Wir sind ja "Smart Working"

Fachbeitrag von WINNER Training & Consulting GmbH
10 Tipps für die Form des "Smart Working" Vor ein paar Wochen, beim letzten Team-Meeting, meinte ein Kollege plötzlich: „Wir sind ja Smart Working…?!“ „Stimmt“ wurde erwidert, „Wir sind hier alle smart und worken tun wir auch immer.“ So war das allerdings nicht gemeint – unser Kollege hatte einen Artikel in der New York Times gelesen, in dem über die neue Form der Zusammenarbeit in Unternehmen berichtet wurde. Wir finden, dass ruhig mehr Unternehmen den Schritt zum dezentralen Arbeiten gehen sollten. Hier kommen unsere Tipps, die man unserer Meinung berücksichtigen sollte, um Smart Working – also dezentrales Arbeiten – zu einem Erfolgsprinzip werden zu lassen.

Im Stau stehen. In überfüllten Bahnen zu Arbeit. Die Kinder morgens ganz früh in der Kita abgeben, um pünktlich morgens im Büro zu sein. Bei uns im Team – alles Fehlanzeige.
Ein Büro gibt es bei uns natürlich und wir sehen uns auch regelmäßig. Viel regelmäßiger allerdings treffen wir uns auf unserer firmeninternen Social Media-Plattform oder bei Web- und Telefonkonferenzen.

Fast alle in unserem Unternehmen arbeiten dezentral. Die benötigte Zeit für lange Arbeitswege wird somit in effektive Arbeitszeit investiert. Wenn draußen Glatteis herrscht oder die Bahn streikt, hat dies eher weniger Auswirkungen auf unsere Arbeitsleistung. Selbst wenn das Kind krank ist, kann man ohne schlechtes Gewissen auch mal zu Hause bleiben und projektbezogene Arbeiten eben dann erledigen, wenn das Kind gerade schläft oder die bessere Hälfte übernehmen kann.

Ein reibungsloses Arbeitsleben also? Nun ja, zu Beginn ist es nicht für jeden selbstverständlich, so zu arbeiten. Dezentrales Arbeiten muss gelernt werden, so wie wir gelernt haben, jeden Tag zur Arbeit zu fahren und wie wir auch das Büroleben verinnerlicht haben. Das Team muss lernen, sich viel stärker zu disziplinieren und miteinander zu sprechen. Man begegnet sich dann eben nicht mehr so einfach auf dem Gang oder trifft sich auf einen Kaffee, wo neue Projekte und Ideen nebenbei besprochen werden. Die Einarbeitung von neuen Kollegen muss auch noch intensiver geplant werden. Unsere Form der Zusammenarbeit hat aber ebenfalls entscheidende Vorteile: Mitarbeiter können zu den Zeitpunkten arbeiten, zu denen sie beispielweise am kreativsten sind. Sie greifen auch mal abends noch zum Notebook, wenn ihnen eine entscheidende Lösung für eine Aufgabenstellung in den Sinn kommt, die sie gleich festhalten wollen. Durch die firmeninterne Social Media-Plattform ist das ganze Team über den Verlauf aller Projekte voll im Bilde. Man tauscht sein Wissen mit den anderen aus und “bekommt” und “gibt” Impulse für Ideen.

Vor ein paar Wochen, beim letzten Team-Meeting, meinte ein Kollege plötzlich: „Wir sind ja Smart Working…?!“ „Stimmt“ wurde erwidert, „Wir sind hier alle smart und worken tun wir auch immer.“ So war das allerdings nicht gemeint – unser Kollege hatte einen Artikel in der New York Times gelesen, in dem über die neue Form der Zusammenarbeit in Unternehmen berichtet wurde. Tatsächlich trafen die meisten dort genannten Kriterien auf unsere Arbeitsweisen zu. Wir finden, dass ruhig mehr Unternehmen den Schritt zum dezentralen Arbeiten gehen sollten. Hier kommen unsere Tipps, die man unserer Meinung berücksichtigen sollte, um Smart Working – also dezentrales Arbeiten – zu einem Erfolgsprinzip werden zu lassen.

Was braucht es, um “Smart Working” erfolgreich zu leben:

1. Einen Chef, der keine Angst vor Kontrollverlust hat und Mitarbeitern das Vertrauen und die Souveränität ausspricht, die eigene Arbeitsleistung zu steuern .

2. Mitarbeiter, die die gewonnen Freiheit als Chance sehen und Selbstverantwortung übernehmen.

3. Die Integration von Smart Working in die bestehende Arbeitsumgebung. Das dezentrale Arbeiten darf weder eine Notlösung, noch eine halbgare Verlagerung von bestehenden Prozessen sein. Im Gegenteil müssen ineffektive Prozessen und Zeitfresser abgelöst und smart neu organisiert werden.

4. Selbstdisziplin und Eigenmotivation – bei Chefs wie Mitarbeitern.

5. Entsprechende technische Strukturen, z.B. eine Social Media-Plattform, die Meetingraum, Büro, Kaffee- und Raucherecke zugleich darstellt – nur mit dem Vorteil, dass alles 24h geöffnet ist.

6. Die richtige Balance von „Geben und Nehmen“ – jeder muss Informationen zu dem, an was er gerade arbeitet, anbieten, es muss aber von den anderen auch immer Interesse vorhanden sein, sich auf dem Laufenden zu halten.

7. Keine Angst vor Technologien und dem Umgang mit neuen Medien – auch wenn dieser eventuell erst erlernt werden muss.

8. Keine Angst vor Fehlern und einen offene, vom Austausch und Respekt geprägte Fehlerkultur.

9. Die Fähigkeit, den Fokus auf die eigene Tätigkeit zu behalten, dabei aber auch das Schaffen der Kollegen nicht aus dem Blick zu verlieren.

10. Mut und Zeit, um das „neue“ Arbeiten einfach auszuprobieren und sich auf neue Gegebenheiten einzustellen. Aus Fehlern lernt man und die guten Erfahrungen und Erfolgserlebnisse treiben das gesamte Team weiter an.

» http://winner-gmbh.de/allgemein/wir-sind-ja-smart-working/

erstellt am: 28.05.2015

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