Führungstraining für Nachwuchskräfte und Meister

Fachbeitrag von Management-Institut Dr. A. Kitzmann
Herzlichen Glückwunsch zum bestandenen AC für Führungskräfte! Oder sind Sie rein zufällig in diese Rolle gerutscht? Während es für die einen zum geplanten Karriereschritt gehört, landen andere zufällig oder zwangsläufig in einer Führungsposition, weil es gerade gepasst hat oder sie zur rechten Zeit am rechten Ort waren. Während die einen intern im Unternehmen aufsteigen, wechseln andere die Firma, um woanders als Führungskraft einzusteigen. Für alle Variationen gilt eines: Machen Sie sich bewusst, dass Sie Verantwortung und Fürsorge für andere Menschen übernommen haben.

Herzlichen Glückwunsch zum bestandenen AC für Führungskräfte! Oder sind Sie rein zufällig in diese Rolle gerutscht? Während es für die einen zum geplanten Karriereschritt gehört, landen andere zufällig oder zwangsläufig in einer Führungsposition, weil es gerade gepasst hat oder sie zur rechten Zeit am rechten Ort waren. Während die einen intern im Unternehmen aufsteigen, wechseln andere die Firma, um woanders als Führungskraft einzusteigen. Für alle Variationen gilt eines: Machen Sie sich bewusst, dass Sie Verantwortung und Fürsorge für andere Menschen übernommen haben. Erst wenn es Ihnen gelingt, mit Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu kommunizieren, haben Sie eine Chance, eine gute Führungskraft zu werden. Patriarchen, harte Hunde und Autokraten kann ein funktionierendes Unternehmen nicht gebrauchen.

Das Team

Führungskräften, die ein bestehendes Team übernehmen oder als ehemalige Mitarbeiter zu Vorgesetzten avancieren, steht eine schwere Aufgabe bevor. Alte Bekanntschaften und Freundschaften müssen neu geordnet werden. Wer zuvor per Du mit Kolleginnen oder Kollegen sprach, sollte überlegen, ob das Du für Vorgesetzte noch statthaft ist. Auch für die ehemaligen Kollegen ist es hilfreich, wenn die neue Beziehung geklärt wird und jeder weiß, dass das „Du“ nur noch unter 4 Augen oder nach Feierabend gültig ist.

TIPP: Du oder Sie? Es ist immer eine schwere Entscheidung. Ein „Sie“ beinhaltet Respekt und  Distanz; ein „Du“ suggeriert Nähe und Vertraulichkeit. Fragen Sie sich zu Beginn Ihrer Führungskarriere, was Sie bevorzugen und scheuen Sie sich nicht, das „Sie“ zur Regel zu erheben.       Berufstätige in den Ländern, die kein sprachliches „Sie“ haben, können den Unterschied zwischen  dem beruflichen „you“ und dem privaten „you“ hören. Deutsche können das nicht.

Bestehende Teams sind immer kritisch, wenn neue Vorgesetzte kommen. Neue Führungskräfte sollten  schnell erkennen können, wer im Team das Sagen hat, wo Querulanten sitzen und wer die eigentlichen klugen Köpfe sind. Auch sogenannte Minderleister gehören in jedes Team. Wenn klar ist, wer welche Rolle ausübt, kann die Schadensbegrenzung beginnen. Als Regel gilt: Jede und jeder sollte im Rahmen seiner Möglichkeiten und zur Förderung seiner Qualifikationen eingesetzt werden. Wichtig ebenfalls: Die Beziehungen untereinander sind gelernt. Verändert sich ein Teamspieler, müssen alle anderen sich auch bewegen. Hier helfen:

  • Offenheit
  • Geradlinigkeit

  • Zuverlässigkeit

Vertrauen erlangt nur, wer zum Gesagten steht, Wertvolles zu schätzen weiß und dieses auch ausdrücken kann. Dabei zählt nicht ausschließlich die Vergütung oder eine gehobene Ausstattung des Arbeitsplatzes, sondern menschliche Wertschätzung und Anerkennung. Auf der anderen Seite sollten auch Kritik und Verbesserungen möglich sein: Ein fauler Apfel braucht entweder eine Versetzung oder eine deutliche Ansprache. Nur dann haben alle anderen die Chance, sich in diesem Team wohl zu fühlen.

Die Verantwortung

Eine Führungskraft trägt Verantwortung. Er bzw. sie muss entscheiden, was zu tun ist und wann es zu tun ist. Je nach Situation muss es schnell gehen oder besondere Herausforderungen an Einzelne stellen. Da sind weder Samthandschuhe noch Diskussionen auf Konsens sinnvoll.

  • Kurz

  • Knapp

  • Klar

Wer nicht in der Lage ist, Anweisungen nach diesem Modus zu formulieren, hat keine Führungsqualitäten. Wer sich nicht traut, auch einmal Fehler zu machen und dafür gerade zu stehen, sollte diese Aufgabe nicht annehmen. Wer Angst hat, anderen auf die Füße zu treten, ist gänzlich ungeeignet. Dies sind keine  Freifahrtscheine für diktatorisches Handeln, autoritäres Gehabe oder Starallüren, sondern Kriterien für verantwortliches Handeln.

Verantwortung bedeutet, Ziele auszurufen, die Mannschaft zu motivieren, auf ihr Wohlergehen zu achten und auf der schmalen Grenze zwischen Herausforderung und Überforderung das richtige Maß zu finden. Verantwortung heißt auch, für die anderen der Prügelknabe zu sein, sich am Wort messen zu lassen oder als Retter in der Not zu gelten. Indem Führungskräfte Verantwortung übernehmen, stellen sie sich für all das zur Verfügung, was Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Ihnen wollen, auch wenn sie das nicht immer sagen. Aus Verantwortung kann Vertrauen wachsen. Führungskräfte, die das Vertrauen Ihres Teams gewonnen haben, haben eine Mannschaft, die über sich hinauswachsen kann und Erfolge leistet.


» Imagefilm Management-Institut Dr. A. Kitzmann

erstellt am: 17.02.2017

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