Onlineshops vergessen, auch themenrelevante Links zu generieren. Die Folge: Seine Linkstruktur setzt sich aus Webkatalogen im Bereich Reise, Artikelverzeichnistexten zum Thema Fusspflege und Blogkommentaren auf Blogs zum Thema Versandmaterialien zusammen. Trotz der 1.000 Links wird die Webseite bei der Eingabe des Keywords „Sportwasserflaschen“ nicht so leicht gefunden.

Beispiel 2:
Onlineshop Schmidt verkauft auch sportgeeignete Wasserflaschen. Der Shop hat jedoch nur 800 Backlinks, steht aber beim Keyword „Sportwasserflaschen“ im Ranking vor dem Onlineshop Müller. Auch die Linkstruktur bei Schmidt sieht anders aus: Es wurden Links aus Webkatalogen generiert, die sich mit Sport und/oder Ernährung beschäftigen. Artikelverzeichnistexte wurden angefertigt, die spezielle Trainingshilfen – darunter auch Sportwasserflaschen – beschreiben und Blogkommentare wurden meist auf Blogs gesetzt, die sich ebenfalls mit Sport, Ernährung oder Gesundheit beschäftigen. Außerdem betreibt Schmidt eine Kooperation mit Sportvereinen, die ebenfalls auf seinen Onlineshop verlinken. Durch diese vorwiegend themenrelevanten Links werten Suchmaschinen den Onlineshop Schmidt besser als den Onlineshop Müller, wenn es um das Stichwort „Sportwasserflaschen“ geht.

Linkmix: Wunderwaffe oder Anhängsel?

Themenrelevante Links sind die eine, ein zusätzlicher Linkmix die andere Seite. Das Wort Linkmix fällt in Bezug auf das Linkbuilding häufig, denn er ist ein wichtiger Bestandteil beim Linkaufbau. Mit dem Linkmix ist die Verteilung der Links gemeint, die zu einer bestimmten Seite führen. Folgende Dinge sollten dabei beachtet werden:

  • Links sollten nicht nur auf die Startseite, sondern auch auf Unterseiten gesetzt werden
  • Es sollten follow- und nofollow-Links gesetzt werden
  • Ankertexte sollten variiert werden (zum Beispiel nicht nur „Sportwasserflaschen“ sondern auch „Wasserflaschen für den Sport“, oder nur die URL als Linktext)
  • Links müssen aus unterschiedlichen Linkarten kommen
  • Es empfiehlt sich eine Verteilung der Links in 80 Prozent themenrelevante und 20 Prozent weniger themenrelevanten Seiten

Stichwortnofollow

nofollow“ ist ein Mikroformat innerhalb von Hyperlinks, das Suchmaschinen anweist, diese sogenannten Rückverweise nicht zur Berechnung der Linkpopularität heranzuziehen. Nicht alle Suchmaschinen beachten dies.

Quelle: Wikipedia

Stellt sich der Linkmix entsprechend vielfältig dar, wirkt der Linkaufbau natürlicher und wird von Suchmaschinen nicht abgestraft. Ein abwechslungsreicher Linkmix wird vor allem auch durch die unterschiedlichen Linkarten erreicht. Nachfolgend eine Übersicht dazu:


Artikelverzeichnisse (AVZ)
Eine ideale Möglichkeit, wertvolle Links aus dem Content, also aus dem Text, zu kreieren. Hierbei wird ein Text zu einem bestimmten Thema verfasst, bei dem das gewünschte Keyword mit der eigenen Webseite verlinkt wird. Ein Beispiel für ein AVZ ist „online-artikel.de“.

Webkataloge
Eine Art Branchenbuch für das Internet. Hier können Seitenbetreiber die Webseite in bestimmte Kategorien eintragen und dafür ebenfalls eine kleine Beschreibung der Webseite verfassen.

Branchenbücher
Mit den bekannten Branchenbüchern „11880“ oder auch „Gelbe Seiten“ können Links sehr gut generiert werden. Branchenbücher werden vor allem zur Stärkung eines „Google-Places-Profils“ verwendet.

Social Bookmarks
Social Bookmarks sind „Lesezeichen“, die im Internet abgespeichert werden können. So lässt sich von jedem Ort auf der Welt auf seine Lesezeichen oder Favoriten zugreifen und die Anbindung an den heimischen Browser entfällt. Das bekannteste deutsche Social-Bookmark-Verzeichnis ist „mister-wong.de“.

Blogbeiträge und Blogkommentare
Auf Blogs können Gastautoren Beiträge schreiben oder bereits vorhandene Blogbeiträge kommentieren und dafür einen Backlink erhalten. Bei Kommentaren wird meist der eigene Name mit der Webseite verlinkt. Hier lassen sich vorwiegend nofollow-Links generieren.

Forenlinks
Foren sind in Bezug auf den Linkaufbau oft die schwerste Möglichkeit, da die Foren-Betreiber sehr schnell und strikt gegen vermeintliche Spambeiträge vorgehen. Es ist daher immer sinnvoll, sich Forenaccounts aufzubauen. Ein User, der bereits zahlreiche Beiträge geschrieben hat, wirkt vertrauenswürdiger als einer mit sehr wenigen Beiträgen, der dafür aber einen Link hinterlässt.

Presseportale
Pressemitteilungen informieren nicht nur über wichtige und interessante Neuigkeiten im Unternehmen, sondern können auch als Linkquelle genutzt werden.

Links vom Mitbewerber finden

Die oben genannten Links bilden die sogenannte „Basis“ des Linkaufbaus. Auf diese Basis sollte nach Möglichkeit ein stabiles Gerüst aus besonderen Links aufsetzen. Doch solche Links sind meist nicht leicht zu bekommen. Oft scheitert es an der Bereitschaft des Webseitenbetreibers, der seine eigene Seite natürlich nicht einfach als Werbeplattform verkommen lassen möchte. Hier bietet es sich an, selbst aktiv zu werden und den direkten Kontakt zu den fürs eigene Unternehmen relevanten Zielgruppen beziehungsweise zu den jeweiligen Webseitenbetreibern zu suchen mit dem Ziel, den Link zur eigenen Webseite auf deren Webseite zu platzieren. Idealerweise kann sich der jeweilige Seitenbetreiber dann in einem Tauschgeschäft ebenfalls mit einem Link auf der Webseite des Gegenüber präsentieren.

Aber wie lassen sich die entsprechenden Quellen, bei denen man Links hinterlassen kann, finden? Zum einen durch eine entsprechende Suche in Suchmaschinen mithilfe von sogenannten „Search Operatoren“. Diese stöbern passende Blogs, Foren oder Webseiten auf, in oder auf denen sich Links setzen lassen. Eine andere Möglichkeit besteht in der Analyse der Mitbewerber. Entsprechende Tools können anzeigen, über welche Links der Mitbewerber verfügt und welche einem selbst noch fehlen. Dieses Vorgehen bietet sich an, um sich anschließend selbst dort zu platzieren.

Linkaufbau für eine Seite sollte immer dann betrieben werden, wenn ein besseres Ranking für die eigene Seite gewünscht ist. Doch Linkaufbau ist nur eine von vielen Variablen in der Bewertungsmaschinerie von Suchmaschinen, denn SEO ist niemals Stillstand, sondern immer Bewegung und Kreativität – und am Ende auch ein Schuss Mut.

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Über die Autorin
Janina Schmitt

Janina Schmitt ist als Suchmaschinenoptimierin verantwortlich für den Bereich Linkbuilding und Bestandskundenbetreuung. Die SEO-Küche ist Anbieter von professioneller Suchmaschinenoptimierung, sowohl als SEO-Komplettpaket als auch von einzelnen Bestandteilen.

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