Archiv

TeamcoachingMitarbeiter zu Teamplayern machen

Ein zu coachen wird immer mehr zur Notwendigkeit für Führungskräfte. Ein Fragencheck zeigt, was den Führungsstil „Teamcoaching“ kennzeichnet.
erschienen: 24.02.2011

Die Anforderungen an eine heutige Führungskraft, an immer vielfältiger und anspruchsvoller werdenden Rollen, an das oft gleichzeitige Mitwirken in verschiedensten Teams (national und international), steigen ständig. Die Arbeitswelt ist für jeden spürbar schneller und rauer geworden, die sogenannte Halbwertzeit von Können und Wissen nimmt deutlich ab und verlangt nicht nur von der Führungskraft, sondern auch von deren Mitarbeitern die zunehmende Übernahme von Eigenverantwortung: Wer nicht an sich arbeitet, sich weiterbildet und weiterentwickelt, fällt zwangsläufig zurück. Wer sich in dieser komplexen Arbeitswelt nicht weiter qualifiziert, gerät in Dauer-Stress und kann der erwarteten Leistungsverdichtung nicht standhalten.

Die heutigen autoritären und hierarchischen Führungsprinzipien sind immer weniger geeignet, den modernen Anforderungen an eine Führungskraft zu genügen. Um dem Dauer-Stress zu begegnen und die Effektivität des eigenen Teams zu bewahren oder zu erhöhen, sind Führungskräfte gut beraten, Teamcoaching als Führungsaufgabe und Führungsstil einzuführen und anzuwenden. Beim Teamcoaching geht es um die Fähigkeit, die Spannung zwischen humanistischen Idealen und alltäglicher Wirklichkeit auszuhalten und einen kreativen Weg zu finden, das jeweils Bestmögliche für Mitarbeiter und Organisation in die Tat umzusetzen.

Unsere flexibilisierte, mobilisierte und dynamisierte Dienstleistungswelt ist zu einer Welt mit wachsenden Unsicherheiten geworden. Führungskräfte, die schnell Entscheidungen mit weitreichenden Konsequenzen treffen müssen, tun dies häufig auf Basis von unvollständigen Informationen. Trotz der Existenz computerunterstützter Business-Intelligence (BI)- oder Management-Informations-Systeme (MIS).

Situationen, Umstände und Erkenntnisse ändern sich oft so schnell in einer globalisierten Welt, dass die Experten mit dem Füttern der Computersysteme in Echtzeit gar nicht mitkommen. Führungskräfte, welche trotz dieser Unsicherheiten belastbare, sprich zukunftssichere Entscheidungen treffen können, sind heute mehr denn je gefragt. Darüber hinaus werden durch abteilungs-, hierarchie- und unternehmensübergreifende Teams bis hin zu so genannten Value-Networks, mittlerweile Fähigkeiten und Kenntnisse von den Führungskräften verlangt, welche so bisher selten oder gar nicht gefordert wurden. 

Das führt dazu, dass nun auch das ehemalige „Biotop Management“  im Gegensatz zu früher - nicht nur in wirtschaftlich turbulenten Zeiten - auf dem Prüfstand steht.

Führungskräfte, unabhängig ob im kleinen, mittelständischen Unternehmen oder im Großunternehmen, die ihren Job behalten, ernst nehmen und ausfüllen wollen, haben heute die vorrangige Aufgabe, die ihnen anvertrauten Mitarbeiter zu echten Teamplayern zu entwickeln, um sich damit „Freiräume“ zu schaffen und in die Lage zu bringen, die oben geschilderten Anforderungen zu erfüllen. Hierbei können sie beweisen, dass Sie nicht nur die bessere Führungskraft, sondern der - für die zu erbringende Leistung - beste Teamcoach sind.

Die heutigen Innovationen sind immer weniger das Ergebnis der Überlegungen einzelner Experten, als vielmehr das Resultat des Zusammenwirkens mehrerer Know-how-Träger in einem Team oder Knowledge-Communities. Einerseits sind die Teammitglieder kritischer und selbstbewusster geworden und andererseits werden an sie immer höhere Anforderungen gestellt, welche diese nur durch exzellente Führung und Qualifikation erfüllen können. Wer als Teamcoach in der Lage ist, das Verhalten seiner Teammitglieder richtig wahrzunehmen, zu interpretieren und die oft divergierenden Interessen „unter einen Hut“ zu bringen, wird sein Team effizient und erfolgreich führen und daraus ein „Powerteam“ oder eine Knowledge-Community bilden können.

Dies können die Führungskräfte am sichersten erreichen, indem sie Teamcoaching als zukunftsichernde Führungsaufgabe, resp. als Führungsstil entwickeln. Dadurch fördern sie bei ihren Mitarbeitern ein neues Selbstverständnis als Teamplayer wie auch ihre eigene Qualifikation. Teamcoaching verlangt sowohl ein auf das Individuum ausgerichtetes, als auch ein auf die berufliche Umwelt achtendes und integriertes Lernen. Es berücksichtigt und achtet damit zugleich die Individualität des Teammitgliedes und die Umfeldbedingungen des Unternehmens oder der Organisation, in denen Lernen stattfinden soll, ohne das Individuum oder die Organisation zu überfordern.

Teamcoaching ist somit eine wirkungsvolle Ergänzung der Managementaufgaben und Managementstile der letzten Jahre, um den heutigen  Anforderungen gerecht zu werden.

Der folgende Fragencheck zeigt, was den Führungsstil „Teamcoaching“ kennzeichnet:

Über die Autoren
Bettina von Troschke

Bettina von Troschke (M.A.) ist Coach, Beraterin und Managementtrainerin. Sie ist Inhaberin und leitet die HOT-Akademie für Führungskräfte. Seit 20 Jahren arbeitet sie mit multinationalen und nationalen Firmen zusammen, mit den Schwerpunkten Teamcoaching, Individualcoaching, Vertriebscoaching, Beschwerdemanagement, Führung und Gestaltung von Veränderungsprozessen.

AnschriftHOT-Akademie für Führungskräfte
Kaiserleistraße 43
63067 Offenbach
Telefon+49 69 85096496
E-Mailbettina.v.troschke@hot-akademie.de
Internetwww.hot-akademie.de
Bernhard Haas

Bernhard Haas ist Unternehmensberater, Managementtrainer und Coach mit den Schwerpunkten, Management, Team- und Organisationsentwicklung sowie Vertrieb bei der HOT-Akademie für Führungskräfte.

AnschriftHOT-Akademie für Führungskräfte
Kaiserleistraße 43
63067 Offenbach
Telefon+49 69 85096496
E-Mailbernhard.haas@hot-akademie.de
Internetwww.hot-akademie.de

Weitere Artikel der Autoren