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Virtual Private NetworkWas Unternehmen einen Berater zu VPN fragen sollten

Sie sind nicht ganz sicher, welche Fragen Sie Ihrem Berater über VPN stellen sollen? Hier finden Sie die wichtigsten Fragen.
erschienen: 21.09.2009

Frage 1: Braucht mein Unternehmen VPN?

Wenn es in Ihrem Unternehmen aufgrund der Strukturen, zum Beispiel Filialen, Home-Offices oder mobile Mitarbeiter mit dem Bedarf auf mobilen Datenzugriff, ein hohes Kommunikationsaufkommen in den Bereichen Daten und Sprache gibt, dann ist das ein deutliches Anzeichen dafür, dass Sie mit dem Einsatz von VPN nicht nur Geld sparen, sondern auch die Effektivität steigern, sich und Ihren Mitarbeitern die tägliche Arbeit erleichtern und am Ende Ihre Kunden besser betreuen können. Ganz einfach deshalb, weil alle per Netzwerkzugriff aufgrund der jeweils vergebenen Berechtigungen mit den für sie relevanten aktuellen Daten und Dokumenten arbeiten und per IP-Telefonie kostenlos im Netzwerk miteinander sprechen können.

Frage 2: Ist mein Unternehmen reif für VPN?

Wenn in Ihrem Unternehmen ein modernes, mit Firewall, Virenschutz und den anderen notwendigen Sicherheitseinrichtungen für Datensicherheit beziehungsweise Datenschutz ausgestattetes Netzwerk vorhanden ist und Sie Ihre Netzwerksoftware auf dem aktuellen Stand halten, sind die wichtigsten Voraussetzungen schon erfüllt. Ihr Netzwerkadministrator, sei dies nun ein externer Dienstleister oder ein dafür bestimmter Mitarbeiter Ihres Unternehmens sollte sich mit den Grundlagen von VPN vertraut gemacht haben und in der Lage sein, die notwendige Hardware für den VPN-Betrieb ins Netz zu integrieren. Last, but not least sollten natürlich auch Ihre Mitarbeiter vom VPN-Einsatz als wesentlicher Vorteil für die Erledigung ihres Tagesgeschäfts einerseits und als Aufwertung ihrer Arbeit andererseits überzeugt sein.

Frage 3: Was muss ich tun, um VPN effektiv und nutzbringend in meinem Unternehmen einsetzen zu können?

Sie sollten neben einer Kosten-Nutzen-Analyse und einer gründlichen Planung bereits im Vorfeld dafür sorgen, dass Ihre Mitarbeiter verstehen, was VPN ist und welche Vorteile VPN ihnen direkt in ihrem Arbeitsumfeld bringt. Dass also VPN keine zusätzliche Belastung bringt, sondern ein wertvolles Instrument, das hilft, die zu erledigenden Aufgaben einfacher und – da unkompliziert – mit mehr Spaß als bisher zu erledigen. Bei Bedarf sollten Sie Ihre Mitarbeiter schulen, zum Beispiel wenn es um die Einführung von IP-Telefonen geht oder (neue) mobile Endgeräte angeschafft werden. Das ist unter Umständen in wenigen Minuten erledigt, spart aber eine Menge Ärger bei der Bedienung der Technik und erhöht die Akzeptanz.

Frage 4: Welche anderen Vorteile bringt der VPN-Einsatz meinem Unternehmen?

Neben dem erheblichen Einsparungspotenzial und der Chance, den Durchsatz zu erhöhen, bringt der Einsatz hochwertiger und zeitgemäßer Informations- und Kommunikationstechnologie je nach Einsatz einen Imageschub bei Geschäftspartnern, beispielsweise durch bessere Betreuung und ggf. kompetentere Beratung von Kunden oder einen Vertrauensschub bei Dienstleistern wie Banken, die bei ihrem Ratingsystem zur Vergabe von Geschäftskrediten auch den Einsatz von IT und dessen Sicherheitsaspekte mit in die Bewertung einbeziehen.

Frage 5: Ist VPN auch ohne Filialstruktur sinnvoll?

Die Verbreitung der VPN-Technologie in aller Welt durch die starke Verfügbarkeit von Breitbandzugängen macht nicht nur Home-Offices und Filialen möglich, auch Intra- und Extranet-Strukturen werden mit VPN sicherer gegen Störung und Manipulation von außen. So lassen sich zum Beispiel in Unternehmenskooperationen, auch wenn sie zum Beispiel für die gemeinsame Abwicklung eines Projektes temporär sind, über VPN Daten austauschen sowie Dokumente und Kommunikation auf gemeinsamen Plattformen sicher speichern und führen.

Frage 6: Was ist mit vorhandenen Standleitungen alten Stils, muss man diese zur Sicherheit behalten, um gegen Internetstaus und Internetstörungen abgesichert zu sein?

Im VPN – zum Beispiel zwischen zwei Filialen in verschiedenen Städten – laufen die Daten zwar über das Internet, die Daten werden aber mit fest vorgegebenen „Wegbeschreibungen“ ausschließlich über die Server des VPN-Providers verschickt und bleiben so nicht im allgemeinen „Internetverkehr“ stecken. Herkömmliche Standleitungen brauchen also nicht als „Sicherheit“ gehalten werden, nicht für den Daten- und – bei Nutzung von IP-Telefonie via VPN – auch nicht für den Sprachverkehr.

Frage 7: Muss ich in meinem Unternehmen Kapazitäten „freischaufeln“, um die Betreuung und Funktionsfähigkeit meines VPNs zu gewährleisten?

Der technische Betreuungsaufwand für Ihr Netzwerk steigt mit dem Einsatz von VPN nicht wesentlich, es sei denn, Sie erhöhen zeitgleich die Anzahl der Endgeräte wie PCs, Notebooks oder Handheld-Computer beziehungsweise die Anzahl der Arbeitsplätze, die auf Ihr Netz zugreifen und deshalb von Ihrem Administrator zusätzlich betreut werden müssen. Bei der Implementierung von VPN-relevanter Hardware in Ihr Netzwerk kommen diese Elemente natürlich hinzu. Die VPN-Technologie selbst und die Funktionsfähigkeit des VPN-Netzes sollten Sache des VPN-Anbieters sein, mit dem Sie zusammenarbeiten, denn er organisiert die Infrastruktur außerhalb Ihres Netzwerks.

Frage 8: Worauf muss ich bei der Auswahl meines VPN-Providers achten?

Wichtige Kriterien für die Auswahl des VPN-Providers sind unter anderem wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, die Leistungsfähigkeit seiner Technologie, die Frage nach der Auslastung oder gar möglicher temporärer Überlastung seines Netzwerks (des sogenannten „Backbone“) und nicht zuletzt die Stärke seiner Sicherheitstechnologie. Ein ausreichender Schutz ist letzten Endes nur mit einem kompetenten Partner zu erreichen, der die Zusammenhänge versteht und die nötigen Maßnahmen entsprechend umsetzen kann.

Frage 9: Ist mein Unternehmen mit VPN gegen Viren, Würmer und Trojaner gefeit?

Sie sind vor Internetschädlingen mit VPN sicherer als ohne, da ein Teil Ihres Datenverkehrs abhörsicher und auf „internen“ Kanälen – eben im VPN – läuft. Dennoch: Ein eigenes Konzept zur Datensicherheit und zum Datenschutz ist genauso zwingend erforderlich wie ohne VPN, denn es werden auch weiterhin Daten per E-Mail, Datenträger oder über das „offene“ Internet in Ihr Netzwerk strömen. Und da müssen Sie mit einer eigenen professionell eingerichteten Firewall und weiteren aktuellen Abwehrmaßnahmen wie Antivirussoftware und modernen Security Appliances aktiv am Ball bleiben.

Frage 10: Wie groß ist der Planungsaufwand vor der VPN-Einführung?

Der Planungsaufwand hängt von Ihrem derzeitigen Stand der Technik ab und ob Sie mit der Einführung von VPN auch Arbeitsstrukturen ändern wollen beziehungsweise ob sich Zukunftsszenarien ergeben, die den Umfang und die Art des VPN-Einsatzes beeinflussen. Dazu gehören die Implementierung von IP-Telefonie und die Einbindung weiterer Teilnehmer wie Filialen, Home-Offices oder weitere mobile Endgeräte.

Dieser Artikel wurde von der nextbusiness-IT Redaktion erstellt. „nextbusiness-IT – Exzellenz im Mittelstand“ ist eine bundesweite Leitthemenkampagne für den Mittelstand, die unter anderem die „Bibliothek des modernen IT-Wissens“ für den Mittelstand herausgibt. Diese Bibliothek können Sie hier kostenlos anfordern.

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