Entscheidungsfindung und Problemlösungskompetenz

Meldung von Management-Institut Dr. A. Kitzmann
In einem Seminar zum Thema werden Methoden zur Entscheidungsfindung systematisch dargestellt und praktisch eingeübt. Die Teilnehmer erhalten Gelegenheit, die verschiedenen Entscheidungsmethoden anhand praktischer Beispiele zu vergleichen. Das eigene Entscheidungsverhalten wird analysiert und optimiert.

Entscheidungsfindung und Problemlösekompetenz

Was glauben Sie, welche Entscheidung besser ist? Die rationale Entscheidung, getroffen nach ausgewählten Kriterien, durch messbare Zahlen gewertet und anschließend berechnet oder die intuitive Entscheidung, die den Bauch befragt und dem Ergebnis folgt?

Richtig, es kommt auf die Frage an, die im Raum steht. Müssen Entscheidungen zu unbelebten Dingen getroffen werden, dürfen gerne Zahlen berechnet, skaliert und priorisiert werden. Am Ende steht ein Ergebnis und das ist dann korrekt. Sobald Menschen von Entscheidungen betroffen sind, versagt der Verstand und die Vernunft hat auch nicht immer recht. Es gibt nur eine Instanz, die weiß, was richtig oder falsch ist: Intuition. Dass sich diese auch auf Arbeitsprozesse anwenden lässt, ist für viele neu im Berufsalltag.

Um Intuition zulassen zu können, braucht es Zeit und Raum. Intuition ist keine Knopfdruck-Analyse und auch kein Zahlen-Daten-Fakten-Automat. Zwar haben Sachkenntnisse und fachliches Wissen einen Einfluss, aber die Richtung kennt nur der Bauch. Notwendige Rahmenbedingungen sind:

  • kein Zeitdruck
  • keine Grenzen

Intuitive Entscheidungsprozesse können nur entstehen, wenn sie nicht müssen, d.h. es ist nicht zu erzwingen. Für den Arbeitsalltag ist dies eine erste Herausforderung, die sich mit zunehmender Übung leichter bewältigen lässt. Ebenfalls zwingend notwendig ist die Freiheit im Denken, der unbegrenzte Raum für kreative Ideen und Szenarien. Auch dies kann in Teams ein Stolperstein sein. Der Vorteil von Teams wiederum ist: Viele Köpfe haben viele Ideen. Dies ist ein gutes Fundament für intuitive Entscheidungen.

Noch immer ist Intuition oder das sogenannte Bauchgefühl etwas, das in Arbeitszusammenhängen abgelehnt wird, weil es nicht greifbar ist. Die vergangenen Jahrhunderte haben Gefühle immer als unsachlich abgewertet und wer offen Gefühle zugegeben hat, war entweder weiblich oder eine „Memme“. Auch die Diskriminierung als Homosexueller war eine Replik auf Männer mit Emotionen. Seitdem neuronale Zusammenhänge erforscht werden und als Wissenschaft zugänglich sind, werden Gefühle und Emotionen auch in wirtschaftlichen Zusammenhängen anerkannt. Sich damit auseinanderzusetzen, fällt insbesondere Männern schwer. Deshalb gilt es gerade in Teams, intuitive Entscheidungsprozesse mit Fingerspitzengefühl und Menschlichkeit einzuleiten.

  • Sag, was dir einfällt
  • Stell dir das Unmögliche vor
  • Kommentiere nichts

lauten die Regeln für ein gemeinsames Brainstorming. Alles ist erlaubt, nichts wird bewertet oder kommentiert. Je mehr Ideen und Eindrücke ans Tageslicht kommen, desto eher wird klar, welche Lösung die beste ist. Bevor aus ersten Ideen eine Entscheidung gefällt wird, sollten sie ruhen bzw. sich in den Köpfen einzelner bewegen können.

TIPP:

Sie kennen das: Sie möchten eine Reise machen, wissen aber nicht wohin. Statt viele Kataloge zu wälzen oder Internet-Seiten abzufragen, lassen sie das Nachdenken einfach sein.  Machen Sie etwas völlig Anderes, schalten Sie ab. Nach einer gewissen Zeit macht es in ihrem Kopf „Pling“ und sie wissen, wohin sie gerne möchten. Ihre Intuition hat entschieden und Sie sind absolut überzeugt.

Nach einer gewissen Zeit kommt das Team wieder zusammen und stellt vor, was sich seit dem letzten Treffen an weiteren Gedanken ergeben hat, in welche Richtung Assoziationen und Ideen gewandert sind. Aus diesen Aspekten ergeben sich neue Wege, um zu Entscheidungen zu gelangen. Das Besondere an diesen Entscheidungen: Sie sind einmalig und in den Köpfen derer gewachsen, die wissen, worum es geht. Und nicht am Schreibtisch anhand der Aktenlage berechnet und kalkuliert.

» Entscheidungsfindung und Problemlösungskompetenz

erstellt am: 01.08.2016

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