Kommunikation und soziale Kompetenzen

Fachbeitrag von Management-Institut Dr. A. Kitzmann
Reden? Kann ich! Mit Menschen umgehen? Kein Problem! Wer so an die neue Aufgabe als Teamleitung, Projektleitung oder Führungskraft ohne Vorgesetztenfunktion herangeht, hat vor allem eins: Selbstbewusstsein. Doch dieses allein hilft nicht, um mit Menschen und Teams umzugehen. Spätestens nach drei Monaten wird klar: Selbstbewusstsein ist das eine, Kommunikation etwas völlig anderes.

Reden? Kann ich! Mit Menschen umgehen? Kein Problem! Wer so an die neue Aufgabe als Teamleitung, Projektleitung oder Führungskraft ohne Vorgesetztenfunktion herangeht, hat vor allem eins: Selbstbewusstsein. Doch dieses allein hilft nicht, um mit Menschen und Teams umzugehen. Spätestens nach drei Monaten wird klar: Selbstbewusstsein ist das eine, Kommunikation etwas völlig anderes.

  •  Verantwortung
  • Karriere
  • Gestaltungsmöglichkeiten

diese drei Faktoren animieren dazu, an neue Arbeitsaufgaben heranzugehen und sich den Herausforderungen im Berufsalltag zu stellen. Wenn damit auch extrinsische Faktoren wie Gehaltserhöhung, Dienstwagen oder Einzelbüro verbunden sind, erhöht sich der Reiz, Führungs- und Leitungsaufgaben zu übernehmen. Was dabei gerne übersehen wird, ist der Faktor Mensch, der ausschlaggebend dafür ist, um solche Aufgaben auch zu meistern.

Die fachliche Kompetenz spielt eine untergeordnete Rolle im Führungsalltag. Fachliche Fragen können delegiert werden, Sachkompetenz ist in der Sachbearbeitung zu finden und nicht im Chefzimmer. Hier sind soziale Kompetenzen gefordert:

  •  Geradlinigkeit
  • Transparenz
  • Fürsorge

 Wer Führungsaufgaben übernimmt, muss in erster Linie Menschen wahrnehmen, sie einschätzen, ihre Kompetenzen wertschätzen, um dann die richtigen Entscheidungen treffen zu können. Das Vorhandensein einer Weisungsbefugnis ist kein Garant dafür, dass Beschäftigte ihre Aufgaben termingerecht und zielorientiert wahrnehmen. Dies tun sie erst dann, wenn ihnen sowohl das Ziel als auch der Weg zum Ziel klar und einsichtig sind. Wer Engagement und Teamgeist erwartet, muss dafür sorgen, dass Beschäftigte sich wohlfühlen und sich sowohl mit der Aufgabe als auch mit dem Team identifizieren können.

 TIPP: Nehmen Sie sich Zeit für Gespräche mit einzelnen. Dies erreichen Sie dadurch, dass Sie z.B. regelmäßig durch die Büros gehen und einen guten Morgen wünschen. Reden Sie mit denjenigen,  die auf sich aufmerksam machen oder von denen Sie glauben, dass mehr als nur ein „Guten Morgen“ angebracht ist. Dies schafft auf die Dauer Vertrauen, so dass konstruktive Vier- Augen- Gespräche entstehen können.

Kommunikation als zweite Herausforderung setzt Zuhören und Ernst-Nehmen voraus. Um Gespräche erfolgreich führen zu können, geht es nicht um das Erreichen eines Zieles, sondern darum, dass ein Gegenüber am Ende mit dem guten Gefühl der Wertschätzung den Raum verlässt. Ob es im Gespräch um die Klärung eines Konflikts oder eine Störung im Ablauf geht, spielt keine Rolle. Voraussetzung für ein gutes Gespräch ist die Offenheit für den Menschen, denn jede und jeder hat im Falle von Konflikten oder Störungen seine eigene Wahrnehmung. Diese von vornherein als richtig einzuschätzen, gehört zu den Anforderungen einer gelungenen Kommunikation. Was viele Führungskräfte daran hindert, ist ihr Selbstbewusstsein bzw. ihre Auffassung von Verantwortung.

  • Flexibilität
  • Offenheit
  • Einfühlungsvermögen

sind wichtig, um Gespräche zu einem guten Abschluss zu bringen. Jede und jeder im Team hat das Recht auf seine Meinung und seine Sicht der Dinge. Für Führungskräfte oder Teamleitungen lautet die Aufgabe, aus verschiedenen Meinungen eine Vorgehensweise herauszuarbeiten, ohne einzelne abzuhängen oder zu frustrieren. Dass dies eine Kunst ist, versteht sich von selbst. Aber erst diese Kunst macht gute Führungskräfte aus und diese werden angesichts des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels zukünftig gebraucht.

(https://www.kitzmann.biz/seminare/seminaruebersicht/fuehrung/kommunikation-und-soziale-kompetenz-fuer-fuehrungskraefte/)

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erstellt am: 23.03.2017

Über den Autor
Management-Institut Dr. A. Kitzmann

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