SuchmaschinenoptimierungRanking verbessern und unter den Top 10 landen

Ein vorderer Platz in den Suchergebnissen der Suchmaschinen ist für die Betreiber von Webseiten essenziell. Schon mit wenigen Maßnahmen lässt sich dieses Ranking deutlich verbessern.
erschienen: 28.01.2015
Schlagwörter: Online-Marketing, Marketing
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Für Unternehmen mit eigener Webpräsenz ist es wichtig, in den Suchmaschinen möglichst weit vorne zu landen. Im Optimalfall kommt man bei einer Suchanfrage unter die ersten zehn Suchergebnisse. Aber wie kann das gelingen? Das Mittel der Wahl heißt Suchmaschinenoptimierung (SEO).

StichwortSuchmaschinenoptimierung

Suchmaschinenoptimierung ist ein Teil des Online-Marketings und bezeichnet alle Maßnahmen, die dazu geeignet sind, den eigenen Webauftritt bei den Suchmaschinen nach vorne zu bringen. Damit sind die unbezahlten Suchergebnisse auf höheren Plätzen gemeint.

Suchmaschinenoptimierung lässt sich OnPage- sowie OffPage-Optimierung unterteilen. Bei der OnPage-Optimierung wird die eigene Webseite bearbeitet, bei der OffPage-Optimierung geht es um die Einflussnahme auf andere Webseiten.

Wichtig bei SEO ist vor allem die Kontinuität der durchgeführten Maßnahmen. Nur wer sich dauerhaft mit dem Thema auseinandersetzt und seine Bemühungen immer auf demselben Level durchführt, hat nachhaltig Erfolg.

Webseite OnPage und OffPage optimieren

Bei der Suchmaschinenoptimierung wird zwischen OnPage- und OffPage-Optimierung unterschieden. OnPage bedeutet die Verbesserung der Webseite als solche. Mögliche Maßnahmen:

  • Verkürzung der Seitenladezeit
  • Verbesserung der Struktur der Webseite inklusive der Verschlüsselung des Datenverkehrs (HTTPS oder HTTP)
  • Fokussierung der Inhalte auf Schlüsselbegriffe (Keywords)
  • Bereitstellung der Inhalte in einem Design, das sich automatisch an das jeweilige Gerät (PC, Tablet, Smartphone) anpasst (Responsive Design)
  • Erstellung von relevanten und einzigartigen Inhalten, die Besucher möglichst lange auf der Webseite halten

Zur OffPage-Optimierung gehören alle Erwähnungen der Inhalte der eigenen Webseite und deren Autoren im Internet. Beispiele:

  • Verlinkung in einem Presseartikel
  • „Likes“ bei Facebook, „Plus“ bei Google+ oder „Tweet“ bei Twitter, die sich auf den Inhalt der Webseite beziehen
  • Verknüpfung eines Google-Autoren-Tags mit einem Presseartikel und der Webseite des Autors
  • Zuordnung eines YouTube-Kanals zur Webseite
  • Einbindung der YouTube-Videos durch andere Webseiten und Blogs
  • Verlinkung von Autoren und dessen Webseite durch einflussreiche Blogger (Influencer)

SEO mittels redaktionellem Content betreiben

Je hochwertiger die Inhalte einer Webseite, desto besser ist das für das Gefundenwerden in den Suchmaschinen. Wer eine gute Platzierung anstrebt, sollte sich einen Redaktionsplan erstellen, da die Qualität der Inhalte gepaart mit Kontinuität bei der Veröffentlichung wesentlich für eine redaktionelle Suchmaschinenoptimierung sind.

Mit Inhalten von hoher Qualität sind dabei keine Textwüsten gemeint. Es gilt, die Aufmerksamkeit der Besucher mit allen seriösen Mitteln zu bekommen. Dazu zählen Text, Bild und Video. Die Texte sollten spannend geschrieben und fachlich einwandfrei sein. Wer zum Beispiel seine fachliche Expertise in Form von Fachartikeln oder auch Produktbeschreibungen ins Netz stellt, erhöht damit den Traffic auf seiner Webseite und vor allem die Chance, auf anderen Webseiten und in sozialen Netzwerken erwähnt zu werden.

Doppelten Content vermeiden

Aus SEO-Gesichtspunkten sollte doppelter Content vermieden werden. Das heißt, denselben Artikel an unterschiedlichen Stellen im Internet zu platzieren. Dieses Vorgehen wird von den Suchmaschinen abgestraft, indem die Webseite in den Suchergebnissen weiter hinten angezeigt wird. Die Lösung: Texte zu einem bestimmten Thema sollten immer variiert werden. Unternehmen sollten nie völlig identische Texte im Netz veröffentlichen. Als Richtwert gilt: Ungefähr ein Drittel des alten Textes kann wieder in einem neuen Text verwendet werden. Wer mehr kopiert, gefährdet seine Position im Ranking der Suchmaschinen.

Heimtückisch ist, dass doppelter Content auch unabsichtlich entstehen kann, wenn beispielsweise Inhalte innerhalb der eigenen Website vervielfältigt werden. Das Mittel der Wahl gegen unabsichtliche Vervielfältigungen ist die Absicherung der eigenen Seiten durch die Datei „robots.txt“. Mit dieser Datei werden Seiten, die doppelte Inhalte aufweisen, gegen die Indizierung durch Suchmaschinen abgesichert. Auch die Kennzeichnung des Original-Artikels durch das sogenannte „Canonical-Tag“ ist möglich.

Ranking mit Backlinks und Deeplinks verbessern

Links, die von anderen Webseiten auf die eigene Webseite verweisen – sogenannte Backlinks – sind nach wie vor ein wichtiger Teil der Suchmaschinenoptimierung und erhöhen das Ranking der eigenen Webseite. Ging es bis vor wenigen Jahren noch darum, möglichst viele Backlinks zu erhalten, ist es heute die Qualität und die Relevanz des Backlinks, der die entscheidenden Signale an die Suchmaschinen sendet. Das heißt: Wer zu viele Backlinks von „Schrottseiten“, also zum Beispiel Seiten, die fast nur aus Links bestehen (Link-Farmen) erhält, wird bei den Suchergebnissen nicht nach vorne kommen.

Wer auf Backlinks setzt, sollte auch die sogenannten Deeplinks einsetzten. Dabei handelt es sich um Links von externen Seiten, die auf bestimmte Unterseiten der eigenen Webseite verweisen. Grundsätzlich gilt: Je älter eine Domain ist und je höher die Platzierungen für die Haupt-Keywords, desto seriöser ist sie für die Suchmaschinen. Backlinks also, die von einer solchen Domain auf die eigene Webseite verweisen, nehmen einen höheren Stellenwert für die Suchmaschinen ein und verbessern das eigene Ranking effektiv.

Austausch mit anderen Webseiten-Betreibern suchen

Um an Backlinks zu gelangen, ist der Austausch mit anderen Webseiten-Betreibern gut geeignet. Wer zum Beispiel qualitativ hochwertige Gastartikel anbieten kann, wird auch gerne verlinkt. Wer eine gute Infografik erstellen kann, wird in Blogs erwähnt. Wer aktuelle Informationen zu seinem Thema weiterreicht, kommt bei den Empfängern gut an. Es geht sowohl um die Vernetzung der eigenen Seite als auch um das Netzwerken mit Gleichgesinnten, wobei die „Partnerseiten“ eine entsprechende Qualität aufweisen sollten. Inhaltlich schlechte Seiten oder Seiten, die in den Suchmaschinen nicht gut gerankt sind, werten die eigene Seite nicht nur inhaltlich ab, sondern im Ranking auch tatsächlich nach unten. Doch Vorsicht: Wer es mit Backlinks und Deeplinks übertreibt, wird von den Suchmaschinen unter Umständen als „Spammer“ identifiziert und im Ranking degradiert.

Wer hingegen externe Links auf der eigenen Seite einbaut, sollte unbedingt darauf achten, dass die verlinkten Seiten sowohl inhaltlich verwandt sind, als auch eine Ergänzung zum eigenen Inhalt darstellen. Es geht immer darum, den Besuchern einen Mehrwert zu bieten.

Besucher möglichst lange auf der Webseite halten

Ob eine Webseite bei den Besuchern gut ankommt oder nicht, ist für Suchmaschinen ein wichtiges Kriterium bei der Bewertung und Platzierung von Webseiten. Wichtige Signale, die die Besucher von Webseiten aussenden, können sein:

  • Dauer des Besuchs
  • Verlassen der Webseite nach dem Aufruf der Einstiegsseite
  • Lieblingsseite
  • Ausstiegsseite
  • Herkunft der Besucher (Quelle im Internet)
  • Sprache der Besucher
  • Alter der Besucher

Die Aufgabe der SEO ist es, diese Signale zu empfangen und den Besuchern einen möglichst angenehmen Aufenthalt zu bescheren. Beobachten lassen sich diese Signale mit gängigen Analyse-Tools, die im Quellcode der Webseite eingebunden werden sollten.

Mit Keywords Besucherströme lenken

Das Auffinden geeigneter Keywords, also Schlüsselwörter, die mit den eigenen Produkten oder Dienstleistungen in Verbindung stehen, ist von elementarer Bedeutung für die Lenkung von relevanten Besucherströmen. Denn: Über Keywords suchen auch potenzielle Kunden nach interessanten Angeboten. Wer hier Fehler macht, wird erst gar nicht oder nur sehr schlecht gefunden und kann sein Angebot dementsprechend schlecht vermarkten.

Keywords sind Phrasen, die Suchende in das Eingabefeld von Suchmaschinen eingeben. Sie sind die Schlüssel, die jeder Webseiten-Betreiber benötigt, um seine Inhalte einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Keywords sollten im Titel der Webseite, also in den sogenannten Meta-Informationen, und im Inhalt der jeweiligen Seite untergebracht werden. Für eine erfolgreiche Optimierung einer Internetpräsenz spielen aber auch die Keyword-Dichte, die Formatierung des Textes sowie die Positionierung der Suchphrasen eine entscheidende Rolle. Um die Texte lesbar zu erhalten, sollten Synonyme zu den wichtigsten Keywords gefunden und eingestreut werden.

Suchverhalten der Internet-Nutzer herausfinden

Herauszufinden, wonach im Internet über Suchmaschinen gesucht wird, ist eine der wesentlichen Aufgaben bei der Suchmaschinenoptimierung. Dabei geht es ums gezielte Bedienen der Suchanfragen.

Beispiel: Gezieltes Bedienen einer Suchanfrage

Wer ein Hotel in Bonn betreibt, sollte berücksichtigen, dass Reisende höchstwahrscheinlich bereits im Vorfeld geklärt haben, in welcher Stadt sie ihren Aufenthalt verbringen wollen. Die Optimierung auf das Keyword „Hotel“ hin wäre nicht nur mit enormem Aufwand verbunden, es würde auch nur bedingt passende Besucher auf die Webseite führen. Anders stellt es sich bei den Suchphrasen „Hotel Bonn“, „Hotel in Bonn“ oder „Bonn Hotel“ dar.

Um herauszufinden, was die richtigen Keywords sind, lassen sich Keyword-Datenbanken nutzen. Nach Eingabe seines Produkts oder seiner Dienstleistung erhält man Textvorschläge. Eine andere Möglichkeit, zu den passenden Keywords zu gelangen, ist die Orientierung am Wettbewerb. Die Homepages von Konkurrenten geben oft gute Hinweise auf nützliche Keywords.

Wer mehrere Keywords findet, sollte diese auch miteinander verbinden, denn Keyword-Kombinationen sind effektiver. Jede Webseite beziehungsweise Unterseite sollte auf verschiedene Keyword-Kombinationen hin optimiert werden. Der eigentliche Sinn der Texte, nämlich die Begeisterung der Besucher, sollte aber gleich bleiben. Auch wichtig: Die Keywords sollten unterschiedlich geschrieben werden: in der Einzahl und Mehrzahl sowie in sinnverwandten Begriffen.

Fazit

Wer die Maßnahmen zur Suchmaschinenoptimierung dosiert und kontinuierlich einsetzt, wird mittel- bis langfristig die Früchte seiner Arbeit ernten können. Doch die Arbeitsweise der Suchmaschinen ist geheim, und die Kriterien, nach denen sie arbeiten, können sich permanent ändern. Betreiber einer Webseite sollten diese möglichen Veränderungen bei den Suchmaschinen deshalb kontinuierlich verfolgen und die Maßnahmen ihrer SEO entsprechend anpassen.

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Über den Autor
Mathias Leven

Mathias Leven ist Unternehmer, Anwendungsentwickler und zertifizierter Google AdWords-Professional. Er studierte an der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg und absolvierte zuvor eine Ausbildung zum Fachinformatiker.

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