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Mobile TechnologieWorauf sich Unternehmen künftig einstellen müssen

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Smartphones und Tablets - mobile Technologie ist weiter auf dem Vormarsch. Unternehmen sollten deshalb schon heute wissen, welche mobilen Trends künftig für sie wichtig werden.
erschienen: 06.03.2012
Schlagwörter: Social Media
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1. Mobiles Internet erobert den Massenmarkt

Der Anteil der über Netzbetreiber verkauften Smartphones am Gesamtsortiment liegt mittlerweile weit über 50 Prozent. Darüber hinaus werden zunehmend auch immer mehr dieser intelligenten Telefone über große Retail-Ketten auf den Markt gebracht. Die Hürden zur Nutzung des Mobile Internet werden für Verbraucher durch günstige Datenflatrates geringer. Jedes kundenorientierte Unternehmen muss eine für mobile Technologie optimierte Internetpräsenz besitzen, die auf mobilen Endgeräten einwandfrei funktioniert.

2. Claims im Ökosystem „Mobile“ sind noch nicht abgesteckt

Neben den zwei etablierten Betriebssystemen ist Platz für ein drittes, starkes Ökosystem mit Technologie- und Content-Partnern. Dies betrifft vor allem den wachsenden Bereich der Business-Applikationen. Unternehmen müssen diese Entwicklung im Rahmen ihrer „Mobile Strategy“ berücksichtigen.

3. Mobile Dienste müssen nutzwertig und relevant sein

Nur valide Kennzahlen über die Nutzung der Dienste und Inhalte können bestehende Informations- und Unterhaltungsangebote optimieren. Das Messen der Relevanz sowie ein genaues Usability- und Conversion-Tracking von Mobile-Applikationen und Mobile-Sites werden für Unternehmen zur Pflicht. Was im Web schon lange Selbstverständlichkeit ist, dringt künftig auch in die mobile Web- und App-Economy. Bei dem rasanten Zuwachs an Mobile-Apps und -Sites wird es sich kein Anbieter mehr leisten können, auf die Optimierung zur Sicherung von Wettbewerbsvorteilen zu verzichten.

4. Sprache revolutioniert die Steuerung von Apps

Die Zukunft des gesamten Marktes wird von intelligenten, sprachbasierten Applikationen geprägt. Zugleich erfordert die Weiterentwicklung der Sprachsteuerung gänzlich neue Gestaltungsparameter für den Mobile Screen. Während die vorhandenen Apps bislang ausschließlich auf der Spracherkennung basieren, werden echte „Sprachversteher“ unter den Applikationen das mobile Leben für viele Kunden vereinfachen. Aus dem Taxi heraus per Sprache ein Zugticket zu kaufen und den Sitzplatz zu reservieren wird bald auf vielen Endgeräten zur Normalität werden.

5. Social-Media-Kampagnen müssen mobil funktionieren

Die mobile Nutzung von Sozialen Netzwerken und Angeboten wächst bereits jetzt rasant, so dass für Social Media ausgelegte Kampagnen auch mobil nutzbar sein müssen. Social-Media-Kampagnen sind jedoch im mobilen Kanal über die mobile Internetseite oder Apps üblicherweise nicht sichtbar. Unternehmen müssen deshalb eine Strategie entwickeln, wie sie die Sichtbarkeit auf dem mobilen Kanal in Zukunft erreichen können.

6. Mobile gehört in einen intelligenten Media-Mix

Im Zuge der rasanten Verbreitung von Smartphones und Tablets wird mobile Technologie zu einem zentralen Customer Touchpoint für Marken aller Branchen. Über Mobile Marketing werden Unternehmen immer besser dazu in der Lage sein, den relevanten Kunden im richtigen Kontext, am richtigen Ort und zur richtigen Zeit anzusprechen. So können sie Kunden mit mobiler Werbung genau dort abholen, wo sie sich gerade befinden.

7. Reichweite für Mobile Advertising wächst stark

Bis 2015 werden rund 50 Millionen Smartphones in Deutschland genutzt werden. Die mobile Reichweite wird weiter wachsen, so dass schon 2012 mit einem Marktwachstum für Mobile Advertising von deutlich über 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gerechnet werden kann. Neben einer potenziellen Verlagerung der Nutzung von Sozialen Netzwerken auf mobile Endgeräte werden neue Dienste und Marken entstehen, die am Markt vorher noch nicht bekannt waren. Deshalb müssen etablierte Marken im Medium Mobile präsent sein.

8. QR-Codes gewinnen für Unternehmen an Relevanz

Die Technologie der QR-Codes setzt sich auf weiter Front durch. An der Schnittstelle von Verbraucher, Information und Produkt besitzen sie eine zunehmende Relevanz. In den nächsten Jahren werden QR-Codes sukzessive von Near-Field-Communication-Lösungen (NFC) abgelöst. Mobile Endgeräte ohne bereits vorinstallierte Erkennungssoftware für QR-Codes sowie NFC-Chips werden künftig das Nachsehen gegenüber der Konkurrenz haben.

9. Mobile Commerce stimuliert E-Commerce

Die starke Verbreitung von Smartphones wird den Mobile Commerce zum Durchbruch verhelfen und somit den E-Commerce weiter stärken. Mobile-Commerce-Lösungen bieten die Chance, die digitale Shopping-Welt mit der analogen Lebenswirklichkeit in Einklang zu bringen. Für Mobile Commerce gelten eigene Regeln und Nutzungsszenarien. Mobile Payment erhält einen enormen Schub. Hier beginnt bereits der Wettbewerb der Systeme.

10. Mobilität als Vorteil für Arbeitgeber

Die Ausstattung von Mitarbeitern mit Smartphones und Tablets wird künftig ein wichtiger Faktor für die Mitarbeiterzufriedenheit und Loyalität gegenüber Unternehmen. Arbeitgeber können sich entscheidende Wettbewerbsvorteile sichern, wenn sie ihren Mitarbeitern attraktive Angebote und Zugeständnisse in der Nutzung von mobilen Endgeräten offerieren. Vor allem werden maßgeschneiderte mobile Anwendungen für Berufe wie den Vertrieb aufgrund der besonders hohen Mobilität immer relevanter.

Quelle: Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V.

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