„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind“. Albert Einstein soll dies über die Weltwirtschaftskrise von 1929 gesagt haben. Mit Blick auf die vielfältigen Probleme unserer Gesellschaft (Energie- und Umweltpolitik, Entwicklungspolitik, Wirtschafts- und Sozialpolitik etc.) und der nach wie vor aktuellen Finanzkrise müssten wir erkennen, dass diese Erkenntnis noch heute gültig ist. Und obwohl wir uns Wissensgesellschaft nennen und wir über viele Informationen verfügen, scheinen wir nicht zu erkennen, dass WIR ein wichtiger Bestandteil der Problemlagen sind. Wir bekämpfen zwar unermüdlich die Symptome unserer Probleme, verschließen jedoch gleichzeitig die Augen vor den wahren Ursachen und verschieben die ganzheitliche Problemlösung ständig auf die Zukunft und verschlimmern dadurch die Probleme weiter und weiter.
„Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen“ zitiert Björn Engholm (Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein a.D.) Immanuel Kant im Hinblick auf die in den folgenden Abschnitten beschriebenen politischen Entscheidungsprozesse in Schleswig- Holstein (Eine Stadt sieht Gelb – Wie Lübeck seine Uni rettet – Die Chronik, Julia Offe, 2011, www.eine-stadt-sieht-gelb.de), die auch den Anstoß für diesen Artikel gaben. Den Verstand zu bedienen, um „mit seiner Hilfe Dinge zu erfassen, zu beurteilen und größere Zusammenhänge, Kausalketten, zu erkennen und deren Bedeutung entsprechend zu handeln.“ Als Rat für norddeutsche Regierende brachte Björn Engholm es auf Althochdeutsch auf die einfache Formel: „FARSTAN – verstehen, begreifen, durchschauen. Und dann so handeln, dass durch die Wirkung des Handels nichts zerstört wird“.
Dieser Forderung nach „Vernetztem Denken“ möchte ich mich uneingeschränkt anschließen.
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erstellt am: 31.10.2011
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Gründung der Gesellschaft für Vernetztes Denken und Komplexitätsmanagement e.V. (GVDK)
Gründung der Gesellschaft für Vernetztes Denken und Komplexitätsmanagement e.V. (GVDK)
Der klügste Kopf, die größte Erfahrung und das beste Bauchgefühl reichen allesamt nicht aus, bei zunehmender Komplexität noch erfolgreich planen, entscheiden und kommunizieren zu können. Studien zufolge haben wir eine mentale Grenze, wenn es darum geht, das Zusammenspiel von mehr als 4 Faktoren zu begreifen. Wir brauchen dann ein Werkzeug, um uns die Zusammenhänge vor Augen führen und diese analysieren zu können. Die wohl weltweit führende und vor allem extrem einfach zu bedienende Software hierfür ist der CONSIDEO MODELER mit seiner einzigartigen qualitativen Modellierung alternativ zur quantitativen Modellierung von beliebigen Zusammenhängen in allen Bereichen. Großkonzerne, Behörden, Vereine, Privatpersonen und natürlich auch Schüler “Modeln” mehr und mehr - wann immer zu einer Fragestellung mehrere Faktoren zu berücksichtigen sind. Damit das gemeinsame Betrachten von Zusammenhängen sich noch schneller durchsetzt, müssen möglichst die fähigsten Leute sich zusammenfinden und es üben zu tun. Genau darauf zielt die gerade gegründete Gesellschaft für Vernetztes Denken und Komplexitätsmanagement e.V. (GVDK) ab
