Speed Reading - Schnelles Lesen

Fachbeitrag von Management-Institut Dr. A. Kitzmann
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Wer schnell lesen kann, hat dabei auch noch Zeit gewonnen und mehr Platz im Büro, weil Stapel von Papier nie wieder vorkommen. Weitere Begleiterscheinungen sind die verstärkte Nutzung des Gehirns, eine Erhöhung von Konzentrations- und Aufmerksamkeitsvermögen sowie niemals mehr das Gefühl „Ich muss das noch lesen..“ Gerade für Menschen, die ungern lesen, ist schnelles Lesen ein Vergnügen.

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Wer schnell lesen kann, hat dabei auch noch Zeit gewonnen und mehr Platz im Büro, weil Stapel von Papier nie wieder vorkommen. Weitere Begleiterscheinungen sind die  verstärkte Nutzung des Gehirns, eine Erhöhung von Konzentrations- und Aufmerksamkeitsvermögen sowie niemals mehr das Gefühl „Ich muss das noch lesen..“ Gerade für Menschen, die ungern lesen, ist schnelles Lesen ein Vergnügen.

Schnelles Lesen kann Spaß machen, denn es gibt dem Gehirn die Erlaubnis auf erhöhtem Niveau zu arbeiten. Ein „normales“ Gehirn langweilt sich beim Lesen, es schickt den Leser auf Tagträume, erinnert an unliebsame Aufgaben und hat hinterher das Wesentliche vergessen. Also muss ein Text noch einmal gelesen werden und das mit der gleichen „normalen“ Geschwindigkeit und meist mit demselben Ergebnis. Speed Reading fordert dazu auf

  • schlechte Lese-Gewohnheiten abzulegen,
  • neue Lese-Techniken anzuwenden,
  • dem Verstand zu vertrauen.

Mit viel Übung und steigender Gewohnheit bezüglich der neuen Lese-Techniken können schnelle Leser ihre Lesegeschwindigkeiten durchschnittlich um 100 Prozent erhöhen und damit das Lesepensum im Beruf verdoppeln. Zeilen im Text werden nicht mehr von links nach rechts und von oben nach unten gelesen, sondern

  • in Wellen
  • in Zick-Zack-Linien
  • senkrecht von oben nach unten

oder

  • rückwärts.

Viele verschiedene Lese-Techniken ermöglichen es jedem Leser und jeder Leserin eine eigene zu finden, denn es ist eine wesentliche Voraussetzung, sich mit der Technik wohl zu fühlen. Dieses undefinierbare Bauchgefühl vermittelt Sicherheit, was wiederum die Erlaubnis ist, dem eigenen Verstand zu vertrauen. Eine weitere Voraussetzung ist das periphere Sehen, also die optische Wahrnehmung von Dingen, die nicht fokussiert werden.

TIPP: Beim Autofahren liefert peripheres Sehen die Informationen rechts und links der Fahrbahn und     jenseits des Autoverkehrs. Ob der Bäcker ein neues Schild vor seinem Geschäft stehen hat, der Radfahrer eine orange Jacke trägt oder sich eine Menschenansammlung auf dem Bürgersteig bildet  – all das sehen Sie, ohne hinzuschauen. Werden Sie anschließend auf irgendeines dieser Details angesprochen, können Sie Antworten geben, weil ihr Verstand diese Informationen gespeichert hat.

Zusätzlich zur individuellen Lese-Technik und dem Vertrauen an den eigenen Verstand liefern gezielte Fragen an einen Text weitere Beschleunigungseffekte, z. B.:

  • Ich suche in diesem Text alles zum Thema ...
  • Welche Argumente sind neu?
  • Welche Spezialisten werden vorgestellt?

Mit diesen Strategien ist eine neue Herangehensweise an Texte geschaffen, die „normales“ Lesen in der Regel nicht beinhaltet. Wer gezielte Fragen an einen Text stellen kann bzw. weiß, warum dieser Text gelesen werden muss, stellt sich mental auf das zu Lesende ein und bestimmt die Aufnahmekapazität des Gehirns. Es wird die Antworten auf die gestellte Frage verzeichnen und den Rest einfach nicht wahrnehmen. Damit kann vieles, das nicht der Frage entspricht, schon einmal weggelassen werden. Wer die Textstellen markiert, die die Antworten enthalten, kann diese in einem zweiten Schritt langsam und konzentriert lesen. Alles andere in diesem Text ist unwichtig.

Schnelles Lesen will gelernt und anschließend geübt werden. Erst dann ist es eine Technik, die im Berufsalltag jederzeit zur Verfügung steht und Papierstapeln ein Ende bereitet.


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erstellt am: 20.02.2017

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