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Social Media ManagerWas sie wirklich können müssen

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Sie bloggen, posten und twittern. Social Media Manager werden immer häufiger gesucht. Doch um sich tatsächlich so nennen zu können, braucht es weitreichendes Know-how.
erschienen: 02.03.2012
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Viele Social-Media-Kanäle haben sich im Kommunikationsverhalten von Unternehmen weitgehend etabliert. Nach Angaben des IT-Dachverbandes Bitkom beschäftigt schon rund jedes zehnte Unternehmen in Deutschland Mitarbeiter, die sich ausschließlich um Social-Media-Aktivitäten kümmern. Doch worauf kommt es hier tatsächlich an? Das Berufsbild ist noch zu neu, als das ein klarer Rahmenausbildungsplan definiert werden könnte. Entsprechend schwierig ist es auch, geeignetes Fachpersonal dafür zu finden. Hinzu kommt: Das Berufsbild „Social Media Manager“ ist bislang nicht definiert und auch nicht geschützt – grundsätzlich kann also jeder diese Bezeichnung tragen.

Das Problem dabei: Manch ein Social Media Manager verfügt nur über ein gefährliches Halbwissen, denn wer Social Media privat nutzt, die Funktionsweisen von Facebook & Co kennt oder eine Fanpage erstellen kann, ist noch lange kein Social Media Manager! Gefragt sind vor allem Praktiker mit weitreichenden Erfahrungen – keine Theoretiker oder sogenannte „Technik-Nerds“.

Was einen Social Media Manager auszeichnet

Eine adäquate Vorbildung in den Bereichen Marketing, Betriebswirtschaft, Kommunikation oder PR sind schon einmal eine solide Basis. Weniger notwendig sind Programmierkenntnisse, dennoch sollte ein Social Media Manager stets gut über die Entwicklungen von Kommunikationstechnologien informiert sein.

Da Social-Media-Kenntnisse auch branchenspezifisch variieren, können Berufserfahrungen in den jeweiligen Branchen durchaus von Vorteil sein. Plant beispielsweise ein Versicherungskonzern sich im Social Web zu engagieren, kann es Sinn machen, wenn der Bewerber bereits zuvor im Versicherungswesen gearbeitet hat und hier auf wertvolle Erfahrungen zurückgreifen kann. Schließlich geht es im Social Media Marketing um Kundenkommunikation, wo es wichtig ist, kompetent und auf Augenhöhe mitreden zu können.

Zur inhaltlichen Vertiefung der einzelnen Social-Media-Disziplinen bieten mittlerweile zahlreiche Bildungsträger Weiterbildungsmöglichkeiten an. Bis sich die einzelnen Themen zu einem einheitlichen Studien- oder Berufsausbildungskonzept vereinheitlichen werden, wird jedoch noch sehr viel Zeit vergehen. Aspiranten für diesen Beruf sind also nach wie vor auf Seminare, Vorträge und eigene Netzwerke angewiesen. Eines wird sich aber definitiv nicht ändern: Der ständige Wille zur Beobachtung der Social-Media-Branche, denn auch hier finden in kurzen Intervallen immer neue Entwicklungen statt.

Was sind also die wichtigsten Skills, die ein Social Media Manager vorweisen sollte?

1. Online-Affinität

Hier geht es weniger darum, viel Zeit im Internet zu verbringen. Vielmehr kommt es darauf an, dass sich der angehende Social Media Manager schon länger mit diesem Kommunikationskanal aktiv beschäftigt hat. Er führt zum Beispiel einen Blog und ist auf Twitter, Facebook & Co. schon länger engagiert.

2. Erfahrung

Das bloße Führen eines Blogs ist noch lange kein Indiz dafür, dass die Regeln des Web 2.0 verstanden wurden. Erfahrungen aus einer langjährigen Tätigkeit in einer Marketing- oder PR-Agentur sind schon eher gefragt. Denn wie soll ein junger Social Media Manager ein Unternehmen beraten, wenn er noch nie ein Unternehmen von innen gesehen hat? Vorsicht ist demnach bei Absolventen geboten, die noch über keine Berufserfahrung verfügen. Das gleiche gilt für Freelancer; auch hier sind Erfahrungen und nachweisbare Referenzen entscheidend.

3. Kontakte

Ein Social Media Manager muss über relevante Kontakte verfügen. Damit sind die Multiplikatoren innerhalb der Social-Media-Szene gemeint. Nur so können sich Nachrichten verbreiten.

4. Kreativität und konzeptionelle Fähigkeiten

Einem Unternehmen ein Gesicht im Social Web zu verleihen, benötigt ein gewisses Maß an Kreativität, denn mit vorgefertigten und allgemeinen Konzepten wird es dort heutzutage keinen Erfolg geben. Wichtig ist, das Unternehmen zu verstehen, seine Besonderheiten herauszuarbeiten und die Authentizität in den Vordergrund zu stellen.

5. Technisches Fachwissen

Wie bereits erwähnt, geht es hier nicht um besondere Programmierkenntnisse. Trotzdem sollte jeder Social Media Manager mit den technischen Werkzeugen des Social Web sicher umgehen können. Desweiteren sollte er in der Lage sein, ein Pflichtenheft für die IT-Abteilung zu erstellen, um die technischen Erfordernisse einer Kampagne deutlich vermitteln zu können.

6. Soziale Kompentenz

Gerade in der Kommunikation mit Kunden sollte ein Social Media Manager besondere soziale Kompetenzen vorweisen können, denn im Social Web kann es durchaus zu negativen Äußerungen, Kritiken oder auch Beleidigungen kommen. Hier sind Sachlichkeit und konstruktive Kommunikation gefordert. Ein Social Media Manager, der über ein schwaches Nervenkostüm verfügt und bei der kleinsten Kritik beleidigt reagiert, gefährdet die gesamte Social-Media-Kampagne.

7. Kenntnisse im Monitoring

Das Monitoring ist ein Spezialgebiet im Social Media Marketing. Mittels speziell entwickelter Monitoring-Software können die meisten Social-Media-Kanäle nach neuen Berichten über die eigene Kampagne im Blick behalten und unter Umständen zeitnah darauf reagiert werden.

8. Neugier

Einen erfolgreichen Social Media Manager treibt die stetige Neugier an technischen Errungenschaften an, gerade im Zusammenhang mit den Möglichkeiten der Kommunikation. Ein neugieriger Social Media Manager hat sein Ohr stets am Puls der Zeit und erweitert ständig seinen persönlichen Horizont.

9. Durchsetzungs- und Teamfähigkeit

Ein Social Media Manager wird in einem Unternehmen mehrere Kontaktpunkte zu den unterschiedlichsten Mitarbeitern haben. Meist kommt der Impuls, sich im Social Web zu engagieren, von der Unternehmensleitung, und nicht jeder Mitarbeiter wird darauf positiv reagieren. Oft kollidieren hier Interessen, denn eine Marketingabteilung wird in den seltensten Fällen spontan positiv auf einen externen Dienstleister reagieren, der das altbewährte Tagesgeschehen der Abteilung optimieren soll. Hier ist besonderes Fingerspitzengefühl in der Kombination von Durchsetzungs- und Teamfähigkeit gefordert, um Mitarbeiter von den Vorteilen des Social Media Marketings zu überzeugen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Auswahl eines Social Media Managers sich nicht wirklich mit den üblichen HR-Prozessen vergleichen lässt. Zeugnisse oder Zertifikate von Bildungsanbietern geben zwar einen Hinweis auf bestimmte Kompetenzen, sind aber niemals ein Garant für tatsächliche Kompetenz.

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Über den Autor
Robert Justitz

Als Vorstandsmitglied der Deutschen Stadtauskunft Marketing AG verantwortet Robert Justitz seit über zehn Jahren die Bereiche Online-Marketing, Suchmaschinenoptimierung sowie Social Media Marketing. Das Unternehmen betreut kleine und mittelständische Unternehmen in sämtlichen Aspekten der digitalen Kommunikation, von der Homepageerstellung bis zur Vermarktung.

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