Bossing und Staffing Mobbing zwischen Chef und Mitarbeitern

Teil 4: Nicht jedes Unternehmen von Mobbing betroffen

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Generell ist die Unternehmenskultur ganz entscheidend, ob in einem Unternehmen Mobbing auftritt oder nicht. Mobbing entsteht zunächst im Kopf, bevor es ausbricht. Es gründet sich auf Antipathie, Neid, Frust oder Ähnlichem. Damit daraus wirkliches Mobbing wird, muss ein dafür „günstiges“ Umfeld im Unternehmen vorhanden sein. Ist ein solches vorhanden, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Mobbing ausbricht. Laut Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin sind prinzipiell solche Unternehmen besonders gefährdet, die der Unternehmenskultur und insbesondere der Personalpflege wenig oder gar keine Aufmerksamkeit schenken. Des Weiteren begünstigen folgende Faktoren Mobbing:

  • Überforderung: Bei schlecht organisierter Arbeit oder dauerhaftem Personalmangel sind die Folgen Überforderung, Leistungsdruck und Stress. In einer angespannten Arbeitsatmosphäre wird bei Fehlern und Versäumnissen schnell ein Sündenbock gesucht.
  • Schlechte Arbeitsgestaltung: Wenn Mitarbeiter ihre Qualifikationen nicht einbringen können oder die Arbeit wenig abwechslungsreich, sehr monoton und nicht ansprechend ist, wird ihnen langweilig. Das verführt dazu, dass sie ihren Frust an anderen auslassen.
  • Autoritärer Führungsstil: Wenn alles „von oben“ diktiert wird und die Mitarbeiter keine Eigenverantwortung übertragen bekommen, werden sie unzufrieden. Ebenso schädlich wirkt es sich aus, wenn Konflikte mit Macht und nicht mit Verstand gelöst werden.
  • Fehlende Kommunikation: Konflikte, die nicht angesprochen werden, können zu unterdrücktem Ärger führen, der sich dann in Attacken gegen andere entfacht. Auch wenn die Unternehmensleitung eine mangelnde Kommunikationspolitik pflegt, schürt das Unsicherheit und Ängste bei den Mitarbeitern, was zu Vertrauensverlust führt.

Mobbing richtet nicht nur bei den Betroffenen oft großen Schaden an, auch für Unternehmen ist der Psychoterror schädlich. Vor allem in Krisenzeiten kann sich kein Unternehmen Mobbing leisten. Die direkten und indirekten Kosten aufgrund von Mobbing sind enorm. Die Kosten entstehen durch:

  • Produktionsstörungen,
  • Qualitätsdefizite,
  • Kosten für Aushilfskräfte,
  • Kosten für Versetzungen, Kündigungen und Einarbeitungen,
  • Verlust von qualifizierten Mitarbeitern,
  • Imageschäden bei Kunden und in der Öffentlichkeit.

Die Menschen in den Unternehmen bieten in Zeiten von Globalisierung und wachsendem Konkurrenzdruck den entscheidenden Wettbewerbsvorteil, aber nur, wenn sie motiviert und leistungsbereit sind. Deshalb gilt es, Arbeitsbedingungen zu schaffen, die eine optimale Persönlichkeits- und Leistungsentfaltung aller Beschäftigten sicherstellt. Das sorgt für ein positives Betriebsklima, was die Mobbing-Gefahr eindämmt.

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