Präsentationstraining

Fachbeitrag von Management-Institut Dr. A. Kitzmann
Ein Raum, Dunkelheit, Beamer unter der Decke, Laptop auf dem Tisch und dann geht es los: Die obligatorische Powerpoint-Präsentation! Die Zuhörer rutschen auf ihren Stühlen in eine bequeme Lage, starren auf die Wand und versuchen zu folgen. Da Power Point Präsentationen in der Regel überladen, unlesbar und langweilig daherkommen, schalten viele rasch ab und mischen sich nicht ein.

Ein Raum, Dunkelheit, Beamer unter der Decke, Laptop auf dem Tisch und dann geht es los: Die obligatorische Powerpoint-Präsentation! Die Zuhörer rutschen auf ihren Stühlen in eine bequeme Lage, starren auf die Wand und versuchen zu folgen. Da Power Point Präsentationen in der Regel überladen, unlesbar und langweilig daherkommen, schalten viele rasch ab und mischen sich nicht ein.

  • 10

  • 20

  • 30

lauten die wesentlichen Zahlen, die für eine Computer-Präsentation gelten. 10 Folien in 20 Minuten mit Schriftgröße 30 – mindestens ! Alles andere gehört in den digitalen Papierkorb und damit sicherlich auch die meisten Präsentationen, die in Unternehmen erstellt werden. Eine weitere Regel wird noch mehr Präsentationen in den Papierkorb befördern, denn sie lautet: Je weniger auf einer Folie draufsteht, desto besser ist sie.

Unabhängig von Computerprogrammen sind Präsentationen nichts anderes als die Vorstellung einer Idee, eines Inhalts, eines Projektes. Die verantwortliche Person muss entscheiden, ob

  • zuhören

  • mitreden

  • mitdenken

erwünschte Kriterien seitens der Zuhörerschaft sind. Ist ausschließlich zuhören gefragt, steht der Zeitfaktor im Vordergrund. Im heutigen Medienzeitalter sinkt die Aufmerksamkeitsspanne von Zuhörern. Deshalb sind Radiobeiträge selten länger als 3 Minuten, im Schulunterricht ist selbst diese Zahl für ausschließliches Zuhören sehr hoch. Wer möchte, dass sein Publikum länger als 15 Minuten zuhört, braucht

  • Spannung

  • Höhepunkte

  • Ausruhmomente

in seiner Rede. Sie darf weder langweilig sein noch überfordern. Sie muss anregen und aufregen. Aber sie muss auch entspannen und Freude machen. Dies gelingt nur dann, wenn die Begeisterung des Redners auf seine Zuhörer überspringt und sie fesselt.

TIPP: Sie sollten Ihr Thema mögen und es in- und auswendig kennen. Übersetzen Sie die wesentlichen Fakten in schlüssige Bilder, mit denen sich sprachlich arbeiten lässt. Aufmerksamkeit erzielen Sie mit Mitteln, die aus vorhandenen Denkautobahnen Sackgassen werden lassen. Oder            fahren Sie Ihre Zuhörer gleich vor die Wand?

Eine Zuhörerschaft, die mitreden darf, wird jede Gelegenheit nutzen, eigene Informationen beizusteuern, Gegenargumente zu äußern oder Bedenken auszurufen. Zum Einen vertieft und erweitert es das Thema, zum Anderen bringt es Sie aus dem Konzept. Deshalb sollte eine Präsentation, die auf Mitwirkung der Anwesenden ausgerichtet ist, auch gesteuert werden. Mittelpunkt sind nicht die Folien, sondern die Person, die spricht.

  • Einen Input liefern

  • Redezeit ermöglichen

  • das Wort erteilen

  • sind die Kriterien, die der bzw. die Vortragende den Anwesenden im Vorfeld als Absicht mitteilt, sie ihnen einräumt oder auch wieder entzieht. Damit wird aus dem Kollegen oder der Kollegin im Team nicht ein Lieferant von Fakten, sondern die zentrale Person, die die Zusammenkunft gestaltet. Sinnbildlich gesprochen hat er bzw. sie den Hut auf und verteilt die Wortbeiträge.

Mitdenken gehört zu den erwünschten Zielen einer jeden Präsentation, ob nun mit oder ohne Folien. Deshalb sollten zentrale Punkte stets sichtbar gemacht werden, auch wenn der Beamer abgeschaltet ist. Ein Skript für alle Beteiligten ist eine sinnvolle Maßnahme, eindrucksvoller ist die Seite einer Flipchart, auf der ein Wort, eine Zahl, ein Bild dargestellt ist, das den wesentlichen Inhalt zusammenfasst und für die weitere Diskussion hilfreich ist.

Parallel zu den schriftlichen Informationen bleibt der Auftritt bzw. der Vortrag in den Köpfen der Anwesenden haften. Dies gelingt dann, wenn eindrucksvolle Momente entstanden sind, die die Emotionen bewegt haben. Der äußere Eindruck des Sprechenden, die Art des Sprechens, die Stimme, Gestik und Mimik sowie rhetorische Mittel – dies sind gestalterische Mittel, die Emotionen beim Gegenüber hervorrufen und ihn an das Thema fesseln. Insofern ist auch dies ein wichtiger Punkt in der Vorbereitung von Präsentationen, die sich überlegen, üben und trainieren lassen. Kurz gefasst lautet die Botschaft: Was Sie sagen, ist egal. Wie Sie es sagen, das ist wichtig!


» Imagefilm Management-Institut Dr. A. Kitzmann

erstellt am: 17.02.2017

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