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UnternehmensbedrohungWie gut schützen Sie Ihr Unternehmen?

Ob Klimakatastrophen, demografischer Wandel oder Ressourcenverknappung, Unternehmen sind einer Menge Gefahren ausgesetzt.
erschienen: 15.12.2010

In der Politik geht es den Verursachern meist darum, die Politiker mitsamt ihrem wirtschaftlichen und internationalen Einfluss zu schwächen, im Unternehmenskontext geht es darum, die Marktposition des Unternehmens zu schwächen. Hauptsächlich steht dabei ein Konkurrenzdenken im Mittelpunkt, dem auch Ihr Unternehmen sich nicht entziehen kann. Wettbewerber versuchen, das Know-how der Konkurrenten zu stehlen, ihre Fachkräfte abzuwerben oder Ressourcen strategisch zu horten. Und dies sind bei Weitem nicht die einzigen Bedrohungen, die Ihr Unternehmen gefährden können. Sechs weitere Szenarien, für die Sie Ihr Unternehmen rüsten sollten:

Klimakatastrophen

Jahrhundertfluten und tosende Stürme – der Klimawandel ist schon lange ein bedeutendes Thema in der Wissenschaft und daher keine völlig neue Bedrohung mehr. Kämpft Ihr Unternehmen schon mit den Folgen des Klimawandels? Können Sie die Produktion weiterführen, auch wenn umgestürzte Bäume oder Wassermassen Ihre Gebäude beschädigen und Ihre Zufahrtsstraßen blockieren? Diese Gefahr lauert jeden Tag, wird jedoch oft unterschätzt.

Demografischer Wandel

Ein Großteil der Erwerbstätigen in Deutschland ist heute etwa Mitte Vierzig. Arbeitskräfte werden zunehmend älter und es folgen immer weniger Erwerbstätige nach, denn seit den 1970er Jahren ist die Geburtenrate rückläufig. So zeigt eine Untersuchung des Statistischen Bundesamtes deutlich: Die Bevölkerung in Deutschland schrumpft.

Auch eine aktuelle Studie der EU besagt, dass Deutschland im europäischen Vergleich am stärksten vom Rückgang der Erwerbstätigen betroffen sein wird. Die Folge wird zwangsläufig ein gravierender Mangel an Fachkräften sein. Haben Sie sich bereits auf diese Veränderungen des Marktes eingestellt? Können Sie sicherstellen, dass Ihrem Unternehmen auch in Zukunft junge, dynamische Mitarbeiter zur Verfügung stehen?

Ressourcenverknappung

Derzeit sind Themen wie diese häufig in Zeitungen und im Internet zu lesen: „Deutschland beschwört Gefahr aus China“ (Financial Times Deutschland, 13.10.2010), Australien sichert Japan seltene Erden zu (Frankfurter allgemeine Zeitung, 25.11.2010) oder „Seltene Erden für alle“ (n-tv, 29.10.2010). China beschafft schon heute viele Rohstoffe, die in der Zukunft immer wichtiger werden: Schätzungen zufolge derzeit etwa 95 Prozent des jährlichen Förderungsvolumens. Mit anderen Worten sichert sich China bereits heute nahezu das gesamte Förderaufkommen an Rohstoffen. Hierzu zählen vor allem Rohstoffe, die heute namentlich kaum jemandem bekannt sind, wie Cerium, Europium oder Samarium. Dies sind jedoch die Rohstoffe von morgen, denn Sie werden vor allem für Hightech-Produkte eingesetzt, beispielsweise für Flachbildschirme, Glasfaserkabel oder Magnete für Festplatten und iPods. Können Sie auf diese Ressourcen verzichten?

Gesetzliche Anforderungen

Bei der Flut an Gesetzen und Anforderungen, die ein Unternehmen in Deutschland beachten muss, ist es gerade für den Mittelstand nicht immer einfach, den Überblick zu behalten. Mittelständische Unternehmen verfügen aus Kosten- und Ressourcengründen oft nicht über ein Instrument oder den Sachverstand, mit dem sie die Einhaltung aller Gesetze und Anforderungen regelmäßig kontrollieren können.

Eine Studie aus dem Jahr 2006 der Experton Group zeigt, dass sich viele Unternehmer noch nicht einmal der Verpflichtung bewusst sind, ein System einzusetzen, das klar zeigt, welche Gesetze zu beachten oder welche Informationen wie lange zu archivieren sind. Gibt es in Ihrem Unternehmen ein Instrument oder einen Experten, der Sie bei der Erfüllung dieser Anforderungen unterstützt?

Stromversorgung

Im September 2008 wurde im „Grünbuch öffentliche Sicherheit“ ein Szenario zum flächendeckenden Stromausfall in Deutschland beschrieben. Lange Zeit galt Deutschland als eines der sichersten Länder, was die Stromversorgung angeht – bis im Winter 2005 der Strom im Münsterland flächendeckeckend für mehrere Tage ausfiel. Eisregen war damals die Ursache. Erst mit diesem ernst zu nehmenden Zwischenfall wurde deutlich, dass auch das deutsche Stromnetz sehr anfällig ist. Zusätzlich bringen die europäischen Abhängigkeiten in der Stromversorgung weitere Ausfallpotenziale mit sich. Wie sorgen Sie dafür, dass Ihr Unternehmen auch bei einem lang anhaltenden Stromausfall weiterhin handlungsfähig bleibt?

Know-how der Mitarbeiter

Wer sich häufig in öffentlichen Räumen bewegt, kennt dieses Szenario: Nebenan unterhält sich jemand lautstark mit einem Geschäftspartner über unternehmensinterne Dinge, sodass man kaum eine Chance hat, wegzuhören. In solchen Fällen helfen auch die besten Sicherheitsmaßnahmen einem Unternehmen nicht, seine Interna zu schützen. Der Zugriffsschutz auf Daten, die in der IT gespeichert werden, reicht alleine nicht aus, um sensible Daten ausreichend abzuschirmen. Der Faktor Mensch stellt in puncto Datensicherheit ebenfalls ein großes Risiko dar. Die Mitarbeiter regelmäßig im Umgang mit sensiblen Daten zu schulen, ist deshalb eine notwendige Zusatzmaßnahme.

Unternehmen sind oftmals so mit den Herausforderungen des Alltags beschäftigt, dass sie die Vielzahl der Risiken nicht im Blick behalten können. Dazu fehlt es an pragmatischen Ansätzen und bezahlbaren Instrumenten – am besten beruhend auf Bordmitteln. Wie steht es um die Bewertung der Risiken in Ihrem Unternehmen? Haben Sie alle für Ihr Unternehmen relevanten Risiken bedacht?

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Über die Autoren
Uwe Rühl

Uwe Rühl entwickelte unter anderem Sicherheitsstrategien zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006. Er sorgt dafür, dass Konzerne und Mittelständler potenzielle Risiken rechtzeitig erkennen und behandeln. Die Schwerpunkte sind Informationssicherheits-, Risiko- und Business-Continuity-Management sowie die Verknüpfung mit integrierten Managementsystemen.

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Stephanie Niemann

Stephanie Niemann ist Expertin für Kommunikation in Unternehmen, von interner Kommunikation bis zum Reputationsmanagement. Ihr Motto: „Nur wer es schafft, alle Mitarbeiter ins Boot zu holen, kann sich auf die Sicherheit in der Kommunikation verlassen.“

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