Organisation 4.0: Schaffung von prozessorientierten, digitalisierten Ordnungsstrukturen

Fachbeitrag von Prof. Binner Akademie
Die zurzeit im Rahmen von Industrie 4.0 stattfindende Digitalisierung der Wertschöpfungskette durch die neue Informationstechnologien „Cloud Computy“, „Enterprise Mobility, Industrie 4.0, Social Business“ orientiert sich nicht an den vorhandenen Organisationsstrukturen sondern richtet sich an der Erfüllung des individuellen Kundenwunsches aus. Funktionsorientierte Organisationsstrukturen stehen dabei der stattfindenden Vernetzung sogar im Wege, weil das prozessorientierte Denken und Handeln aufgrund der arbeitsteilig geschaffenen Grenzen und hierarchischen Schnittstellen behindert wird.

Die zurzeit im Rahmen von Industrie 4.0 stattfindende Digitalisierung der Wertschöpfungskette durch die neue Informationstechnologien „Cloud Computing“, „Enterprise Mobility, Industrie 4.0, Social Business“ orientiert sich nicht an den vorhandenen Organisationsstrukturen sondern richtet sich an der Erfüllung des individuellen Kundenwunsches aus. Funktionsorientierte Organisationsstrukturen stehen dabei der stattfindenden Vernetzung sogar im Wege, weil das prozessorientierte Denken und Handeln aufgrund der arbeitsteilig geschaffenen Grenzen und hierarchischen Schnittstellen behindert wird. Damit der Digitalisierungsnutzen dabei nicht in Frage gestellt wird, ist es notwendig unter den Begriff „Organisation 4.0“ eine Organisationsstruktur zusammen mit einer Kulturveränderung von der funktions- zur prozessorientierte Organisation vorzunehmen. Der Versuch, funktionsorientierte Struktur zu belassen und IT-Lösung anzupassen, ist kontraproduktiv.

Abbildung 1: Organisation 4.0: Schaffung von prozessorientierten, digitalisierten Ordnungsrahmen

In Abbildung 1 sind die Inhalte von Organisation 4.0 genannt. Sie beziehen sich primär auf das Managementhandlungsfeld mit der Implementierung eines Organisationszielsystems, eines unternehmensspezifischen Prozessmodells und der Vorgabe eines Führungssystems mit methodengestützten Führungsinstrumenten. Als Bezugs- und Ordnungsrahmen dient dafür das MITO-Modell mit seinen 5 Modellsegmenten:

1.    Managementsegment (Führung)

2.    Inputsegment

3.    Transformationssegment

4.    Outputsegment

5.    Managementsegment (Leitung)

Das MITO-Modell besitzt mehrere Modellfunktionalitäten, beispielsweise in Bezug auf ein:

·         MITO-Vorgehensmodell

·         MITO-Strukturmodell

·         MITO-Erklärungsmodell

·         MITO-Konfigurationsmodell

·         MITO-Systemmodell

·         MITO-Analysemodell

·         MITO-Beschreibungsmodell

Konfiguriert, strukturiert, beschrieben und erklärt wird beispielsweise der prozessorientierten Ansatz mit:

Prozesse: 1) identifizieren, 2) planen, 3) durchführen, 4) kontrollieren und 5) verbessern

Das unterspezifische Prozessmodell wird im MITO-Modell als Regelkreis abgebildet. Hierbei handelt es sich um:

·         Die Führungsprozesse im MITO-Segment „Führung“

·         Die vorgelagerten Unterstützungsprozesse im MITO-Segment „Input“

·         Die Kernprozesse im MITO-Segment „Transformation“

·         Die nachgelagerte Unterstützungsprozesse im MITO-Segment „Output“

·         Die Leitungsprozesse im MITO-Segment „Leitung“

Die Einbeziehung und Optimierung der weiteren 4 Handlungsfelder „Mitarbeiter, Kunde, Prozess und Technik“ in diesen Organisations-Ansatz 4.0 orientieren sich an diesen Ordnungsstrukturen. Für den Erfolg in diesen Organisation 4.0 – Ansatz der Prozessdigitalisierung steht der Organisationsgestaltungsansatz weit vor der Technikrealisierung. Im Fokus steht dabei die Analyse, Optimierung und Automatisierung der horizontalen Wertschöpfungskette in Form eines end-to-end-Businessprozesses ohne funktionale Barrieren.

Eine Unterstützung bei der Einführung der digitalisierten Ordnungsstrukturen bietet das von Prof. Binner in Hannover entwickelte MITO-Methoden-Tool mit einer großen Anzahl verknüpfter Management-, QM-, Kreativitäts- und KVP-Methoden. Diese Methoden liefern umfassende Transparenz über unternehmensspezifische Anforderungen, Stärken/Schwächen, Chancen/Risiken, Strukturen, Ressourcen, Prozesse, Schwachstellen, Maßnahmen und Ergebnissen. Dem Anwender stehen in digitalisierter Form webbasiert eine Reihe von bekannten und bewährten Methoden wie Portfoliotechnik, Matrix- und Relationsdiagramme, Ursache-Wirkungs- und Ziel-Maßnahmenketten, ABC-, XYZ-, Korrelations- oder Sensitivitätsanalyse, FMEA und RMEA, Reifegradbewertung, SWOT-und Nutzwertanalyse für die prozessorientierte Organisationsentwicklung mit Implementierung eines Prozessmodells und Führungssystems zur Verfügung. Zielsicher und detailliert werden für die einzelnen Prozessschritte die Handlungsansätze lokalisiert und Verbesserungspotenziale aktiviert.

Weitere Informationen unter www.pbaka.de

 

PROF. BINNER AKADEMIE

Schützenallee 1, 30519 Hannover,

Telefon (0511) 84 86 48-120, Telefax (0511) 84 86 48-199,

eMail: info@pbaka.de, Internet: www.prof-binner-akademie.de

Akademieleiter: Prof. Dr.-Ing. Hartmut F. Binner, , UST-ID: DE 115 464 106

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erstellt am: 03.02.2016

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